Tschick - Herrndorf, Wolfgang

Wolfgang Herrndorf 

Tschick

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Jugendbuch

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Tschick

Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Assi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.


Produktinformation

  • Verlag: (Rowohlt Tb.)
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 256 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 253
  • rororo Taschenbücher Nr.25635
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 125mm x 21mm
  • Gewicht: 212g
  • ISBN-13: 9783499256356
  • ISBN-10: 3499256355
  • Best.Nr.: 33396638
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.10.2010

Wenn man all die Mühe sieht, kann man sich die Liebe denken

Tom Sawyer und Huck Finn kreuzen im geklauten Lada durch den wilden Osten: Wolfgang Herrndorf ist in seinem neuen Roman "Tschick" ganz groß in Fahrt.

Von Felicitas von Lovenberg

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?", tönte es früher im Abspann des Zeichentricks vom rosaroten Paulchen Panther, und tatsächlich war man jedes Mal traurig, dass die Sendung schon vorbei war. Das Beste am Jungsein ist ja, dass es ewig dauert, von Moment zu Moment, sogar noch in der Pubertät, obwohl man die ja meistens so schnell wie möglich hinter sich lassen möchte. Erst viel später sieht man sich plötzlich nur noch im Zeitraffer.

Langsam fernsehen geht nun einmal nicht, langsam lesen schon. Und hier ist ein Roman, den man ganz besonders langsam lesen möchte, damit er nie zu Ende geht. Denn er versetzt einen buchstäblich zurück in die Gegenwart, die zugleich ganz neu und seltsam vertraut ist: in diesen Sommer, als wir vierzehn waren.

"Tschick" erzählt von einem Aufbruch, einer Freundschaft und einer Rückkehr, es ist ein Road-Movie und eine …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.03.2011

DAS HÖRBUCH
Auto klauen
Menschen lieben lernen:
Hanno Koffler liest „Tschick“
Es ist wahrscheinlich keine leichte Aufgabe, „Tschick“ vorzulesen, die Sommergeschichte von Maik und seinem russischen Freund und ihrer Fahrt im geklauten Lada. Die Jungs sind sehr jung und die Prosa Wolfgang Herrndorfs sehr reich an direkter Rede, Slang, sprachlichen Gesten. Leicht kann man sich vor diesem Text blamieren – Hanno Koffler passiert das nicht, nicht ein einziges Mal.
Hanno Koffler stammt aus Berlin, er wurde hier 1980 geboren, hat früh schon Schlagzeug gespielt in einer Band mit seinem Bruder. Zuletzt war er in „Wer wenn nicht wir“, dem Spielfilmdebüt von Andres Veiel zu sehen. Koffler trifft den Ton der seltsamen Helden genau. Da ist Maik, der von der Welt nicht viel Gutes erwartet. Wie sollte er auch, da seine Mutter vom Trinken nicht loskommt und sein Vater geschäftlich nicht mehr auf einen grünen Zweig. Die Welt aber, zu der Maik Distanz hält, überrascht ihn immer wieder mit Freundlichkeit und hilfsbereiten Menschen. Den Misanthropen muss er abstreifen. Dieser Haltung – skeptisch, vorsichtig, über sich …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Von dieser schnoddrigen Kunstsprache könne man süchtig werden, schreibt hingerissen Ulrich Rüdenauer, und verleiht seiner Begeisterung auch mit kaskadischen Aneinanderreihungen von Adjektiven wie "lustig", "charmant", "brillant", " zum Brüllen komisch" Ausdruck. Die Geschichte selbst hat er als "romantische Irrfahrt" und "Abenteuerreise" zweier Jugendlicher ins eigene Leben gelesen. Wie Huck Finn und Tom Sawyer würden zwei Außenseiter mit einem Lada durch den Osten Deutschlands fahren, dort absurdeste Dinge und Menschen erleben. Wolfgang Herrndorf erschaffe, durch die Augen seiner Protagonisten sehend, einen ganzen Kosmos, dessen liebevoll ausgemalte Details der Kritiker hingebungsvoll betrachtet. Die langsame Veränderung der Protagonisten, ihr Erwachsenwerden, nimmt er ebenfalls mit großer Anteilnahme auf. Auch, weil es sich hier um eine Lektion über die Endlichkeit aller Dinge handelt, die Endlichkeit schöner Bücher inklusive.

