Mit ihren Ratgebern unterstützen Püttjer & Schnierda seit
Jahren Jobsuchende bei der Erstellung passgenauer
Bewerbungsunterlagen oder bei der gelungenen Selbstpräsentation im
Vorstellungsgespräch. In der neuen Reihe Bewerbung compact bieten
die beiden Profis nun die Essentials ihrer Erfahrung, komplett neu
aufbereitet und mit brandneuen Beispielen versehen und das alles zu
einem günstigen Preis.
Christian Püttjer arbeitet seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Seine Erfahrungen aus Seminaren und Einzelberatungen hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Schnierda, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
Leseprobe zu "Per Telefon zum neuen Job"
Einleitung
Auch im Internetzeitalter ist das Telefon nach wie vor ein wichtiges Kommunikationsmittel. Schließlich lassen sich mit dem Griff zum Telefonhörer viele Dinge beschleunigen. Schnell ist ein Kontakt zu denjenigen hergestellt, die uns weiterhelfen können, und wenn Informationen fehlen, lassen sie sich kurzfristig mit einem Telefonat beschaffen.
Diese Vorteile des Telefons gelten nicht nur im normalen Arbeitsalltag, sondern auch im Bewerbungsverfahren: Es ist möglich, den Erfolg der eigenen Bewerbung zu beschleunigen. Doch leider wird das Telefon als Bewerbungsinstrument immer noch unterschätzt. Viele Bewerberinnen und Bewerber haben eine große Scheu davor, persönlich aufzutreten und sich selbst ins (Telefon-)Gespräch zu bringen - aus unserer Sicht durchaus verständlich, kostet es doch einige Überwindung und auch einiges an Vorarbeit, um sich am Telefon überzeugend zu präsentieren.
Wer unbedarft beim Wunschunternehmen anruft, wird keine Vorteile erzielen können. Im Gegenteil, schlecht vorbereitete und damit zwangsläufig schlecht geführte Telefongespräche führen nach kurzer Zeit ins Aus. Um sich im Bewerbungsverfahren einen echten Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern zu erarbeiten, muss man sich gründlich mit den Regeln des überzeugenden Telefonierens auseinander setzen.
So sollten Sie schon vor einem Anruf geklärt haben, welche Ziele Sie mit dem Telefonat überhaupt verfolgen: - Sie rufen von sich aus beim Wunschunternehmen an, um sich ins Gespräch zu bringen. - Sie informieren sich über ein Unternehmen, um zu prüfen, ob eine Bewerbung für Sie infrage kommt. - Sie reagieren auf eine Stellenanzeige. - Sie wollen gewappnet sein, wenn das Unternehmen bei Ihnen anruft, um einen ersten Bewerber-Check durchzuführen.
Sie merken schon an dieser Stelle: Es gehört einiges dazu, eine Bewerbung telefonisch zu unterstützen. Abgesehen von den Besonderheiten der verschiedenen Bewerbungssituationen müssen Sie auch wissen, was Sie einem neuen Arbeitgeber überhaupt zu bieten haben und natürlich auch, worauf das Unternehmen besonderen Wert legt. Doch das Wissen um die eigenen Stärken genügt noch lange nicht: Sie müssen sie auch am Telefon vermitteln können. Personalentscheider haben meist wenig Zeit. Wer nicht auf den Punkt kommt, wird schnell abgewimmelt werden.
Wir möchten Ihnen in diesem Ratgeber erläutern, wie Sie das Telefon bei Ihrer Bewerbung erfolgreich einsetzen. Sie erfahren, - warum Ihr Anruf für Personalverantwortliche ein erster "Persönlichkeitstest" ist, - wann es sich überhaupt lohnt, bei einer Firma anzurufen, - wie Sie Ihre beruflichen Stärken erkennen und für ein Telefonat aufbereiten können, - wie Sie sich in die richtige Stimmung für ein solches Gespräch bringen, - mit welchen Gesprächsaufhängern Sie starten können, - welche Informationen Sie liefern müssen, - wie Sie die Kommunikation mit geschickten Fragen steuern können, - was Sie mit den neu gewonnenen Informationen anfangen können, - wie Sie reagieren sollten, wenn die Firma bei Ihnen anruft, um ein Telefoninterview zu führen.
