Was in zwei Koffer paßt, 2 Audio-CDs - Peters, Veronika
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Veronika Peters 

Was in zwei Koffer paßt, 2 Audio-CDs

Sprecherin: Doris Wolters
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Was in zwei Koffer paßt, 2 Audio-CDs

Mit 21 Jahren faßt Veronika Peters einen ungewöhnlichen Entschluß: Sie packt zwei Koffer und geht ins Kloster. In den folgenden zwölf Jahren lebt sie erst als Novizin, später als Nonne. Bis sie eines Tages in der Klosterbuchhandlung den Mann ihres Lebens kennenlernt und aufs Neue die Koffer packt


Produktinformation

  • Verlag: Audiobuch
  • ISBN-13: 9783899642612
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3899642619
  • Best.Nr.: 22804893
  • Laufzeit: 154 Min.
"Ein Geschenk des Himmels." Stern<br/><br/>"Veronika Peters trifft mit ihrem Bestseller "Was in zwei Koffer passt" den Nerv der Zeit. Himmlisch unabhängig." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung<br/><br/>"Die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche. Wie soll man leben? Woran glauben? Darum geht es. Und das Erwachsenwerden. Das Buch ist weder belehrend, noch tragisch." Berliner Zeitung online<br/><br/>"Veronika Peters gewährt einen faszinierenden Blick in ein unbekanntes Universum - die Welt eines benediktinerischen Klosters." Augsburger Allgemeine<br/><br/>"Selten hat die Geschichte einer Nonne so viel von sich reden gemacht wie die Geschichte von Veronika Peters." Tagespost<br/><br/>"Ich wollte einfach meinen Weg gehen." Leipziger Volkszeitung und Lokales Delitzsch - Eilenburg<br/><br/>"'Was in zwei Koffer passt' ist keine Werbebroschüre für Benediktinerinnen geworden, eine Abrechnung mit dem Kloster aber auch nicht. Es ist ein Abenteuerbuch, das virtuos die Zeiten überbrückt und für einen Erstling beeindruckend gut geschrieben ist. Der Bericht eines existenziellen Experiments, einer Suchbewegung. Ein Buch des Lernens. Eine Reportage aus dem Innern eines ansonsten abgeschlossenen menschlichen Mikrokosmos." Die Welt<br/><br/>"Veronika Peters ist eine Suchende. Sie hat Hunger auf das Leben. Zufrieden zurücklehnen? Interessiert sie nicht. Ihre ungewöhnliche Lebens- und Liebesgeschichte hat sie aufgeschrieben und als Buch veröffentlicht." Myself<br/><br/>"Was sie denkt und erzählt, klingt sehr ehrlich. Es ist keineswegs eine Abrechnung mit der Kirche, sondern eine kritische, offene Auseinandersetzung, in der Bewunderung schwingt." Schwäbische Zeitung<br/><br/>"In 'Was in zwei Koffer passt' erzählt sie lakonisch und offen von den Licht- und Schattenseiten des klösterlichen Lebens - von den inneren und äußeren Konflikten, die sie zu bewältigen hat, und von den Herausforderungen, die ein Leben als Nonne mit sich bringt." Hessisch Niedersächsische Allgemeine<br/><br/>"Was diese Geschichte spannend, ja anrührend macht, ist die unbefangene Art, mit der Veronika Peters ihre Erfahrungen beschreibt. Da ist die Sinnsuche, die Selbsterfahrung, der tastende Umgang mit den noch fremden Ritualen. Da sind Glaubenszweifel, Abwehr gegen die strengen Regeln des Zusammenlebens. Aber da sind auch Komik im Detail, treffende Charakterschilderung und Sprachwitz. Peters räumt mit gängigen Vorurteilen auf." HNA<br/><br/>"Ein Romandebüt, das kein religiöses Traktat ist, sondern ein sehr lesbares, spannendes Buch über die innere Entwicklung einer Frau, die mit offenen Augen ihre eigenen Möglichkeiten ausprobiert." Hessischen Allgemeinen<br/><br/>"Es ist ein spannendes, ehrliches, auch selbstironisches