Adam von Trott zu Solz - Trott zu Solz, Clarita von

Clarita von Trott zu Solz 

Adam von Trott zu Solz

Eine Lebensbeschreibung

Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,80
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Adam von Trott zu Solz

Clarita von Trott zu Solz, Witwe des 1909 geborenen und 1944 hingerichteten Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz, hat 1958 eine Fülle hinterlassener Briefe, Notizbücher, Aufsätze und Manuskripte ihres Mannes sowie zahlreiche Zeugnisse aus seinem großen internationalen Freundeskreis gesichtet und in einer "Materialsammlung" zusammengefasst und kommentiert. Keines der im vergangenen halben Jahrhundert erschienenen Bücher zur Rolle von Adam von Trott im Kreisauer Kreis und in der Außenpolitik des Widerstandes ist ohne dieses Werk ausgekommen. 1994 wurde es zum ersten Mal veröffentlicht, um das außergewöhnliche Denken und Wirken dieses hervorragenden Zeitgenossen bekannter und besser verständlich zu machen.
Hundert Jahre nach der Geburt von Adam von Trott und im zweiundneunzigsten Lebensjahr der Autorin wird das Buch neu herausgegeben, erweitert um einen Anhang mit zusätzlichen politischen Schriften und persönlichen Briefstellen Trotts, die weitere Schlaglichter auf sein Denkenund Empfinden werfen.
Trotts Freund Stauffenberg nimmt in der Erinnerung an den deutschen Widerstand national und zunehmend auch international als "Mann der Tat" eine herausragende Stellung ein. Aber Trott, dem anders als Stauffenberg und die meisten Mitverschworenen des 20. Juli schon 1933 bewusst war, in welches Unheil sich Deutschland gestürzt hatte, war, mit seinen begrenzten diplomatischen Mitteln, ebenfalls ein Mann der Tat: Auf jeder Auslandsreise verwirkte er sein Leben im Sinne des Regimes durch "Hoch- und Landesverrat". Äußerlich ist er damit ebenso gescheitert wie Stauffenberg. Doch beide haben zu Deutschlands Zukunftsfähigkeit einen unverlierbaren Beitrag geleistet.


Produktinformation

  • Verlag: Lukas Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 368 S. m. 60 Abb.
  • Seitenzahl: 368
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 172mm x 31mm
  • Gewicht: 865g
  • ISBN-13: 9783867320634
  • ISBN-10: 3867320632
  • Best.Nr.: 26252648

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eine "bewegende" Lebensbeschreibung über den Wiederstandskämpfer Adam von Trott zu Solz, der am 9. August 100 Jahre alt geworden wäre, erblickt Rezensent Rainer Blasius in dieser erstmals 1994 erschienenen Dokumentenauswahl von Clarita von Trott zu Solz, die nun in einer erweiterten Neuausgabe vorliegt. Die Autorin habe dafür Auszüge aus hinterlassenen Briefen, Aufsätzen, Kollegmitschriften und Manuskripten sowie ausgewählte Zeugnisse des Freundeskreises mit "erklärenden Zwischentexten" versehen. Auswahl und Art der Präsentation sagen für Blasius auch einiges aus über die mittlerweile 91 Jahre alte Witwe des Widerstandskämpfers, die seit 50 Jahren beständig am "(außen-)politischen Monument ihres Mannes" arbeite. Zu Blasius' Bedauern fehlt in dem Band eine aufschlussreiche Quelle, nämlich die "Berliner Tagebücher der Marie 'Missie' Wassiltschikow 1940-1945", die für ihn "literarisch und stimmungsmäßig nach wie vor das Eindrucksvollste" enthalten, was bisher über Trott geschrieben worden sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.08.2009

Eines kurzen Lebens Reise in den Ruhm
Adam von Trott zu Solz in einer "lebenswarmen" Biographie und in einer Dokumentenauswahl

Am 9. August wäre Adam von Trott zu Solz 100 Jahre alt geworden. Nur zwei Wochen trennten den Diplomaten von seinem 35. Geburtstag, als ihn die Gestapo am 25. Juli 1944 in seinem Dienstzimmer abholte. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde ihm das Fahrtenbuch von Stauffenbergs Fahrer zum Verhängnis. Das Auswärtige Amt stieß den Legationsrat am 14. August aus dem Beamtenverhältnis. Am folgenden Tag stand er mit seinem Vorgesetzten und Mitverschwörer Hans-Bernd von Haeften, der ihn mit dem "Kreisauer Kreis" in Verbindung gebracht hatte, vor dem Volksgerichtshof, vor Hitlers brüllendem Blutrichter Roland Freisler. Am 26. August vollstreckte der Henker in Plötzensee das Todesurteil.

Bücher und Aufsätze über Trott gibt es reichlich - vor allem in der angelsächsischen Welt, der sich der Diplomat durch Verwandte mütterlicherseits, mehrere Studienaufenthalte, viele Reisen und freundschaftliche Verhältnisse eng verbunden fühlte. Nach 1945 sank in Großbritannien vorübergehend der Stern des …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.09.2009

Held ohne Heldenverehrung
Das Gedenken an den Widerstand gegen das Nazi-Regime ist Teil der deutschen Staatsräson. Bundeswehrrekruten werden auf das Erbe des Attentats vom 20. Juli 1944 vereidigt. Das war in der (west-)deutschen Nachkriegsgesellschaft nicht immer so. Als Clarita von Trott zu Solz 1958 zum ersten Mal ihre Erinnerungen an ihren von den Nazis gehängten Mann Adam vornehmlich in einem privaten Kreis in einer kleinen Auflage verteilte, war die öffentliche Stimmung keineswegs eindeutig auf ihrer Seite. Und es gab auch noch jede Menge Alt-Nazis auf allen staatlichen Ebenen. In den angelsächsischen Ländern hielten sich hartnäckig Vorbehalte gegen den Diplomaten Adam von Trott zu Solz bis hin zu dem Verdacht, er sei ein nicht ganz glaubwürdiger Doppelagent gewesen.
In diesem von Nichtwissen, Verdächtigungen und Ressentiments geprägten Umfeld publizierte die Autorin ihre Erinnerungen an das Leben von Adam Trott zu Solz. Dass wir heute ein so genaues Wissen über die Leben dieses integren antinazistischen Diplomaten besitzen, ist nicht zuletzt auch dem schon so frühzeitig nach dem Krieg von Clarita von Trott zu Solz niedergeschriebenen Porträt ihres …

Weiter lesen

Ein Marktplatz-Angebot für "Adam von Trott zu Solz" für EUR 25,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
25,00 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Kreditkarte, Lastschrift, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Bergische Bücherstube 99,3% ansehen