Lassen Sie sich von den zahlreichen Tipps und Praxisbeispielen anregen und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Training und Coaching von Bewerberinnen und Bewerbern. Sehen auch Sie das Telefon als Teil Ihrer Bewerbungsstrategie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen sollten, damit Ihre telefonische Bewerbung den gewünschten Erfolg hat!
Liefern Sie Argumente für Ihre Einstellung
Wer seine Stärken im Soft Skill-Bereich erkannt und sich sein Fachwissen erschlossen hat, hält Überzeugungsmaterial für die telefonische Bewerbung in der Hand. Diese persönlichen und fachlichen Stärken müssen nun für Personalverantwortliche nachvollziehbar aufbereitet werden. Vergessen Sie nicht, dass Ihr Ansprechpartner Sie noch nicht bei Ihrer täglichen Arbeit beobachten konnte. Deshalb sollten Sie mit Worten darstellen können, in welchen Bereichen Sie besonders gut sind.
Die von Ihnen herausgefundenen Stärken müssen Sie dem Personalverantwortlichen so schildern, dass er darin Argumente für Ihre Einstellung sehen kann. Dabei ist zu bedenken, dass bei einer telefonischen Bewerbung eine knappe und präzise Argumentation gefragt ist, denn die Aufmerksamkeitsspanne ist bei einem Anruf recht kurz. Sie dürfen deswegen am Telefon keine langatmigen Erzählungen abliefern. Wenn Sie es nicht schaffen, auf den Punkt zu kommen, wird Ihr Zuhörer mit seinen Gedanken nach kurzer Zeit abschweifen oder Sie kurzerhand abwimmeln.
Aus diesen Gründen bietet es sich an, Sätze mit einer hohen Informationsdichte zu formulieren. Sowohl Soft Skills als auch Fachwissen lassen sich prägnant darstellen, ohne dass Sie zu weit ausholen müssen. In beiden Fällen bringt Sie eine möglichst berufsnahe Darstellung weiter.[...]
Leseprobe zu "Per Telefon zum neuen Job"
7 Praxisbeispiele: Wenn der Bewerber zweimal klingelt (S. 72-73)
Ihr Rüstzeug für die telefonische Bewerbung haben Sie sich in den vorangegangenen Kapiteln erarbeitet. Wozu diese anspruchsvolle Vorbereitung dient, werden wir Ihnen nun vor Augen führen. Anhand von misslungenen telefonischen Bewerbungen können Sie erkennen, wie sich Bewerber selbst aus dem Rennen werfen, wenn sie planlos in einer Firma anrufen. Dazu haben wir für sie beispielhafte Telefonate nachgezeichnet, damit Sie die von uns kritisierten Fehler noch einmal geballt auf sich wirken lassen können.
Es ist leicht, sich zu denken »Das könnte mir nicht passieren! « Telefonische Bewerbungen rutschen jedoch schnell in unproduktive Bahnen ab, wenn Bewerber sich nicht ausreichend vorbereitet haben. Auf diese misslungenen Telefonate folgen gelungene telefonische Bewerbungen. In den Positivbeispielen setzen Bewerber ihre Selbstpräsentation bewusst ein, tauschen Argumente mit den Personalverantwortlichen aus und halten das Gespräch mit Fragen in Gang. Auch wenn Ihnen die Gegenüberstellung manchmal ein wenig wie Schwarzweißmalerei vorkommt: Sowohl aus unserer Beratungspraxis als auch aus Gesprächen mit Personalverantwortlichen wissen wir, dass unvorbereitete Bewerber genau die Fehler machen, die wir Ihnen in den Negativbeispielen vorstellen werden. Dagegen sind gut strukturierte telefonische Bewerbungen äußerst selten.
