Joachim C. Fest zeichnet in seinen psychologisch-biographisch
angelegten Porträts der Führungsclique des Dritten Reiches ein
kenntnis- und detailreiches Bild des Nationalsozialismus, das alle
wesentlichen Züge dieses totalitären Herrschaftssystems aufdeckt.
Fests psychologisch-biographisch angelegte Porträts der führenden
Figuren des 'Dritten Reiches' sind längst zum Standardwerk
geworden. Das Buch beabsichtigt nicht die umfassende, systematische
Erläuterung von Herrschaftsstrukturen; vielmehr zielt es, ausgehend
vom individuellen Hintergrund, auf die Exponeneten des
nationalsozialistischen Deutschland, geht jedoch in zwei Richtungen
über eine reine Geschichte der Personen hinaus: Immer nämlich sind
diese Personen ja auch Repräsentanten ihrer sozialen Herkunft, der
Motive, Affekte und Verhaltensweisender sozialen Schicht, der sie
entstammen; zum anderen stehen sie für einen bestimmten Bereich der
Politik des Nationalsozialismus. Fest ergänzt seine Darstellung
durch Gruppenporträts über das Offizierskorps, über die
Intellektuellen und die Rolle der Frauen im Dritten Reich. Damit
entsteht ein ebenso weites wie detailreiches Bild des
Nationalsozialismus, das alle wesentlichen Züge dieses totalitären
Herrschaftsgebildes umfaßt.
Joachim Fest - Publizist und Historiker - geboren 1926 in Berlin, studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Ab 1963 war er Chefredakteur des Fernsehens beim NDR und veröffentlichte eine Studie über die Führungsfiguren der NS-Herrschaft. Von 1973 bis 1993 war er als Herausgeber der "FAZ" tätig. 2006 erhielt Joachim Fest den Henri Nannen Preis für sein Lebenswerk und starb in Kronberg im Taunus.
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