© Perlentaucher Medien GmbH

Herrndorf verfügt über die seltene Gabe, mit authentischer, roher Figurensprache, mit Jugendslang und knappem Wortschatz, umstandslos, rasant, aber vor allem zart die Wirklichkeit fremder Welten zu transportieren. Ulrich Seidler, Berliner Zeitung

"Tschick läuft und läuft [und] entwickelt sich weiterhin zu einem der erstaunlichsten Bucherfolge der vergangenen Jahre." (Gerrit Bartels, Tagesspiegel)
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die "Titanic" gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman "In Plüschgewittern". Im Jahr 2008 wurde er für "Diesseits des Van-Allen-Gürtels" mit dem Deutschen Erzählerpreis ausgezeichnet. "Es geht also doch: Man kann auf Deutsch intelligente und zugleich extrem lustige Geschichten schreiben", schrieb dazu Ijoma Mangold in der Süddeutschen Zeitung.

Kundenbewertungen zu "Tschick" von "Wolfgang Herrndorf"

23 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 23 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(12)
***** sehr gut
 
(7)
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(3)
***** weniger gut
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Bewertung von Nina aus Berlin am 31.03.2013 ***** sehr gut
Maik Klingenberg ist wahrscheinlich der langweilgste Junge der Welt. Niemand interessiert sich für ihn, bis er Tschick kennenlernt. Tschick,der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt, ist einer der wenigen Assis aus Hellersdorf, der es aufs Gymnasium geschafft hat.
Doch in den Sommerferien ist das alles vergessen. Tschick knackt ein Auto und holt damit Maik, dessen Eltern verreist sind, von zu Hause ab. Um seine langweiligkeit loszuwerden, lässt sich Maik auf das Abendteuer ein. Die beiden Reisen durch das für sie unbekannte Deutschland immer nach Süden. Sie lernen eine Menge Leute kennen, bauen ziemlich viel Mist und enden schließlich nach einem Verkehrsunfall bei der Polizei.
Ich fand das Buch sehr lustig und angenehm zu lesen. Wenn man sich erstmal hinein gelesen hat, will man immer mehr lesen und gar nicht mehr aufhören. Die Charaktere sind ganz lustig gewählt und geben dem Buch Abwechslung. Ich würde das Buch jedem über 11 weiterempfelen

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 28.03.2013 ***** ausgezeichnet
Als ich "Tschick" zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich äußerst skeptisch. Zwar habe ich immer wieder einige positive Rezensionen zu dem Buch gelesen, aber dennoch war ich mir beinahe schon sicher, dass dieses Werk meinen Geschmack nicht treffen könnte, aber Pustekuchen! Das Buch hat mich bereits nach wenigen Seiten mitgerissen und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Selten wurde ich so sehr von einem Buch überrascht und es wäre geradezu eine Schande gewesen, wenn ich dieses Buch nicht gelesen hätte.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Wolfgang Herrndorf hat sehr tiefgehende und humorvolle Dialoge geschaffen, die gut zu den Charakteren passen. Dazu liest sich das Buch sehr leicht und flüssig und konnte mich trotz der Leichtigkeit oftmals zum Nachdenken anregen.

