Die Gier war grenzenlos - T., Anne

Anne T. 

Die Gier war grenzenlos

Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus

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Die Gier war grenzenlos

Hirnforscher haben herausgefunden, dass die Gier nach Geld ein ähnliches Suchtpotential aufweist wie Kokain oder Sex. Den Brokern in den Handelsräumen der Börsen und Banken ist das seit langem bekannt. Sie sagen sogar, es ist besser als Sex, mit mehreren hundert Millionen Euro zu spekulieren und dabei selbst Millionen zu verdienen.

Anne T. gestattet uns einen schonungslosen Blick in die Welt der Broker und des deutschen Investmentbankings. Sie berichtet von gnadenlosen Auswahlverfahren, kreativen Produkten an der Grenze des Legalen, dem Druck, unter dem die Banker stehen, dem Hype um ihre Bonuszahlungen und dem täglichen Wahnsinn in den Handelsräumen. Sie schreibt über dubiose Kapitalgarantien, Todeslisten, waghalsige Steuer-Optimierungsmodelle und wilde Parties. Sie seziert den Mikrokosmos der Broker und erklärt nebenbei die komplex vernetzte Funktionsweise der internationalen Finanzmärkte, die letztlich zu deren Zusammenbruch geführt hat. Und sie schildert wie man als attraktive Frau in der adrenalin- und testosteron- gesteuerten Männerwelt des großen Geldes überlebt. Ihr sehr persönlicher Insiderbericht zeigt auf, dass die rücksichtslose Kultur der Wall Street und der Londoner City längst auch an den deutschen Finanzmärkten Einzug gehalten hat.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 239 S.
  • Seitenzahl: 239
  • Ullstein Taschenbuch Bd.37327
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 121mm x 22mm
  • Gewicht: 228g
  • ISBN-13: 9783548373270
  • ISBN-10: 3548373275
  • Best.Nr.: 28005290
"Faszinierende Insider-Einblicke in die Finanzwelt." (Trend/Wien, Februar 2009)<br/><br/>"Eins der besten Krisenbücher des Frühjahrs liest sich wie ein Kriminalroman, dem ein ordentlicher Schuss Moral zugesetzt wurde." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.03.2009)<br/><br/>"Ein Insider Buch, nach dessen Lektüre sich Privatanleger nur noch die Augen reiben können." (Handelsblatt, 27.02.2009)<br/><br/>"Eine absolut spannende und sehr seltene Offenbarung aus dem inneren Kreis der Börsenspekulation, ein offenes, schonungsloses und erhellendes (Selbst-)Porträt der Gattung Investmentbanker." (Rheinischer Merkur, 12.3.2009)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.03.2009

Von wilden Spekulanten und vergessenen Instinkten

Wie konnte die Wirtschaft nur so tief stürzen? Bücher, die das erklären, haben jetzt Konjunktur. Wer sie liest, lernt: Krisen sind menschlich.

VON LISA NIENHAUS

Die Krisendeuter sind schnell: Vor wenigen Monaten erst hat die Finanzkrise auch die normale Wirtschaft erfasst und ist zu "der Krise" geworden. Schon stehen zahllose Bücher bereit, die erklären wollen, wie alles so weit kommen konnte. Das Krisenangebot ist in diesem Bücherfrühling überwältigend - wohl auch, weil die Verlage von dem Erfolg des Titels "Crashkurs" ermutigt wurden. Das Buch des Börsenmaklers Dirk Müller hält sich seit Wochen auf der Sachbuchbestsellerliste - trotz Flapsigkeiten, Verschwörungstheorien und nur kleinen Lichtblicken der Erkenntnis.

Jetzt legen viele Verlage nach. Eins der besten Krisenbücher des Frühjahrs liest sich wie ein Kriminalroman, dem ein ordentlicher Schuss Moral zugesetzt wurde. "Die Gier war grenzenlos" ist die Lebensbeichte von Anne T., einer Frankfurter Bankerin, die offenbar weiß, wieso sie lieber anonym bleiben will. Sie berichtet über ihren Aufstieg in die Welt des Geldes, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.03.2009

Zum Thema
Radikaler Wechsel
Rudolf Wötzel: Über die Berge zu mir selbst. Ein Banker steigt aus und wagt ein neues Leben. Integral Verlag 2009, 496 Seiten, 19,95 Euro.
Davon träumen viele: Ein Investmentbanker kündigt den hochbezahlten, stressigen Job, um ein halbes Jahr auf Bergtour zu gehen. Unterwegs stellt er fest, dass er sein Leben ändern muss.
Radikale Vorwürfe
Anne T., Die Gier war grenzenlos. Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus. Econ Verlag 2009, 239 Seiten, 18 Euro.
Eine anonyme Händlerin beschreibt, wie deutsche Banken Finanzprodukte kreieren, die für Anleger nachteilig sind. Und wie sehr Geld zu einem Berufsleben unter großem Druck motiviert.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Aufschlussreich, wenn auch mit "enormen Schwächen" ausgestattet, bilanziert Andreas Zielcke diese Abrechnung mit der Finanzwelt. Die Autorin, die unter dem Pseudonym "Anne T." schreibt, war unlängst noch selbst Brokerin im undurchschaubaren Kern des Finanzmarktes, wo Risiken auf wundersame Weise in Handelsgut verwandelt wurden, erklärt der Rezensent. Doch das, erfahren wir, wurde Anne T. irgendwann zu verwerflich, sie schmiss den hochbezahlten Job hin und verfasste dieses Buch. Zugesetzt hat ihr jene Erfahrung offensichtlich nicht, als gebrochene Figur zeigt sie sich nicht, stellt Zielcke klar. Dafür, so der Rezensent, präsentiert die Autorin dem Leser einen seltenen Einblick in das undurchschaubare Zentrum des Kapitalmarktes, dessen Risikokalkulationen nicht mal die Fondsmanager durchschauen. Sehr anschaulich findet der Rezensent die infantile und sexistische Mentalität in den Großraumbüros der Banker und Broker beschrieben und mit Begriffen wie Fat Tails, Volatilitäten, Garch und Hull um sich geworfen. Erklärungen zu den Mechanismen der Geldschöpfung oder Analysen fehlen ihm aber gänzlich. Und eine gute Schriftstellerin ist Anne T. für Zielcke noch lange nicht - ihre Sprache findet er im Gegenteil "grobschlächtig" und "auftrumpfend".

© Perlentaucher Medien GmbH
Anne T. ist zugelassene Börsenhändlerin. Sie hat mehrere Jahre im Investmentbanking verbracht und zuletzt für eine deutsche Bank gearbeitet. Dabei hat sie selbst Aktienderivate gehandelt, strukturiert und verkauft.

Blick ins Buch "Die Gier war grenzenlos"

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