Wäre es schön? Es wäre schön! - Liebmann, Irina

Irina Liebmann 

Wäre es schön? Es wäre schön!

Mein Vater Rudolf Herrnstadt. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Sachbuch und Essayistik

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Produktbeschreibung zu Wäre es schön? Es wäre schön!

"Mit ihrem Vater-Buch liefert Irina Liebmann ihr Meisterstück: eine Verbindung von Allerpersönlichstem und Welthistorischem, immer hart an den Tatsachen und klar in deren Bewertung." -- Literaturen

Er war leidenschaftlich und ironisch, humorvoll und radikal, einer der glänzendsten Journalisten, die Deutschland hatte, aber er wollte mehr. Und er stellte sich in den Dienst einer ehrgeizigen Aufgabe: eine Gesellschaft aufzubauen, in der jeder Einzelne seine Fähigkeiten entfalten kann. Mit dieser Vision musste Rudolf Herrnstadt tragisch scheitern. Wäre es schön? Es wäre schön! ist die Biografie dieses restlos engagierten Menschen, der Kommunist war und zugleich Spion für die Rote Armee, die Parteizeitung der DDR leitete und schließlich aus der SED ausgeschlossen wurde. Ein brillant entworfenes, fesselndes Epochenbild, in dem Irina Liebmann ihren Vater als großen Akteur der Zeitgeschichte vorstellt.

Produktinformation


  • Abmessung: 188mm x 119mm x 35mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783833306181
  • ISBN-10: 3833306181
  • Best.Nr.: 25553822
"Ein riesiger Stoff, ein großer Spannungsbogen - ergreifend und mitreißend vom Anfang bis zum Schluss." (Focus)

"Ein riesiger Stoff, ein großer Spannungsbogen - ergreifend und mitreißend vom Anfang bis zum Schluss." -- Focus

"Irina Liebmann hat ein großartiges Buch über ihren Vater geschrieben." -- FAZ

"Ein großes Buch über den Kommunisten Rudolf Herrnstadt und zugleich eine Geschichte des 20. Jahrhunderts." -- Literarische Welt

"Ein riesiger Stoff, ein großer Spannungsbogen - ergreifend und mitreißend vom Anfang bis zum Schluss." Focus "Irina Liebmann hat ein großartiges Buch über ihren Vater geschrieben." FAZ "Ein großes Buch über den Kommunisten Rudolf Herrnstadt und zugleich eine Geschichte des 20. Jahrhunderts." Literarische Welt

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.05.2008

Herrnstadt war anders

Die Innenansicht der Macht: Irina Liebmann hat ein großartiges Buch über ihren Vater Rudolf Herrnstadt geschrieben. Sie erzählt die Jahrhundertgeschichte eines leidenschaftlichen Kommunisten, der an dem System, das er mit geschaffen hatte, zugrunde ging.

Von Regina Mönch

Erst in den späten siebziger Jahren, da war der Vater schon lange tot und Irina Liebmann selbst Journalistin und Schriftstellerin, suchte sie in der Berliner Stadtbibliothek in den Zeitungsbänden des "Berliner Tageblatts" nach Artikeln ihres Vaters. Sie war überrascht, wie schnell sie auf seinen Namen stieß und dass es ein Leitartikel war, zudem in einer klaren Sprache, analytisch, brillant geschrieben und gedacht, einer von vielen. Das hatte sie nicht erwartet, auch Rudolf Herrnstadts Zeit bei dieser berühmten Zeitung gehörte zu den vielen Leerstellen im Leben ihres Vaters, der ihr viel erzählt hatte, doch eigentlich nichts. So zu schreiben, glaubte sie damals, würde ihr nie gelingen: "Wo denn auch? In den Zeitungen der DDR?! Aber er hatte sie gegründet! Er war es doch gewesen! Wie passte das zusammen?"

Sie fügt es zusammen in dieser …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2008

Familien sind Kontinuitätsmaschinen
„Wäre es schön? Es wäre schön”: Irina Liebmann erzählt die Geschichte ihres Vaters, der Antifaschist und Stalinist zugleich war, ehe ihn die DDR verstieß
Die Zeitgeschichte und der Familienroman führen in Deutschland seit Jahrzehnten eine überaus fruchtbare Ehe. Ihr sind Bücher von Söhnen über NS-Väter entsprungen, von Brüdern über Brüder, die sich freiwillig zur SS meldeten, von Enkeln, die ihren Großvätern an die Orte nachreisten, an denen sie im Zweiten Weltkrieg als Offiziere der Wehrmacht stationiert waren. In der alten Bundesrepublik begann dieses Genre sich in den sechziger Jahren herauszubilden, gut zwanzig Jahre nach 1945. Und es greift inzwischen längst nicht nur auf Briefe und andere private Dokumente aus der Familienüberlieferung zurück, sondern zunehmend auch auf die öffentlichen Archive der Zeitgeschichte.
Familien sind Kontinuitätsmaschinen. Sie produzieren Geschichten des Zusammenhangs auch in Epochen der Zäsuren und politischen Brüche. In der DDR gab es schon früh Bücher über die Konzentrationslager, auch Romane über die Fronterlebnisse der Soldaten, aber es gab kein Gegenstück …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Positiv hat Rezensent Joachim Hildebrandt die Erinnerungen Irina Liebmanns an ihren Vater Rudolf Herrnstadt (1903-1966) aufgenommen. Das Buch bietet in seinen Augen "neue Mosaiksteine" aus der Geschichte der DDR. Eingehend schildert er die Karriere Hernnstadts, der sich in jungen Jahren erfolglos als Dramatiker versuchte, um dann Chefredakteur des "Neuen Deutschland" und Mitglied des Politbüros der SED zu werden, die den glühenden Kommunisten allerdings ausschloss, als er 1953 die Partei kritisierte. Hildebrandt schätzt die Art, in der sich Liebmann ihrem Vater annähert. Sie stelle sein Verhalten in Frage, versuche es aber auch zu rechtfertigen und verweise auf die Widersprüche in Herrnstadts Leben. Obwohl der Stoff recht dramatisch ist, findet Hildebrandt das Buch "leicht" zu lesen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Irina Liebmann, geboren 1943, studierte Sinologie in Leipzig. Seit 1975 lebt sie als freie Schriftstellerin in Ost-, seit 1988 in Westberlin. Für Wäre es schön? Es wäre schön! erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2008.

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