Mike und Tschick spielen in diesem Roman die Hauptrolle und ich habe die beiden Jugendlichen direkt ins Herz geschlossen. Obwohl sie so unterschiedlich sind, passen sie doch sehr gut zusammen und ihre Gespräche, als auch ihre Gedanken wirken sehr authentisch, wenn auch nicht immer unbedingt ihrem Alter entsprechend, was ich dabei jedoch nicht kritisiere, sondern besonders interessant fand. Natürlich darf die nötige Coolness bei den beiden Achtklässlern nicht fehlen. Besonders Tschick fällt immer wieder mit seiner Gelassenheit auf, während Mike auf mich ruhiger und nachdenklicher wirkt. Gleichzeitig spürt man bei ihnen eine gewisse Orientierungslosigkeit, was dafür sorgt, dass sie einen Lada stehlen und quer durch Deutschland fahren, ihr Ziel: Die Walachei! Dieser Trip verändert ihre Lebenseinstellung, sowie ihre gesamte Gefühlslage, was den beiden Jugendlich deutlich gut tut. Sie lernen Menschen kennen, die sie zum Nachdenken anregen, mit denen sie aber auch ihren Spaß haben können.

Dabei sind die Jungs an sich sehr unterschiedlich. Tschick kommt ursprünglich aus Russland und lebt in einem sozialen Brennpunkt und hat es mit viel Glück aufs Gymnasium geschafft, während Mike in einer Villa lebt, aber dort alles andere als glücklich ist. Seine Mutter ist krank und aktuell in einer Entzugsklinik, sein Vater hat eine Affäre mit seiner Sekretärin und auch sonst fühlt er sich oftmals sehr einsam.

Sicherlich, die Geschichte ist nicht ganz unvorhersehbar und manches sollte natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern gesehen werden, aber dennoch hat mich dieses Buch auf jeder Seite unterhalten und ich war weder von der Vorhersehbarkeit, noch von den manchmal recht überspitzten Momenten genervt. Das ist bei mir geradezu eine Kunst, denn normalerweise finde ich es sehr schlimm, wenn Momente überspitzt dargestellt werden.

Obwohl Tschick und Mike manchmal über Dinge nachdenken, die man von Jugendlichen in ihrem Alter eher weniger erwartet, lesen sich diese Gespräche doch sehr authentisch und unterhaltsam, dabei merkt auch schnell, dass ihre Gedanken oftmals Hand und Fuß haben. Aber es geht dabei auch oft um die ganz alltäglichen kleinen Probleme wie die erste Liebe oder die Schule.

Die Covergestaltung ist dagegen leider nichts Besonderes. Zwar passt der kurze Ausblick von einer Straße aus ganz gut zur Geschichte, aber dennoch hätte ich lieber ein paar weitere Details wie z.B. Zigaretten gehabt, die auch zu den Charakteren gepasst hätten. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen ganz wunderbar und macht Lust auf mehr.

Insgesamt war "Tschick" deutlich besser als erwartet. Interessante Charaktere, ein außergewöhnlicher Plot und ein großartiger Schreibstil sorgten dafür, dass ich mich bei diesem Buch sofort wohlgefühlt habe. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, hat eindeutig etwas verpasst. Kauf- und Leseempfehlung!

