Claude Monets Garten. Photographien. Begleitbuch zur Ausstellung Landesmuseum Bonn und Landesmuseum Oldenburg, 2012. Vorw. dtsch.-engl.- französ. v, Hubertus von Amelunxen
Eine zierliche japanische Brücke überspannt den Seerosenteich,
Weiden und Wasserlilien säumen das Ufer und das Licht spielt im
dichten Blattwerk der Bäume - so malte Claude Monet (1840-1926),
der berühmteste unter den französischen Impressionisten, seinen
Garten, den er in den 1880/90er Jahren in Giverny, einem Dorf in
der Haute-Normandie, selbst anlegte. Giverny ist seitdem ein
Pilgerort für Künstler, Kunsthistoriker und Gartenliebhaber
geworden. Und für einen Photographen wie Elger Esser (geb. 1967),
der einen besonderen Blick für die Schönheiten französischer
Kulturlandschaften hat. Den Blüten- und Wasserzauber in Monets
Garten photographierte er interessanterweise vorwiegend in
Schwarzweiß, in der Abenddämmerung oder bei Mondlicht. Die Magie
des Ortes bleibt gewahrt, was hinzukommt, ist ein so irrationales
Moment wie die Beschwörung einer vergangenen Zeit, eines
Künstlertraums, der nun schon mehr als 100 Jahre real existiert.
Elger Essers Giverny-Serie umfasst 15 Photographien, die 2012 mit
weiteren Esser-Bildern ab April 2012 im Landesmuseum Bonn und
anschließend im Landesmuseum Oldenburg zu sehen sind. Unser Band
begleitet die beiden Ausstellungen.