Sie ist einer der bekanntesten Orte Berlins: Die Museumsinsel im
Zentrum der Metropole. Von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe
ernannt, stellt sie ein einzigartiges Museumsensemble dar, das
neben seinen berühmten Kunstsammlungen auch mit seiner Architektur
beeindruckt. Die Zahl der Publikationen über ihre einzelnen Museen
und deren Kunstschätze ist groß. Was es bisher nicht gab, ist eine
Dokumentation, die diesen prominenten Ort in seiner Gesamtheit
zeigt, als einen Ort, der für sich genommen ein großes Kunstwerk
darstellt.
Diese Tatsache bewog Maximilian Meisse dazu, an einer
Fotografie-Reihe zu arbeiten, die das vielfältige Erscheinungsbild
der Museumsinsel, ihre urbane Präsenz und ihre architektonische
Einmaligkeit fotokünstlerisch untersucht.
Hans Kollhoff in seinem Vorwort: "Das ist nicht die
Museumsinsel, wie wir sie kennen. Das ist ein Gegenentwurf.
Maximilian Meisse zeigt uns den Ort nicht wie er ist, oder besser,
wie wir ihn zu kennen glauben, sondern eine Vision, wie sie sein
könnte oder wie sie war. Er zeigt uns, dass was wir zu kennen
vermeinen, nicht die Realität sein muss. ( ) Völlig unbeeindruckt
von der gewöhnlichen zeitgenössischen Rezeption, jedes Gebäude als
ein Individuum zu sehen, losgelöst von seinen Nachbarn, mit eigener
Geschichte und Problematik, wagt er eine Zusammenschau und schafft
wie aus dem Nichts eine Berliner Stadtkrone, auf die die
Expressionisten so versessen waren vor der großen Zerstörung. ( )
Maximilian Meisse schafft mit der Kamera eine historische
Architektur, die das latente Eigene aufzuspüren sucht, das
verschüttete und vergessene Spreeathen , das in der Museumsinsel
immer noch oder besser wieder eine ganz überwältigende Präsenz zu
entfalten beginnt, für den, der sich neugierig auf den Weg macht,
diesen Kosmos zu entdecken."
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