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Bewertung von I love M. aus Donauwörth am 21.02.2013 ***** sehr gut
Maik Klingenberg, dessen Mutter in der Entzugsklinik ist und sein Vater mit einer Assistentin auf Geschäftsreise ist, wird wohl seine Ferien alleine in der riesen Villa der Eltern verbringen. Doch dann trifft er Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, der es von der Förderschule aufs Gymnasium geschafft hat und in einem "Assi-Hochhaus" lebt. Ein Musterbeispiel für Integration. Außerdem hat der Russe einen geklauten Lada am Start und los gehts mit einer Reise voller Umwege durch die deutschen Provinzen. Natürlich voller Chaos und ohne Kompass.
Ein humorvolles Buch über einen reichen und einen Russen. Zurecht wurde das Buch von Wolfgant Herrndorf dafür ausgezeichnet. Ich empfehle es für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Bewertung von Waschi aus Kronach am 21.02.2013 ***** sehr gut
Das Buch „Tschick“ von Wolfang Herrndorf erzählt die Geschichte zweier ungleicher Jungen, die gemeinsam eine Abenteuerreise der ganz besonderen Art unternehmen. Der eine Junge ist Maik Klingenberg, der vernachlässigte Sohn einer neureichen Familie und schwer verliebt in Tatjana, die allerdings nichts von ihm wissen will. Die Mutter ist alkoholabhängig und wieder einmal in einer Entzugsklinik. Der Vater, ein Industrieller, vergnügt sich mit seiner jungen Geliebten auf Geschäftsreise. Der andere Junge heißt Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow. Er ist Russe und neu in Maiks Klasse. Maik hat sich eigentlich darauf eingestellt, die Sommerferien allein und einsam am Pool zu verbringen, doch dann steht auf einmal Tschick mit einem gestohlenen Lada vor der Tür. Zusammen beschließen sie, eine Spritztour quer durch den Osten Deutschlands zu unternehmen. Ein aufregendes Abenteuer mit vielen Überraschungen und Zwischenfällen beginnt…
Die Jugendsprache dieses Buches ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich erst einmal eingelesen hat, ist auch das kein Problem mehr.
Ich finde dieses Buch sehr gut, weil sich hinter der spitzig witzigen und lustigen Fassade der Geschichte sehr viel Kritik an unserer heutigen Gesellschaft verbirgt. Auf die aktuellen Probleme der Integration von Ausländern oder der gesellschaftlichen Isolation von Kindern und Jugendlichen wird auf spitzfindige Art und Weise aufmerksam gemacht. Meiner Ansicht nach ist dies ein gelungenes sozialkritisches Werk, das für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

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Bewertung von 1234pg aus Weiden am 10.02.2013 ***** sehr gut
In dem Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, der 2010 im Rewohlt-Verlag erschienen ist, geht es um zwei Jungen, die das Abenteuer ihres Lebens erleben, viele Erfahrungen sammeln und die positiven Aspekte des Lebens lernen.

