Adolf Eichmann - Cesarani, David

David Cesarani 

Adolf Eichmann

Bürokrat und Massenmörder. Biographie

Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt
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Adolf Eichmann

Adolf Eichmann gilt weltweit als Symbolfigur des nationalsozialistischen Judenmords. Der britische Historiker David Cesarani hat mit seinem Buch die erste große fundierte Biographie vorgelegt. In seinem Werk gibt Cesarani Antwort auf die immer wieder gestellte Frage, was "ganznormale" NS-Bürokraten zu Massenmördern werden ließ.


Produktinformation

  • Verlag: List Tb.
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 608 S.
  • Seitenzahl: 606
  • List Taschenbücher Nr.61085
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 125mm x 35mm
  • Gewicht: 520g
  • ISBN-13: 9783548610856
  • ISBN-10: 3548610854
  • Best.Nr.: 33385113
"In seiner umfassenden Biographie rückt Cesarani eine Reihe von Fehldeutungen zurecht " FAZ "Bereits in der Einführung seines zupackend geschriebenen Buches entlarvt Cesarani vieles von dem, was wir sicher zu wissen glaubten, als Mythos " Bayerischer Rundfunk "Cesarani ist es gelungen, was lange erwartet wurde: eine Biografie, die die alten Stereotypen hinter sich lässt und eine Interpretation dieser Figur im Licht der neueren Forschung vorlegt."Die Zeit

»In seiner umfassenden Biographie rückt Cesarani eine Reihe von Fehldeutungen zurecht ...« FAZ »Bereits in der Einführung seines zupackend geschriebenen Buches entlarvt Cesarani vieles von dem, was wir sicher zu wissen glaubten, als Mythos...« Bayerischer Rundfunk      »Cesarani ist es gelungen, was lange erwartet wurde: eine Biografie, die die alten Stereotypen hinter sich lässt und eine Interpretation dieser Figur im Licht der neueren Forschung vorlegt.«Die Zeit

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.06.2005

Ein Manager der Vernichtung
David Cesarani rückt Fehlurteile über Adolf Eichmann zurecht

David Cesarani: Adolf Eichmann. Bürokrat und Massenmörder. Übersetzt von Klaus-Dieter Schmidt. Propyläen Verlag, Berlin 2004. 606 Seiten, 26,- [Euro].

Sein Name war 1945 nahezu unbekannt, tauchte in den Verhören von Nürnberg allenfalls am Rande auf und war fünfzehn Jahre später gänzlich vergessen: Adolf Eichmann. Erst durch seine spektakuläre Entführung aus Argentinien, den Prozeß in Jerusalem in Verbindung mit der Reportage von Hannah Arendt wurde er 1960/61 zu einer Symbolfigur des "Dritten Reiches" und des Völkermordes an den europäischen Juden - und ist das bis heute geblieben. Um so erstaunlicher, daß erst jetzt, über vierzig Jahre nach seiner Hinrichtung, eine umfassende Biographie vorliegt. David Cesarani rückt eine Reihe von Fehldeutungen zurecht: Eichmann war kein reiner Schreibtischtäter. Er war nicht ein "einfaches Rädchen" in der Maschinerie des Todes, sondern als Komplize massiv an der "Endlösung" beteiligt. Und: Er war kein reiner Technokrat der Vernichtung, sondern von handfesten antisemitischen Impulsen und …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Biografie Adolf Eichmanns habe es bislang trotz zahlreicher Veröffentlichungen nicht gegeben, informiert uns Bettina Stangneth. Diese Lücke hat nun der britische Historiker David Cesarani geschlossen, und gerade weil es durchaus ein öffentliches Bild Eichmanns als NS-Mann und Massenmörder gebe, beschäftige sich der Historiker im zweiten Teil seines Buches auch mit diesem Aspekt, berichtet Stangneth. Der erste Teil widmet sich Eichmanns persönlichem Werdegang, wobei Cesarani dem Bild einer "gestörten Kindheit" keineswegs entsprechen mag, so die Rezensentin, sein NSDAP-Beitritt wäre kein Akt der Rebellion gewesen. Auch mit dem Eichmann-Bild als reinem Schreibtischtäter räume Cesarini auf, denn dessen Arbeit hätte keineswegs aus geordnetem Schreibtischdienst bestanden, sondern vor allem geschicktes Taktieren in einem Wirrwarr von Interessen und Institutionen bedeutet. Etwas enttäuscht äußert sich Stangneth über den zweiten Teil des Buches, der ihres Erachtens den Blick auf den Menschen Eichmann scheut. Sie widerspricht dem Verfasser in seiner Ansicht, nicht in der Person Eichmanns, sondern in den Ideen, von denen er besessen gewesen sei, läge der Schlüssel zum Verständnis von Eichmanns Tun. Wer eine Eichmann-Biografie schreibt und dabei zeigen will, dass er sich nicht etwa "durch einen psychischen Defekt von uns unterscheidet", der kann sich ein Wegsehen nicht leisten, schließt sie.

© Perlentaucher Medien GmbH
David Cesarani, geboren 1956, langjähriger Leiter des renommierten Institute of Contemporary History and Wiener Library, London, seit 1996 Professor für Zeitgeschichte und moderne jüdische Geschichte an der Universität Southhampton. Buchveröffentlichungen zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust.

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