Buch, das überrascht und mit vielen Klischees aufräumt." Sächsischen Zeitung<br/><br/>"Ihr Buch ist ein nachdenkliches, manchmal lakonisches, manchmal humorvolles, sehr ehrliches Buch - ein stilles Meisterwerk." bücher<br/><br/>"Die Geschichte klingt ganz schön durchgeknallt. Da kündigt eine 21-jährige ihren Job, löst die Wohnung auf, packt ihre Siebensachen und geht ins Kloster, wo sie nach vielen Jahren nicht etwa göttliche Erleuchtung findet - sondern den Mann fürs Leben." Stern<br/><br/>"Sinnsuche. Diskrete Enthüllung. Jenseits der Stille beschreibt Peters auch rustikale Klostermomente: Gärtnern, Faschingsgelage und den ein oder anderen Streit." Focus<br/><br/>"FAZ-Rezensent Hintermeier sieht in Peters' autobiografischem Buch einen schnörkellos erzählten 'authentischen Klosterkrimi', der die Balance zwischen Selbsterforschung und Selbstschutz halte." Buchreport.express<br/><br/>"Ein authentischer Bericht über das Leben hinter Klostermauern." börsenblatt SPEZIAL<br/><br/>"Es ist ein erstaunliches Buch, das seine Spannungskurve behält, gerade weil man glaubt, sein Ende zu kennen." FAZ<br/><br/>"Veronika Peters' erfahrungsgesättigter Roman ist weder Hymnus noch Abgesang auf das Klosterleben. Vielmehr erzählt er ohne Pathos von den Fallstricken, aber auch der Leuchtkraft mönchischen Lebens und Handelns aus christlichem Glauben." 3sat Kulturzeit<br/><br/>"Veronika Peters hat ein ganz besonderes Buch geschrieben über fast zwölf Jahre im Kloster und ihr Leben danach. Über Treue zum eigenen Lebensweg - und das Glück, das man ebensowenig verpassen darf wie diese wahre Geschichte." BRIGITTE<br/><br/>"Veronika Peters war 12 Jahre Nonne in einem Benediktinerinnenkloster. Über diese Erfahrung hat sie ein lesenswertes, fast diskretes Buch geschrieben, das frei ist von allen Abgeschmacktheiten, die so eine 'Ich-war-eine-Nonne'-Enthüllungsgeschichte haben könnte." ARD<br/><br/>"Ein ehrliches, anrührendes Buch." Berliner Morgenpost<br/><br/>"Frei von allen Abgeschmacktheiten, die so eine 'Ich-war-eine-Nonne'-Enthüllungsgeschichte haben könnte." ARD<br/><br/>"Veronika Peters hat ein unterhaltsames, gut lesbares Buch verfasst, nicht ohne Witz und Esprit. Es räumt auf mit Nonnenklischees, lässt teilhaben an positiven und negativen Erfahrungen, Fragen und Skepsis. Keine Beichte, schon gar keine Abrechnung mit Zorn im Blick zurück. Vielmehr zeugt die autobiografische Skizze von Zuneigung und Respekt gegenüber den Benediktinerinnen - und von einer letzten inneren Instanz. "Gescheitert? Nein, weitergegangen", lautet das Resümee der Ex-Nonne." dradio.de<br/><br/>"Was passiert, wenn ich auf alle Arten der Zerstreuung verzichte: kein Radio, kein Fernsehen, kein Telefon? Werde ich verrückt, oder finde ich etwas heraus?" Veronika Peters<br/><br/>"Ein bemerkenswertes Buch über eine und fremde, mitunter bizarre und doch gleichzeitig faszinierende Welt." WAZ<br/><br/>"Der neue Mut zur ganzen Wahrheit: Immer mehr Buchbiografien fesseln mit radikaler Ehrlichkeit." Cosmopolitan<br/><br/>"Veronika Peters hat ein unterhaltsames, gut lesbares Buch verfasst, das nicht ohne Witz und Esprit daher kommt. Es räumt auf mit üblichen Nonnenklischees, lässt teilhaben an Erfahrungen, Fragen und Skepsis." Deutschlandradio Kultur<br/><br/>"Es ist wohl eines der schönsten autobiographischen Bücher dieses Frühjahrs. So genau, mit soviel Zuneigung und Humor hat man das Klosterleben in unserer Zeit noch nie beschrieben". Schaumburger Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.03.2007