Die zentrale Figur ist der 14-jährige Maik Klingenberg, der in Berlin lebt und dort mit seinem Leben zu Hause und in der Schule nicht zufrieden ist, da er der Sohn einer Alkoholikerin und eines untreuen Immobilienmaklers ist. Als jedoch Andrej Tschichatshow, der Tschick genannt wird, in Maiks Klasse kommt, besuchen sie zusammen Tatjanas Party, für die Maik heimlich schwärmt, obwohl sie nicht eingeladen sind. Im Anschluss lassen beide ihr langweiliges Leben hinter sich und erleben das Abenteuer ihres Lebens. Sie reißen aus Berlin aus und reisen mit einem gestohlenen Lada durch ganz Deutschland, kommen in Schwierigkeiten mit der Polizei, werden angeschossen und verursachen mehrere Unfälle.
Meiner Meinung nach ist das Buch sehr leicht zu lesen und verständlich, außerdem ist es Wolfgang Herrndorf sehr gut gelungen, dem Leser die Situation der Hauptpersonen vorzuführen und sie diese leicht vorzustellen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von Maroline T. aus Jülich am 08.02.2013 ***** gut
Tschick, so lautet der Titel dieses modernen Roadmovies, ist ein Junge mit Mogrationshintergrund, der seit einiger Zeit mit dem Erzähler in eine Klasse geht. Die beiden besuchen das Gymnasium. Maik, der Erzähler, kommt aus vermeintlich gutem Elternhaus. Er wohnt in einem schicken Einfamilienhaus mit Pool im Garten. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass er eigentlich einsam ist und die Eltern nahezu alle Fehler machen, die man machen kann: Sie widmen ihm keine Zeit, sondern verwöhnen ihn stattdessen mit Geld. Die Mutter war bereits mehrfach in einer Entzugsklinik und auch zur Romanhandlung ist der Junge allein zu Hause, weil der Vater mit einer Geliebten Urlaub macht und die Mutter erneut Entzug machen muss. Geld soll es richten.
Freunde hat Maik nicht und so lässt er sich auf das absurdeste Abenteuer seines Lebens ein. Es ist der Beginn der Sommerferien und Tschick taucht plötzlich bei ihm aus. Der Leser wird nicht erfahren, warum dies so ist, denn eigentlich hat auch Tschick keinerlei Anschluss in der Klasse.
Tschick ist ein frühreifer Kleinkrimineller, der Maik zu einer Fahrt mit einem geklauten Auto überredet.
Diese Fahrt wird zu einer Reise quer durch Ostdeutschland, die abenteuerlicher und absurder kaum noch beschrieben werden könnte. Der Autor überspitzt auf ironische Art so dermaßen die Handlung und Ereignisse, dass man als Leser so manches Mal die Stirn runzelt und sich fragt, was das soll, denn es ist einfach nicht realistisch.
Liest man das Buch aber als Parabel, so enthält es interessante Botschaften über Außenseiter, Freundschaft, Traurigkeit und Auswege.
Das Ende ist bitter. Es kommt zu einem schlimmen Unfall ...
Der Leser bleibt mit vielen Fragen zurück. Denn der Autor spielt auf der einen Seite mit vielen Klischees und legt den Finger in moderne Wunden, sodass man eine sozialkritische Aufarbeitung vermuten kann. Dann wieder überspitzt er so dermaßen, dass man ihm dies auch nicht mehr abnimmt.
Ganz klar muss man sich aber fragen, wieso es so weit kommen kann, dass sowohl das bildungsferne Migrantenkind als auch das behütete sozial gesicherte Klischeekind in dieser Gesellschaft keine Chance mehr hat. Wieso kann es soweit kommen? Und dass es zwar hier völlig übertrieben soweit kommt, ist sicherlich legitim, weil es sich um Fiktion handelt, die übergeordnete Botschaft jedoch, die bleibt als große Frage an die moderne Gesellschaft stehen.
Insgesamt liegt "Tschick" wohl zwischen dem ganz großen Wurf eines Autors und der totalen Pleite. Eine Entscheidung muss jeder Leser selbst fällen!

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Bewertung von Kantianerin aus Berlin am 27.01.2013 ***** ausgezeichnet
Die beiden Charaktere Maik und Tschick kommen aus verschiedenen Welten in jeglicher Hinsicht. Aber sie finden sich, "finden" ein Auto, machen zwar viel Mist, probieren viel aus und verhalten sich nicht immer korrekt, aber ihre Ideen sind doch nachvollziehbar. Besonders wenn man bedenkt, dass beide diese Zeit allein sind und die Familien kaum eine positive Rolle spielen. Das entschuldigt doch ein wenig die nicht immer legale Sicht, besonders die von Tschick.
Die Hauptpersonen sind zwar zwei Jungs, aber ich finde, dieses Buch sollten auch Mädchen lesen. Einfach weil mich das Buch begeistert hat und weil man ein bisschen besser versteht, wie Jungs in dem Alter ticken. Ich war richtig enttäuscht, als ich auf der letzten Seite war. Ich hätte die beiden noch länger begleiten wollen. Berlin ist auch meine Stadt, Hellersdorf war mal meine Heimat - das hat schon mal mein Interesse geweckt. Und wenn man sich darauf einlassen kann, wie diese Reise im geklauten Auto mit irrwitzigen Situationen verläuft, hat man Spaß am Lesen. Begleitet die Jungs, die eigentlich so unterschiedlich sind und doch so viel gemeinsam haben.

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Bewertung von Patrick am 22.01.2013 ***** sehr gut
Zwei Jugendliche machen sich in dem Roman „Tschick“ von Wolfang Herrndorf, auf die Reise in die Walachei wie einst Mr. Frodo und Mr. Gamdschie nach Mordor. Einziger Unterschied, ihnen fehlt gänzlich eine Art von Wegweiser. Das führt dazu, dass sie sich orientierungslos in Deutschland verirren.

