Leseprobe zu "BilMoG Kompakt" von Klaus Hahn
Vorwort:
Vorwort zur 3. Auflage
Die Gesetzesänderungen im BilMoG sind sehr vielschichtig und umfassend. Das Buch soll einen leichten und schnellen, aber dennoch fundierten Zugang zu den Neuregelungen ermöglichen. Damit der Leser den Fokus gezielt auf die für ihn relevanten Themen ausrichten kann, werden diese nicht in der Reihenfolge der einzelnen Paragrafen der Gesetze behandelt, sondern nach Sachthemen.
Zu diesem Zweck werden zunächst die generellen Änderungen, die losgelöst von einzelnen Bilanzposten sind, aufgezeigt. Dabei wird in gravierende Gesetzesänderungen und Änderungen, die nur der Klarstellung bzw. Konkretisierung dienen, unterschieden. Danach werden durch systematische Gegenüberstellungen des bisherigen und des neuen Rechts die Änderungen bei den einzelnen Bilanzposten im Einzel- und Konzernabschluss detailliert aufgezeigt. Dabei wird ebenfalls entsprechend der Bedeutung der Änderungen unterteilt in gravierende Gesetzesänderungen und Änderungen, die spezifische Einzelregelungen beinhalten. Um die Tragweite der Umstellungen vollständig aufzuzeigen, werden bei der Darstellung der einzelnen Bilanzposten auch die Ausweisvorschriften, die Übergangsregelungen sowie die Unterschiede zum deutschen Steuerbilanzrecht und zu den IFRS mit einbezogen. Darüber hinaus werden die neuen Offenlegungsvorschriften im Anhang und Lagebericht sowie die neu geregelten Themengebiete der Corporate Governance und der Abschlussprüfung beschrieben. In einem Schlusskapitel wird gezeigt, welche Änderungen das bilanzpolitische Instrumentarium der Unternehmen durch das BilMoG erfährt. Synoptische Darstellungen runden einzelne Kapitel ab.
Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise hat sich die Verabschiedung des Gesetzes mehrfach verzögert. Im Vergleich zum ursprünglichen Regierungsentwurf ergaben sich vor allem Änderungen im Umfang der zulässigen Zeitwertbewertung. In der Summe verbleibt aber nach wie vor ein umfassendes Reformwerk, welches insbesondere zu einer Erhöhung des Informationsgehalts der HGB-Abschlüsse führt und die größte Reform des deutschen Bilanzrechts seit 25 Jahren beinhaltet. Soweit im Rahmen des Buches auf die Gesetzesbegründung verwiesen wird, bezieht sich diese, wenn nichts anderes angegeben ist, auf die Begründung der Bundesregierung zum Regierungsentwurf vom 21.05.2008.
Um die bisherigen und die neuen Rechtsvorschriften voneinander abzugrenzen, wurden die neuen Gesetzesvorschriften mit dem Zusatz n.F. (neue Fassung) versehen.
Die Fertigstellung der 1. Auflage dieses Buches unmittelbar nach der Verabschiedung des BilMoG wäre nicht möglich gewesen ohne vielfältige Unterstützung im beruflichen und privaten Bereich. Besonders bedanken möchte ich mich für inhaltliche Anregungen bei Herrn Jens Dohmen und Herrn Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Hopffer sowie für die Durchsicht des Manuskripts bei Frau Simone Geyer, Frau Dipl.rer.com. Yvonne Langheld und Herrn Dipl.-Kfm. Julian Hahn.
Die 2. Auflage wurde durchgängig redaktionell überarbeitet. Darüber hinaus wurden aktuelle Diskussionspunkte aus der Literatur und Praxis aufgenommen, so z.B. die Frage des Netto- oder Bruttoausweises der Rückstellungszuführungen in der GuV. Im Rahmen der Umstellungsprojekte auf das BilMoG spielen die Anpassungsbuchungen eine zentrale Rolle. Die 2. Auflage enthält daher hierzu zwei neue Anhänge. In Kapitel 8.2 werden die spezifischen gesetzlichen Übergangsregelungen für einzelne Bilanzposten systematisch aufbereitet. Kapitel 8.3. beinhaltet eine "Checkliste", aus der die Fälle ersichtlich sind, die zu einmaligen Aufwendungen und Erträgen im Umstellungsjahr führen. An der Erstellung der 2. Auflage hat maßgeblich Herr Jens Dohmen mitgewirkt. Ihm gebührt hierfür ein besonderer Dank.
Die 3. Auflage wurde redaktionell überarbeitet und inhaltlich erweitert. Insbesondere wurden aktuelle berufsständische Verlautbarungen und Kommentierungen zum BilMoG berücksichtigt und die konkrete Umsetzung der Vorschriften anhand von Beispielen aus der BilMoG-Bilanzierungspraxis verdeutlicht. Dabei werden auch bilanzpolitische und bilanzanalytische Gestaltungen aufgezeigt. Für die Durchsicht der Erweiterungen gilt mein ausdrücklicher Dank Herrn Jens Dohmen und Herrn Dipl.-Kfm. Julian Hahn.
Anregungen und Anmerkungen zu dem Buch können Sie gerne dem Verfasser per E-Mail (hahn@dhbw-stuttgart.de) zusenden.
Stuttgart, im Juli 2011 Prof. Dr. Klaus Hahn