Die Geschichte einer Nonne
Eingeholt von der Zeit, als sie den Schleier nahm: Veronika Peters erzählt in dem Buch "Was in zwei Koffer passt" vom Klosterleben und ihrer Flucht

Warum tut eine das? Das ist die Kinderfrage, mit der man unwillkürlich dieses Buch aufschlägt. Eine einundzwanzigjährige Frau beschließt, ins Kloster zu gehen, zu den Benediktinerinnen. Sie hat keine gute Jugend hinter sich, aus dem Elternhaus riss sie mit fünfzehn aus, um ihrem Vater, einem "cholerischen Alkoholiker", zu entkommen. Nach einer Ausbildung zur Erzieherin war sie in einem psychiatrischen Jugendheim beschäftigt. Mit achtzehn lernt sie den katholischen Ritus kenne, fühlt sich - so, wie sie Kirchen als Schutzraum immer schon mochte - davon angezogen und nimmt den katholischen Glauben an. Dann kommt jener Tag im Jahr 1987, an dem sie ihre Habseligkeiten packt und zum Kloster fährt, das sie schon gelegentlich besucht hatte. "Mit Abschieden habe ich mich nie lange aufgehalten" - so beginnt sie ihren Bericht "Was in zwei Koffer passt", der soeben bei Goldmann erschienen ist. Das Umschlagbild zeigt eine sehr eigenwillige Frau mit einem Blick wie ein …

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"Das Buch offeriert einfach alles, was man sich wünscht: Es ist spannend wie ein Abenteuer-Schmöker, unterhaltsam wie ein Liebesroman, interessant wie ein Sachbuch." (Stern)

"Veronika Peters gewährt einen faszinierenden Blick in ein unbekanntes Universum - die Welt eines benediktinerischen Klosters."
Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verlebte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Sie verließ früh ihr Elternhaus, absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 ins Kloster eintrat. Heute lebt Veronika Peters mit ihrer Familie in Berlin.

Leseprobe zu "Was in zwei Koffer paßt, 2 Audio-CDs"

Mit Abschieden habe ich mich nie lange aufgehalten.

Gerade mal einundzwanzig Jahre alt, werfe ich zwei Koffer in meinen alten Käfer und mache mich auf den Weg. "Muß das unbedingt sein?"

Meine Freundin Lina steht am Straßenrand und weint, als ginge ich in den sicheren Tod. Auf der Fahrt denke ich, daß sie recht hat, ich muß völlig verrückt sein, mich auf so etwas einzulassen.

Warum wirft eine wie ich, die mit fünfzehn das von einem cholerischen Alkoholiker beherrschte Elternhaus verläßt und sich fortan allein durchschlägt, zu dem Zeitpunkt, als sie mit Job, Auto und Wohnung einen nach bürgerlichen Maßstäben geregelten Alltag zu führen beginnt, alles hin, um die merkwürdigste Art gemeinschaftlichen Lebens zu versuchen, von der sie je gehört hat?

"Soll ich deine Sachen für dich einlagern, falls du sie wieder brauchst?" fragt Stefan an unserem letzten Abend.

"Keine Rückversicherung, keine Altlasten."

"Tu, was du nicht lassen kannst, Mädchen. Ruf an, wenn ich dich abholen soll."

Lina wird denen, die nach mir fragen, Auskunft geben.

Der Versuchung widerstehend, noch eine letzte Beruhigungszigarette zu rauchen, werfe ich das halbvolle Päckchen aus dem Fenster und bin lange vor der vereinbarten Zeit an der Stelle, wo sich rechts eine schmale Straße, nicht mehr als ein asphaltierter Feldweg, in Richtung Kloster windet. Hinter hochgewachsenen Pappeln tauchen bald die roten Dächer von Gästehaus und Ostflügel auf, überragt vom schiefergedeckten Kirchendach, auf dem ein kleiner Dachreiter die Glocken beherbergt. "Zisterziensische Bautradition", erinnere ich mich im Prospekt gelesen zu haben und schalte das Radio aus, wo eine gutgelaunte Sprecherin dabei ist, Empfehlungen für Jazzveranstaltungen am Wochenende auszusprechen.