Maik Klingenberg, 14 Jahre alt, wohnt in einem reichen Haushalt und ist unsterblich in seine Klassenkameradin Tatjana verliebt. Das Problem, er hat keine Freunde und ist viel zu schüchtern sie anzusprechen. Als er erfährt, dass Tatjana am Anfang der Sommerferien eine große Geburtstagsfeier gibt, hoffte er eingeladen zu werden. Jedoch vergeblich. Dass die Mutter wieder in die Entzugsklinik muss und der Vater auf Geschäftsreise geht, verbessert seine Stimmung nicht wirklich. Erst als er seinen Klassenkameraden Tschick, eigentlich Adrej Tschitscharow, in einem Lada die Straße herunter gefahren kommen sieht, verschwindet seine schlechte Laune. Gemeinsam beschließen sie dann in die Walachei zu fahren. Während ihrer Fahrt treffen sie auf merkwürdige Personen, sehen seltsame und bewundernswerte Orte, entdecken eine physikalische Parallel Welt und vieles mehr.

Leider ist dieses Buch viel zu kurz. Es hätte ruhig noch 100 - 150 Seiten länger sein können. Die Handlung gefällt mir ansonsten wirklich gut. Sie spielt mal zur Abwechslung im Gegensatz zu den meisten anderen Bücher, die ich gelesen habe, in Deutschland. Auch zu allen Charakteren konnte ich eine gewisse Sympathie aufbauen.

Über den Humor im Buch lässt sich streiten. Zum Teil habe ich vielleicht die Witze nicht verstanden, aber so wirklich witzig war das Buch für mich nicht. Bekannte von mir konnten wiederum keine einzige Seite vorlesen ohne laut lachen zu müssen. Daher werde ich hier keinen Punkt abziehen oder dazu addieren.

Ein negativer Punkt ist allerdings die Sprache. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht in Berlin lebe, aber die Art und Weise des Sprechen in dem Buch habe ich zuvor noch nie gehört. Ich habe noch nie einen Jugendlichen getroffen, der so sprach wie Maik oder Tschick. Es war schwierig dem Buch am Anfang zu folgen, aber nach einigen Seiten ist es auch schon gar nicht mehr zu bemerken gewesen.

Fazit: Ein abwechslungsreicher, spannender Jungendroman, den ich gerne für Zwischendurch empfehlen kann. Sowohl für Jugendliche und Erwachsene.

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Bewertung von flo aus München am 15.01.2013 ***** ausgezeichnet
In dem Buch geht es um Maik. Er ist ein Schüler in Berlin der in seiner Klasse nicht sehr angesehen ist. Er gilt als langweilig bis Andrej Tschichatschow, genannt Tschick in die Klassen kommt. Er kommt zu Maik nach Hause und bittet ihn mit in die Walachei mit zu begleiten. Doch die Sache hat einen Haken . Er hat einen Lada geklaut mit dem sie dann ohne Kompass und Karte durch Deutschland touren.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es sehr gut beschreibt was Jugendliche machen wenn sie von zuhause abhauen. Ich empfehle jedem das Buch weiter der Jugendgeschichten mag und sie auch gerne liest.

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Bewertung von DaViNzI aus München am 18.12.2012 ***** sehr gut
In diesem Buch geht es um Maik Klingenberg der sehr wohlhabende Eltern hat.Die Sommerferien sollte Maik alleine am Pool der eltern verbringen, doch dann kurz vor den Ferien kommt ein neuer Schüler in seine Klasse, sein Name ist Andreij Tschichatschow. Die beiden Jungs freunden sich sehr schnell an und unternehemen aus den langweiligen Ferien zu entfliehen.Andrel besorgt einen geklauten Lada und dann kann die Reise auch schon starten, ohne Karte und Eltern...
Mir gefällt dieses Buch sehr gut da michdíe Charaktere sehr ansprechen und die Freundschaft zwischen denn beiden einfach klasse beschrieben ist und eine sehr schnell begeistert.

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