Arbeiten Sie darauf hin, die Tipps und Tricks der überzeugenden telefonischen Bewerbung zu verinnerlichen. Orientieren Sie sich an den Positivbeispielen, und lassen Sie sich die Negativbeispiele eine Warnung sein!
Telefonische Bewerbung auf eine Stellenanzeige
In unserem ersten Negativbeispiel lernen Sie den kaufmännischtechnischen Sachbearbeiter Dirk Könnecke kennen. Herr Könnecke hat in der Wochenendausgabe seiner Tageszeitung eine interessante Stellenanzeige gefunden, in der ein Disponent im Einkauf gesucht wird. In der Stellenausschreibung wird auch dazu aufgefordert, den zuständigen Personalverantwortlichen vorab anzurufen. Diese Aufforderung nimmt Herr Könnecke ernst, leider hat er aber die Vorbereitung auf das Telefonat nicht besonders ernst genommen. Da in der Anzeige aber nun einmal die Durchwahl des Personalreferenten Dennis Klose aufgeführt ist, greift Herr Könnecke zum Hörer. Erleben Sie selbst, wie ihm das Telefonat immer mehr entgleitet. ...
Leseprobe zu "Per Telefon zum neuen Job"
Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Per Telefon zum neuen Job zu blättern!
Inhaltsangabe
Inhalt - Einleitung 8 - Bewerben mit der Püttjer&Schnierda-Profil-Methode 11 1. Telefon: Ihr direkter Draht in die Firma 13 - Was ist eine telefonische Bewerbung? 14 - Wann sollten Sie sich telefonisch bewerben? 16 - Erfahrungen aus der Praxis 18 - Lohnt sich der Aufwand? 21 - Die sieben Todsünden am Telefon 22 2. Persönlichkeitstest am Telefon: - Wie steht es um Ihre Soft Skills? 27 - Was sind Soft Skills? 27 - Soft Skill-Check am Telefon 30 - Überzeugender Erstkontakt 33 3. Stärken erkennen: Sie haben viel zu bieten 35 - Erkennen Sie Ihre Soft Skills 35 - Benennen Sie Ihr Fachwissen 39 - Liefern Sie Argumente für Ihre Einstellung 41 4. Selbstpräsentation: So stellen Sie sich vor 44 - Ihre Visitenkarte durchs Telefon 46 - Kleines Einmaleins der Selbstdarstellung 48 - Passgenauer Zuschnitt 54 - Einsatzmöglichkeiten 56 5. Gesprächsführung: Steuern Sie das Gespräch 59 - Gesprächskiller entschärfen 60 - Richtig fragen 63 6. Startvorbereitungen: - Sorgen Sie für optimale Rahmenbedingungen 66 - Bringen Sie sich mental in Form 66 - Störfaktoren ausräumen 70 7. Praxisbeispiele: Wenn der Bewerber zweimal klingelt 72 - Telefonische Bewerbung auf eine Stellenanzeige 73 - Telefonische Initiativbewerbung 82 8. Passgenau bewerben: - So nutzen Sie die neu gewonnenen Informationen 92 - Fragen Sie sich: Was will das Unternehmen? 92 - Anschreiben und Lebenslauf passgenau ausgestalten 95 - Überzeugend im Vorstellungsgespräch 97 9. Telefoninterview: Die Firma ruft zurück 100 - Misslungenes Telefoninterview 101 - Gelungenes Telefoninterview 107 - Fragen und dahinter stehende Motive 114 - 10. Telefonisch nachfassen: Bleiben Sie am Ball 118 - Bringen Sie sich in Erinnerung 118 - Die richtige Taktik 120 - Werden Sie aktiv! 123 - Register 124 - Wir sind für Sie da 127
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20