Immer weniger Stellen werden ausgeschrieben, immer mehr "unter
der Hand" vergeben. Jeder Bewerber tut deshalb gut daran, von
sich aus auf seinen Wunscharbeitgeber zuzugehen und mit
überzeugenden Unterlagen zu belegen, welche Leistungen er dort
erbringen kann. Die Karriereprofis Püttjer & Schnierda zeigen,
wie der Auftritt mit Eigeninitiative gelingt. Komplett
überarbeitet: jetzt mit neuen Beispielen und Tipps zum richtigen
Networking in Social Networks.
"Zeigt glasklar, woran Bewerber scheitern können, und wann
Initiativbewerbungen überzeugen." -- Agentur für Arbeit
Mit einer Initiativbewerbung gehen Sie aktiv auf Wunschunternehmen
zu. Sie erschließen sich den verdeckten Stellenmarkt und können so
Ihren Traumjob erobern. Die Bewerbungsprofis Püttjer &
Schnierda zeigen Ihnen, wie Sie - die richtigen persönlichen
Kontakte knüpfen, - ihre Einstellungsargumente glaubwürdig und
passgenau präsentieren, - individuelle Stellenprofile ausarbeiten,
- überzeugende Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und - mit einer
Leistungsbilanz Zusatzpunkte sammeln.
Mit vielen Beispielen für Anschreiben, Lebenslauf, Foto und
Leistungsbilanz sowie zahlreichen Insider-Tipps aus der
Beratungspraxis.
Christian Püttjer arbeitet seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Seine Erfahrungen aus Seminaren und Einzelberatungen hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Schnierda, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
Leseprobe zu "Ihre beste Initiativbewerbung, m. CD-ROM"
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Persönliche Kontakte: Der Königsweg zum Wunschunternehmen (S. 40-41)
Der Kontaktaufbau auf Fachmessen, Kongressen oder Tagungen oder der gezielte Einsatz des Telefons ist bei Initiativbewerbungen unverzichtbar. Die Anknüpfungspunkte, die Sie sich in einem persönlichen Gespräch erarbeiten können, bewirken, dass Ihre Unterlagen mit deutlich mehr Interesse und Aufmerksamkeit gelesen werden. Erarbeiten auch Sie sich für Ihre Initiativbewerbung eine gute Ausgangsposition, indem Sie bewusst aus der Anonymität heraustreten und vor dem Versand Ihrer Bewerbungsunterlagen den persönlichen Kontakt suchen.
Suchen Sie das persönliche Gespräch
Viele Initiativbewerber und -bewerberinnen haben Angst davor, sich in Gesprächen schlecht darzustellen. Um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen, verzichten sie lieber auf Vorabkontakte. Dabei sind die Vorteile, die sich für eine Initiativbewerbung ergeben, so vielfältig, dass auf ein persönliches Gespräch mit einem Vertreter des Wunschunternehmens nicht verzichtet werden sollte. Wenn Sie Ihr Gespräch gut vorbereiten, geraten Sie auch gar nicht erst in Gefahr, sich zu blamieren. Im Gegenteil, Sie erhalten die Chance, Sympathiepunkte zu erzielen, die sich bei der späteren Überprüfung Ihrer Unterlagen zu Ihren Gunsten auswirken werden. Ein weiterer Vorteil für Sie ist, dass Sie in persönlichen Gesprächen Zusatzinformationen erfragen können, mittels derer Sie Ihre Initiativbewerbung noch passgenauer auf die Wunschposition zuschneiden können.
Vorsicht vor anklagenden Monologen
Natürlich sind persönliche Gespräche keine Selbstläufer. Da wir nicht nur in engem Kontakt mit Bewerberinnen und Bewerbern, sondern auch mit Personalprofis stehen, wissen wir, dass die Kontaktaufnahme von Initiativbewerbern nicht selten auch für Kopfschütteln auf der Unternehmensseite sorgt. Manche Bewerber reden sich förmlich um Kopf und Kragen, weil sie Schwierigkeiten mit Kollegen oder Vorgesetzten in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen stellen.
Andere wiederum wirken völlig unentschlossen und konfus und können nicht vermitteln, was sie mit dem Gespräch eigentlich bezwecken wollen. Eine dritte Gruppe versucht, sich anzubiedern, ohne den Nutzen präzise benennen zu können, den ihre Einstellung für das umworbene Unternehmen hätte. Viele unvorbereitete Bewerber scheitern also bereits daran, dass sie die zarte Pflanze Sympathie schon im Keim ersticken, weil sie negativ kommunizieren.
Realistische Gesprächsziele definieren
Die meisten Gesprächsfehler resultieren daraus, dass Initiativbewerber ein Gespräch mit Firmenvertretern führen – ohne eine genaue Vorstellung davon, was sie mit diesem Gespräch eigentlich erreichen wollen. Deshalb sollten Sie unbedingt Gesprächsziele festlegen, schon allein, um etwas von dem Druck abzubauen, unter den Sie sich sonst wahrscheinlich setzen. Machen Sie sich bewusst, dass die Vorabkontakte keine Einstellungsgespräche sind.
Sie müssen nicht – wie Haustürverkäufer – als Drücker auftreten, der um jeden Preis ein Geschäft abschließen muss. Die Definition von Teilzielen bringt Sie hier weitaus eleganter zum Ziel: Sie können sich beispielsweise vornehmen herauszufinden, wer persönlicher Ansprechpartner für eine schriftliche Bewerbung ist, ob es kurz- oder mittelfristig Einstellungsbedarf gibt, ob Ihre Branchenkenntnisse gefragt sind oder welche Zusatzqualifikationen besonders wichtig sind.
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