Öffentlichkeitsarbeit des Betriebsrats - attraktiv und erfolgreich
Präzise informieren, sich gut verkaufen, im Gespräch bleiben. Der
Betriebsrat hat viele Möglichkeiten, seine Arbeit, seine
Forderungen, seine Positionen mitzuteilen. Bewährt sind das
Schwarzes Brett, Handzettel, Flugblatt, Zeitung,
Informationsdienst, Website oder ein eigener "Reiter" im
betrieblichen Intranet. Und damit sich über Briefkopf, Schrift,
Layout, Farbe oder Papier nicht vortrefflich streiten lässt,
sollten Standards der Gestaltung und des Erscheinungsbildes
beachtet werden. Denn gut gemeint ist noch längst nicht gut
gemacht.
Dieser Ratgeber gibt Antworten auf folgende Fragen:
- Welche Wege der Kommunikation (Medien) sollte der Betriebsrat
wann nutzen?
- Welche Empfehlungen gelten für Aushang, Flugblatt, Zeitschrift,
Website?
- Wie wird das "Schwarze Brett" zu einem Blickfang?
- Wer trägt die Kosten für Informationsmaterial und
Kommunikationswege?
- Wann lohnt eine eigene Betriebsrats-Zeitschrift?
- Wann ist ein Informationsausschuss sinnvoll?
Dieser Ratgeber aus der "Kleinen Betriebsratsbibliothek"
zeigt insbesondere neu
gewählten Gremien-Mitgliedern, wie gute Betriebsratsarbeit
funktioniert. Er gibt bewährte Praxistipps und zeigt, wie
Betriebsratsarbeit ein "Gesicht" bekommt.
Unterstützung aus der Belegschaft ist für Betriebsräte besonders
wichtig, um mit diesem Rückhalt dem Arbeitgeber gegenübertreten zu
können. Derartige Unterstützung bekommt ein Betriebsrat aber nicht
umsonst. Ob er sie bekommt und wie standfest die Belegschaft dann
tatsächlich hinter Forderungen des Betriebsrats steht, hängt davon
ab, wie der Betriebsrat seine Öffentlichkeitsarbeit gestaltet, und
zwar nach innen und nach außen. Er wird dafür alle verfügbaren
Informationswege nutzen müssen, um so über seine Arbeit, seine
Ziele und Arbeitsergebnisse zu informieren.
Dazu gehören neben den längst noch nicht schrottreifen
Informations-Klassikern (Informationsbrett, Flugblätter,
Sprechstunde) noch nicht so verbreitete Formen der Kommunikation
wie etwa Belegschaftsbefragungen. Vor allem aber stellt sich
natürlich die Frage wie und in welchem Umfang moderne
Kommunikationsmittel wie E-Mail und Präsentationen in Intranet und
Internet sinnvoll eingesetzt werden können. Zur Nutzung all
dieserInformationswege gibt dieses Buch kurze und konkrete
Handlungshilfen, die sich meist einfach umsetzen lassen. So enthält
z.B. das Kapitel zur Belegschaftsbefragung eine konkrete Anleitung,
wie man den dafür nötigen Fragebogen gestalten und die Befragung
dann mit Hilfe des PC auswerten kann. Angesichts der Vielfalt von
Informationswegen und Kommunikationsmöglichkeiten, die einem
Betriebsrat heute für seine Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung
stehen, ist es besonders wichtig, dass alles, womit der Betriebsrat
an die Öffentlichkeit tritt, sofort als solches erkannt werden
kann: auch der Betriebsrat braucht also das, was Unternehmen ein
Corporate Design (einheitliche Gestaltung) nennen.
Am Beispiel der Gestaltung von Aushängen, Flugblättern, einer
Zeitschrift, E-Mails und auch einer Website wird praxisnah und
umsetzbar beschrieben wie der Betriebsrat sich ein solches
einheitliches Erscheinungsbild aufbauen kann.
Wolfgang Fricke, Schriftsetzer, Betriebsratsmitglied und -vorsitzender. Auf dem 2. Bildungsweg Studium der Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Politische Erwachsenenbildung, langjährige Tätigkeit in der gewerkschaftsnahen Bildungsarbeit für Betriebsräte, insbesondere auch zum Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnik. Autor zahlreicher Fachbücher für Arbeitnehmer und Betriebsräte. Von 1992 bis 2009 verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift "Computer und Arbeit".
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