Angst und Abscheu - Perry, Paul

Paul Perry 

Angst und Abscheu

Das sagenhafte Leben von Hunter S. Thompson. Nachw. v. Klaus Bittermann. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Amerikan. v. Norbert Hofmann
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Angst und Abscheu

Die erste Biographie über Hunter S. Thompson, den "bessesenen Freak nd Drogenfresser", den Autor und Erfinder des Gonzo-Journalismus, den "politischen Junkie", der ein Jahr mit den Hell's Angels herumzog und sein Leben riskierte für ein legendäres Buch, das ihn berühmt machte, dessen Leben eine "Verhöhnung aller Konventionenen" war, über den Mann, der zeit seines Lebens auf der Suche nach dem amerikanischen Traum war.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 402g
  • ISBN-13: 9783893200894
  • ISBN-10: 3893200894
  • Best.Nr.: 14187600
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.04.2006

Rowdytum mit Anspruch
Leichte Beute: Eine Biographie Hunter S. Thompsons

Vielleicht bekommt ja jeder die Biographie, die er verdient. Hunter S. Thompson, der Erfinder des Gonzo-Journalismus, war als passionierter Outlaw nie darum bemüht, sich als idealen Schwiegersohn darzustellen - kein Wunder also, wenn der Journalist Paul Perry schon vor Thompsons Selbstmord am 20. Februar 2005 eine Lebensgeschichte schrieb, die hauptsächlich aus anekdotischem Klatsch und krassen Skandalgeschichten besteht.

Perrys in Amerika schon 1992 erschienenes Buch, erst jetzt in deutscher Sprache erschienen, hüllt sich in die Aura der "unautorisierten" Biographie. Ob Thompson die Recherchen nach anfänglicher Kooperation boykottierte, weil er sich nur in eigenen Texten zum Narren machen wollte, oder ob er das trotz aller Hartnäckigkeit oberflächliche Anliegen spürte - jeder Liebhaber wird diese Biographie aus reiner Neugier verschlingen. Res ipsa loquitur, die Sache selbst redet: Das war Thompsons Wahlspruch, und auch die aus Interviews mit Wegbegleitern gewonnenen Puzzlestücke sprechen für sich. Da ist etwa die Szene aus dem Jahr 1960, als Thompson in Big Sur …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Andreas Rosenfelder hält Distanz. Natürlich werden sich die Fans von Hunter S. Thompson auf Paul Perrys in den USA schon 1992 veröffentlichte Biografie des Gonzo-Journalisten stürzen, prophezeit er. Obwohl oder gerade weil sie zum großen Teil aus "anekdotischem Klatsch und krassen Skandalgeschichten" besteht. Perry hat mit Bekannten Thompsons gesprochen, und diese "Puzzlestücke" zeigen Rosenfelder, dass der anarchisch agierende Journalist zum einen im Herzen immer reaktionärer Südstaatler geblieben ist und sich andererseits von Anfang an als Schriftsteller gesehen hat. Und auch wenn Thompson die noch zu seinen Lebzeiten erscheinende Biografie bekämpft hat, beschleicht den Rezensenten das mulmige Gefühl, dass der schon lange drogenabhängige und paranoide Thompson kein Gegner mehr für seinen Porträtisten war.

© Perlentaucher Medien GmbH

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