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Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem lockt das Abenteuer - kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt sich mit dem russischen Lehrbuch "Deutsches Deutsch zum Selberlernen" eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen Menschen, ungewöhnlichen…mehr

Produktbeschreibung
Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem lockt das Abenteuer - kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt sich mit dem russischen Lehrbuch "Deutsches Deutsch zum Selberlernen" eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen Menschen, ungewöhnlichen Begegnungen und dem ganz normalen Wahnsinn seines neuen Lebens in Berlin.
  • Produktdetails
  • Goldmann Taschenbücher Bd.47783
  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 192
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 192 S. 187 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 135mm x 22mm
  • Gewicht: 205g
  • ISBN-13: 9783442477838
  • ISBN-10: 3442477832
  • Best.Nr.: 34501929
Autorenporträt
Wladimir Kaminer, geb. 1967 in Moskau, absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte 'Russendisko'. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Alle seine Bücher gibt es als Hörbuch, von ihm selbst gelesen.
Wladimir Kaminer
Rezensionen
"Witzig, nonchalant und mit wunderbarer Lakonik erzählt Kaminer von seinen Expeditionen durchs Dickicht Berlins."
"Kaminer überzeichnet die Wirklichkeit mit lakonischer Ironie. Stanzt keine überflüssigen Prosaschnörkel. Blickt schubladenfrei auf seine Figuren mit dem Blick fürs Wesentliche." Die Welt
Besprechung von 24.05.2012
Informationen, die man nie haben wollte

Noch ein Komiker, der meint, ein Reisebuch schreiben zu müssen. Diesmal ist es der Frankfurter Tilman Birr, der sich einen Sommer lang in Berlin auf einem Spreedampfer als "Stadtbilderklärer", wie man in der DDR die Stadtführer nannte, versucht hat. Doch anders, als es der alberne Buchtitel vermuten lässt, ist dem Autor, der sonst als Poetry-Slammer durch die Lande tourt, ein ausgesprochen komisches Buch gelungen. Dass er sich bei der Schilderung seiner Erlebnisse mit Berlinern und Hauptstadt-Touristen nicht streng an der Wirklichkeit orientiert hat, tut dem Spaß keinen Abbruch. Mit unverfrorener politischer Unkorrektheit und einem Wortwitz, der bisweilen geradezu fast Robert-Gernhardtsche Züge trägt, erfährt der Leser einiges über Berlin und seine Besucher, was er vielleicht geahnt hat, aber nicht unbedingt hätte wissen wollen. So etwa, dass spanische Touristen nichts außer Technomusik, Alkohol und Frauen im Kopf haben, bayerische Rentner ungehemmt braunes Gedankengut von sich geben und es im Swingerclub auch nicht anders zugeht als auf der Party des Anglistischen Instituts. Warum der Autor sich für diesen schwierigen Job entschieden hat, begründet er mit seiner Angst, so zu werden wie der Typ Mensch, dem er zum größten Teil auf seinem Ausflugsdampfer begegnet: ein "freudloser Arbeitstrottel, der die Welt an sich vorbeifahren lässt und ab und zu mal draufzeigt".

Nag.

"On se left you see se Siegessäule - Erlebnisse eines Stadtbilderklärers" von Tilman Birr. Manhattan Verlag, München 2012. 301 Seiten. Gebunden, 16,99 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Einwanderer-Geschichten aus Berlin
Auf nach Berlin! Wohin sonst hätte es sich für einen jungen Russen gelohnt, im Jahr 1990 auszureisen? Damals machte in Moskau ein Gerücht die Runde: Honecker, so hieß es, nimmt Juden aus der Sowjetunion auf. Wladimir Kaminer, damals 23 Jahre alt und Jude, kaufte sich eine Fahrkahrte nach Ostberlin und blieb. Bis heute. Inzwischen sieht er sich als Teil der fünften Welle von Emigraten oder - besser gesagt - Einwanderern, die aus Russland nach Deutschland kamen. In Russendisko, einer Sammlung von 50 Kurzgeschichten, berichtet der Neu-Berliner von seinen Erlebnissen als russischer Einwanderer und den Menschen, wie sie ihm in der neuen Hauptstadt Deutschlands täglich begegnen.
Ich bin ein Berliner
Kennedys berühmter Ausspruch - er könnte auch von Kaminer stammen. Schnell hat sich der junge Mann eingelebt. Sein Sprach-Lehrbuch Deutsches Deutsch zum Selberlernen wird zur Eintrittskarte in eine neue Welt, zu der auch und vor allem die deutsche Sprache gehört. Deutsches Deutsch - Kaminer versteht es und schreibt es - inzwischen sogar für die Feuilletons großer Zeitungen!
Russen, Vietnamesen, Latinos, Türken und Deutsche...
... viele Nationalitäten bevölkern Kaminers kleine, bunte Welt im großen Berlin, wo sich alles auf die Szene rund um den Prenzlauer Berg dreht. "Dort, wo ich herkomme, ist das Leben zum Leben ungeeinget. (...) Ganz anders hier, wo man unter Umständen mehrere Leben gleichzeitig führen kann, sein eigenes und das eines anderen", so Kaminer in Doppelleben in Berlin. Der ehemalige Professor, der in einem Kindergarten für neun Mark die Stunde jobbt, der Archäologe, der zum Flohmarkt-Händler und Schneider wird, sein Freund Wladimir, der an einer hochkarätigen Bildungsmaßnahme teilnimmt und anschließend einen mickrigen Imbiss eröffnet... fast endlos scheint die Liste der skurrilen und liebenswert-ironisch beschriebenen Charaktere. Das Doppelleben wird zu ihrer Überlebensstrategie, was auch für Kaminer gilt, der in der Berliner Szene mit seiner "Russendisko" für Furore sorgt.
Mit dem Blick eines Fremden der Wahrheit auf der Spur
"Im Deutschen ist `das junge Mädchen` geschlechtslos, `die Kartoffel` dagegen nicht. `Der Busen` ist männlich und alle Substantive fangen mit einem großen Buchstaben an", warnt die Selbstlern-Fibel Deutsches Deutsch zum Selberlernen. Kaminer hat sich davon nicht abschrecken lassen, im Gegenteil. Seine Kurzgeschichten sind mit dem Blick eines Fremden geschrieben, der unsere scheinbar vertraute Welt nicht als banale Selbstverständlichkeit betrachtet. Vieles, was uns darin seltsam-verrückt erscheint, ist wahr, man muss nur eine Geschichte daraus machen. (Birgit Kuhn)

"Man würde diese Geschichten unterschätzen, nähme man an ihnen nur das Skurrile wahr. Was an Ihnen so frappiert, ist außer dem genauen Blick ein geradezu erschütterndes Wohlwollen des Autors gegenüber seinen Figuren."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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"Hinreißende Dialoge, bizarre Situationen""Mit unverfrorener politischer Unkorrektheit und einem Wortwitz, der bisweilen geradezu fast Robert-Gernhardtsche Züge trägt""So lustig kann Zeitgeschichte sein.""mitreißende Gesellschaftssatire""sehr amüsant""tolles Berlinbuch"
"Man würde diese Geschichten unterschätzen, nähme man an ihnen nur das Skurrile wahr. Was an ihnen so frappiert, ist außer dem genauen Blick ein geradezu erschütterndes Wohlwollen, das ihr Autor den von ihm beobachteten Figuren entgegenbringt."
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