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Hans Frank
Hitlers Kronjurist und Generalgouverneur
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Fischer (S.), Frankfurt
- 2006
- Ausstattung/Bilder: 2006. 485 S. m. Fotos.
- Seitenzahl: 485
- Deutsch
- Abmessung: 224mm x 152mm x 40mm
- Gewicht: 695g
- ISBN-13: 9783100735621
- ISBN-10: 3100735625
- Best.Nr.: 20852196
Leseprobe zu "Hans Frank"
Produktbeschreibung zu "Hans Frank"
Beschreibung
06.09.2007
Exzentrischer Machtmensch
Hans Frank: Vom Anwalt Hitlers zum Generalgouverneur in
Polen
Er nannte sich Reichsrechtsführer und Präsident der "Akademie
für Deutsches Recht", war Ehrenbürger von Karlsruhe, seiner
Geburtsstadt, und von München. Im Auftrag Hitlers, dem er in der
"Kampfzeit" als bevorzugter Rechtsanwalt zur Abwehr
zahlreicher Klagen gedient hatte, organisierte er nach 1933 die
politische Gleichschaltung der Justiz - zunächst in Bayern und dann
im Deutschen Reich. Hitler belohnte ihn mit Ämtern und Pfründen:
Reichsminister ohne Geschäftsbereich und Mitglied des Reichstags.
Als Generalgouverneur residierte er mit Prunk und Pomp im einstigen
Königsschloss zu Krakau. Kritische Zeitgenossen sahen in ihm schon
frühzeitig einen "größenwahnsinnigen Pascha" (so Ulrich
von Hassell), bald darauf den "Schlächter von Polen" und
einen politischen Verbrecher erster Klasse. Die Rede ist von Hans
Frank (1900-1946), Hitlers Statthalter im besetzten Polen. Nach den
immer noch lesenswerten biographischen Kurzporträts von Joachim C.
Fest (in: Das Gesicht des Dritten Reiches) und Christoph Kleßmann
(in: Die braune Elite) liegt nunmehr eine …
24.09.2007
Ein furchtbarer Jurist
Das Schreckensregiment des Kriegsverbrechers Hans Frank
Er war ein betrügerischer Winkeladvokat, stieg früh zum Parteijuristen auf, wurde Justizminister in Bayern, Gleichschaltungskommissar für das Justizwesen, Reichsminister, Multifunktionär und schließlich Generalgouverneur im besetzten, aber nicht annektierten Teil Polens, dem sogenannten Generalgouvernement. Gleichzeitig war er ein guter Pianist, Opern- und Literaturkenner, begabter Schachspieler, Gourmet, Liebhaber vieler Frauen und verstand sich als „Kulturmensch”. All das war Hans Frank, der im ersten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess zu Tode verurteilt und 1946 gehängt wurde. Die gut recherchierte und gut geschriebene Biographie stammt von Dieter Schenk, einem pensionierten Kriminalbeamten.
Dass die Person Franks – nicht sein Wirken in der Partei und im Generalgouvernement – so spät in den Blick kommt, ist erstaunlich. Der äußerst eitle Politiker und Offizier hinterließ ein ausführliches „Diensttagebuch”, das den Zeitraum seiner Tätigkeit in Polen von 1939 bis 1945 akribisch beschreibt. Die 40 Bände umfassen 11 367 Schreibmaschinenseiten, auf denen …
28.09.2006
Etwas enttäuscht zeigt sich Rezensent Michael Wildt von Dieter
Schenks Biografie des NS-Juristen Hans Frank. Dabei hält er das
Werk für durchaus solide, materialreich und gut recherchiert. Für
den klassisch-konventionellen Ansatz der Arbeit, Frank als
Individuum in den Mittelpunkt zu stellen und seinen Lebensweg von
Geburt bis zum Tod abzuhaken, kann er sich allerdings nicht
erwärmen. Zwar erfährt man dabei zahlreiche Einzelheiten über das
brutale Schalten und Walten Franks als Hitlers Generalgouverneur in
Polen. Für Wildt bleibt der Autor mit seinem Werk aber hinter den
Möglichkeiten moderner biografischer Studien zurück. Fruchtbarer
wäre es seines Erachtens gewesen, wenn Schenk die Karriere Franks
exemplarisch untersucht und sie etwa mit der Carl Schmitts
verglichen hätte.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Dieter Schenk"
Dieter Schenk, geb. 1937, war als Kriminaldirektor im Bundeskriminalamt jahrelanger Berater des Auswärtigen Amtes in Fragen der Sicherheit des diplomatischen Dienstes im Ausland; 1989 schied er auf eigenen Antrag aus dem Polizeidiest aus. Bekannt wurde er durch den Tatsachenroman "BKA - Die Reise nach Beirut". Für sein Buch "Die Post von Danzig - Geschichte eines deutschen Justizmordes" wurde er in Polen und in Deutschland mit Auszeichnungen geehrt. Seit 1998 ist Dieter Schenk Honorarprofessor der Universität Lodz mit einem Lehrauftrag für Geschichte des Nationalsozialismus.
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