Mit diesem Ratgeber gelingt es, sich optimal auf die Elternzeit
vorzubereiten und danach erfolgreich wieder in den Beruf
einzusteigen. Fakten aus dem Arbeits- und Sozialrecht mit Tipps zum
Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten.
Schwanger! Für viele Frauen im Berufsleben ist dieser Umstand nicht
nur mit Freude auf das Kind verbunden, sondern auch mit vielen
Unsicherheiten. Wie kann ich zukünftig Familie und Beruf vereinen?
Was sage ich meinem Chef? Was mache ich während der Elternzeit, um
den Anschluss nicht zu verlieren? Wie wird meine Rückkehr in den
Beruf erfolgreich? Diese Fragen beantwortet Katrin Koll sowohl mit
Fakten aus dem Arbeits- und Sozialrecht als auch mit taktischen
Ratschlägen. Ihre Entscheidungshilfen, Informationen und Tipps
ermöglichen der Leserin, ihr eigenes Vereinbarkeitsmodell zu
entwickeln.
Katrin Koll Prakoonwit arbeitet als freie Journalistin für die Medien der FAZ und betreut das Online-Portal für Berufsrückkehrerinnen www.unter-einem-hut.de.
Leseprobe zu "Schwanger! Und was mache ich mit meinem Job?"
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Leseprobe zu "Schwanger! Und was mache ich mit meinem Job?"
Babypause – Die Rückkehr fest im Blick (S. 49-53)
Keine Frage: Die wertvolle Zeit Ihrer Babypause sollen Sie in erster Linie genießen und so gestalten, wie es Ihnen und Ihrem Kind guttut. Trotzdem gilt es, bereits jetzt erste Vorkehrungen für Ihren Wiedereinstieg als berufstätige Mutter zu treffen. Bleiben Sie auch während Ihrer Elternzeit unbedingt beruflich auf dem Laufenden, setzen Sie sich mit Ihrer bevorstehenden Rückkehr bewusst auseinander und entwickeln Sie Ihre persönliche Strategie weiter, wie Sie demnächst Kind und Job miteinander vereinbaren möchten. Grundvoraussetzung, damit Sie und Ihr Partner entspannt zur Arbeit gehen können, ist eine optimale Betreuung für Ihr Kind. Weil es in vielen Regionen Deutschlands sehr schwierig ist, einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte oder bei einer geeigneten Tagesmutter zu finden, sollten Sie sich schon frühzeitig auf die Suche begeben.
Als Elternzeitlerin zu Hause
In den Monaten nach der Geburt ihres Kindes stellt sich die Welt für Elternzeitlerinnen sehr unterschiedlich dar. Die meisten Frauen sind insbesondere in der ersten Zeit von den Ereignissen so überwältigt, dass ihr berufliches Leben für sie sehr stark an Bedeutung verliert. Aufgaben, Projekte oder Termine, die einst als so wichtig empfunden wurden, verblassen angesichts der neuen Verantwortung und den Erfahrungen mit dem Baby. Eine Rückkehr in das frühere Berufsleben erscheint zeitweise sogar völlig unvorstellbar. Vielen fällt es jedoch nach einigen intensiven Wochen oder Monaten zu Hause zunehmend schwer, nicht mehr im Beruf zu stehen. Ihnen fehlt der tägliche Austausch mit den Kollegen, und sie sehen keine wirklichen Erfolgserlebnisse, was mehr und mehr an ihrem Selbstwertgefühl nagt. Manche haben auch den Eindruck, im Job immer top gewesen zu sein, als Mutter aber einiges einfach nicht auf die Reihe zu bekommen. Darüber hinaus kämpfen sie innerlich gegen den Kontrollverlust an. Denn jetzt bestimmt das Baby, was wann zu tun ist.
„Mein Mann hat mit seinem Chef vereinbart, vorübergehend nur vier Tage die Woche im Büro zu sein. Wir sind somit einen Tag beide zu Hause. Einen weiteren Tag geben wir die Kleine zu einer sehr netten Tagesmutter. Ich kann also während der Elternzeit an zwei Tagen die Woche arbeiten, entweder zu Hause oder im Büro. Das tut mir sehr gut, denn so bleiben Herz und Verstand miteinander im Einklang."
Hinzu können Schwierigkeiten in der Partnerschaft kommen. Gerade wenn die Frau alleine Elternzeit nimmt, ist bei vielen Paaren die Gefahr gegeben, nach und nach in tradierte Rollenmuster zu verfallen: Während sie sich sehr stark auf das Kind fixiert und ihrem Partner meist unbewusst das Gefühl vermittelt, ein Außenseiter zu sein, versucht er die fehlende Aufmerksamkeit durch mehr Arbeit zu kompensieren. Obendrein glaubt er vielleicht, von nun an besonders viel arbeiten zu müssen, um der Familie mehr Sicherheit bieten zu können. Währenddessen sitzt jedoch seine Partnerin mit dem Kind zu Hause und denkt:
„Der kommt extra spät nach Hause und genießt weiter sein normales Leben" – und macht ihm dies entweder stillschweigend oder durch ständige Kritik zum Vorwurf. Mit dem Gefühl, allein gelassen zu sein, und ohne die gewohnte Bestätigung im Job eifert sie dann schnell einem stereotypischen Idealbild der perfekten Hausfrau nach und setzt sich stark unter Druck. Ist sie auch bei seiner Rückkehr am späten Abend noch mit der Hausarbeit beschäftigt und reagiert vielleicht gereizt, fehlt ihm vor allem seine frühere Lebenspartnerin, mit der er sich immer über die Arbeit und auch sonst alles Mögliche unterhalten konnte. Warum also früher nach Hause kommen? Es entsteht zwischen den Partnern ein Teufelskreis aus mangelnder Kommunikation, Missverständnissen und sich verfestigenden Rollen der perfekten Hausfrau und dem Alleinernährer.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: Ausstieg - Gut geplant ist halb gewonnen Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland Karriere&Kinder: Persönliche Standortbestimmung mit Ihrem Partner Die zeitliche Planung Ihrer Babypause Infoteil: Mutterschaft, Elternzeit&Wiedereinstieg: Rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen Im Gespräch mit dem Chef Die letzten Wochen vor dem Ausstieg
Babypause - Die Rückkehr fest im Blick Als Elternzeitlerin zu Hause Auf dem Laufenden bleiben Infoteil: Die beste Betreuung für unser Kind Wenn das Kind krank ist
Wiedereinstieg - Nägel mit Köpfen machen Arbeitszeiten und Aufgaben festlegen Infoteil: Arbeitsmodelle Auf dem Abstellgleis? Wenn sich der Arbeitgeber querstellt Beruflich neu orientieren?
Zurück im Unternehmen - Die ersten 100 Tage als berufstätige Mutter Schwierige Situationenmeistern Das berufliche Selbstbewusstsein zurückgewinnen Als einzige Teilzeitkraft in der Abteilung? Rabenmutter aus Überzeugung Die Familie zu Hause managen Mit den eigenen Kräften haushalten
Ausblick - Und später wieder beruflich durchstarten? Sich weiterentwickeln
3 Marktplatz-Angebote für "Schwanger! Und was mache ich mit meinem Job?" ab EUR 6,50
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