Neben der Einfahrt steht in großen handgeschmiedeten Lettern "Benedicite!" - Seid gesegnet! "Wollen wir's hoffen", murmle ich vor mich hin, während ich mein Auto unter die alte Kastanie lenke, an der ein verbeultes Schild "Parken auf eigene Gefahr" angebracht ist.

Soll ich eine Stunde spazierengehen, zurück ins Dorf fahren, doch noch eine Packung Gitanes kaufen? Was soll's, ich klingle an der Klosterpforte.

Nachdem Schwester Placida mir erklärt hat, daß sie mich von jetzt an konsequent siezen wird, weil das innerhalb der Gemeinschaft so üblich ist, drückt sie mir einen Becher Kaffee in die Hand und sagt: "Mit dem engen Rock wirst du dich bei der Kniebeuge ganz schön auf die Nase legen, wenn du nicht aufpaßt." Sie betreut das Gästehaus und kennt mich, seit ich das erste Mal für ein Wochenende herkam, um mir das Kloster anzusehen.

"Ich habe gewußt, daß du eines Tages zu uns gehören wirst." "Ich nicht", will ich gerade sagen, als sie nach dem Telefonhörer greift.

"Schwester Hildegard kommt gleich; sie bringt dich in deine Zelle im Haus der Novizen."

Sie sagen tatsächlich "Zelle"; ich hätte doch noch eine rauchen sollen.

Hildegard, die ich für eine harmlose Person gehalten habe, bis sie "von heute an bin ich als Magistra für Sie zuständig" sagt, klappert mit dem Schlüsselbund, winkt mir, ihr zu folgen, und ich bin drin.

Die Klausur, der abgeschlossene, nur für die Nonnen zugängliche Bereich, verbirgt sich hinter einer schlichten Tür aus gemustertem Glas, nicht unähnlich der, die Linas Oma immer scheppernd hinter sich zuschlägt, wenn sie sich geärgert hat.

"Schwester Antonia wird Ihnen am Nachmittag das Haus und den Garten zeigen. Wir holen erst einmal den Rest Ihres Gepäcks."

Sie sieht mich ungläubig an, als ich ihr zu verstehen gebe, daß es keinen Rest gibt, weil ich "nur das Notwendigste" wörtlich genommen habe.

"Löblich", murmelt sie im Weitergehen, "es gab welche, die sind mit dem Möbelwagen hier angekommen."

Ich verkneife mir die Bemerkung, daß es mich beruhigt, meine Sachen in kurzer Zeit zusammenraffen und verschwinden zu können.

Meine "Zelle" stellt sich als freundliches kleines Zimmer unter dem Dach heraus: schöner alter Holzfußboden, Bett, Schrank, Schreibtisch und Blick über die Wiesen des benachbarten Reiterhofs. Jemand hat eine Vase mit bunten Sommerblumen hin gestellt.

"Sie beginnen heute Ihre Probe- und Ausbildungszeit, um gemeinsam mit uns herauszufinden, ob ein Leben als Benediktinerin in dieser Abtei Ihre Berufung ist", beginnt Hildegard mit ernster Miene zu deklamieren. "Zunächst werden Sie als Postulantin in Zivilkleidung unseren Alltag teilen, am Unterricht der Novizinnen teilnehmen, sich in unsere Lebensweise einüben. Wenn Sie und die Gemeinschaft nach einem halben Jahr der Meinung sind, daß Sie Ihren Weg bei uns fortsetzen sollten, können Sie das Gewand der Benediktinerin mit dem weißen Schleier der Novizin erhalten. Nach weiteren zwei Jahren wird die Gemeinschaft darüber abstimmen, ob Sie zu den einfachen Gelübden, mit denen Sie sich für drei Jahre an unsere Gemeinschaft binden, zugelassen werden. Eine vollgültige Aufnahme mit allen Rechten und Pflichten kann also frühestens nach fünfeinhalb Jahren erfolgen. Prüfen Sie sich gut; wir werden es auch tun. In einer halben Stunde hole ich Sie zur Mittagshore ab."

Ich nicke beeindruckt und frage mich, ob ich nicht doch erst um den unverbindlichen Probeaufenthalt von drei Wochen hätte bitten sollen.

Das helle Läuten einer kleinen Glocke erinnert daran, zur Gebetszeit aufzubrechen, die in zehn Minuten stattfindet. Als ich die Tür öffne, steht Hildegard davor. "Ich habe gesagt, daß ich Sie abhole."

Langsam beginne ich mich darauf zu freuen, ohne Begleitung durch das Kloster zu streifen. Als wir dann durch Türen und Flure laufen, die für mich alle gleich aussehen, bin ich froh, daß mir jemand den Weg weist.

Wir durchqueren die der Kirche zugewandte Seite des Kreuzgangs, steigen eine schmale Treppe hinauf und lassen zwei ältere Nonnen, die uns freundlich zunicken, vor uns ins "Herz des Klosters" gehen, wie Priorin Germana es genannt hat.

Ich kannte das bislang nur aus der Perspektive der Gästekapelle. Der sogenannte "Nonnenchor" bildet innerhalb der Kirche einen Raum für sich, der seitens der Besucher vom anderen Ende des L-förmig angelegten Baus nur mit Mühe eingesehen werden kann, wenn man sich in den vorderen Reihen plaziert. Ich habe meistens hinten gesessen. Schon bei meinem ersten Besuch hatte ich plötzlich den verwirrenden Wunsch, einmal in das gesammelte Schwarz-Weiß auf der Seite jenseits des Gitters einzutauchen und darin unterzugehen. Die eigene Person mit ihren Nöten und Schwächen würde klein und unwichtig werden, stellte ich mir vor, angesichts der Größe und Erhabenheit des nur dem Geistigen dienenden Ortes und der alle Unterschiede auslöschenden Einheit des auf- und abklingenden Psalmengesangs. Ein paarmal bin ich morgens die hundert zwanzig Kilometer über die Autobahn hin- und wieder zurückgerast, nur um mich vor dem Mittagsdienst für eine knappe Stunde diesen Gesängen zu überlassen.

Als ich jetzt die knarrende Schwelle überschreite, nehme ich mir vor, meine Unsicherheit draußen zu lassen, es zu genießen, als säße ich noch immer allein in der letzten Kirchenbank, bis mir einfällt, daß ich nicht mehr daran gedacht habe, Placidas Rat entsprechend, einen anderen Rock anzuziehen. Hildegard nimmt mich am Arm und führt mich zu einem freien Platz am unteren Ende des mit einfachen Ornamenten verzierten Chorgestühls, das sich allmählich mit Schwestern füllt.

Das Klopfzeichen ertönt, ein heller Sopran stimmt den Ton an, alle stehen auf. "Zum Altar wenden", zischt es neben mir, und wenige Sekunden später: "Verneigen!"

Warum habe ich mich nicht vorher einweisen lassen? Auf der gegenüberliegenden Seite winkt mir jemand mit einer Handbewegung zu, die sich als "halb so wild" deuten ließe. Darf die das? Ich traue mich nicht zurückzugrinsen.

"Du aller Dinge Kraft und Grund,

der unbewegt stets in sich ruht ..."Der Hymnus ist schön. Jemand drückt mir ein aufgeschlagenes Buch in die Hand. Soll ich mitsingen? Während ich noch die entsprechende Stelle suche, flüstert mir meine Hinterfrau ins Ohr: "Setzen!"

Trackliste zu "Was in zwei Koffer paßt, 2 Audio-CDs" von Doris Wolters


CD 1
1 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:09
2 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 06:04
3 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 08:38
4 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 09:37
5 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:36
6 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:48
7 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:17
8 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 10:13
9 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 06:11
10 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:41

CD 2
1 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 06:41
2 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 08:22
3 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 05:55
4 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 08:31
5 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 08:03
6 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:55
7 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 07:16
8 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 09:07
9 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 08:10
10 Was in zwei Koffer paßt - Klosterjahre 05:30

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