Broschierte Sonderausgabe des Katalogs "Marianne Breslauer.
Fotografien"
Knappe 10 Jahre währte Marianne Breslauers Laufbahn als Fotografin,
die sie zu einer aufstrebenden Fotojournalistin der späten Weimarer
Republik werden ließ, ehe Emigration und Kriegsausbruch unter den
verheißungsvollen Beginn einen Schlußstrich setzten.
Von 1927 - 1929 im renommierten Lette-Haus in Berlin ausgebildet,
geht Marianne Breslauer zunächst nach Paris. Erste Anlaufstation
ist kein geringerer als Man Ray, der die 20jährige anerkennend
wissen lässt, sie könne schon alles und sei herzlich eingeladen,
sein Atelier mitzubenutzen. Sie nimmt gerne an, doch ihr
eigentliches Gebiet ist die Straße: die Quais der Seine, der Jardin
du Luxembourg, die Schausteller an der Rue d'Orléans. Und sie
erregt mit diesen Fotos die Aufmerksamkeit illustrierter
Zeitschriften in Deutschland, die sie bald mit Aufträgen versehen.
Sie fotografiert das 'Who is Who' der Kunst in den
ausgehenden 1920er Jahren Berlins, fährt mit Annemarie
Schwarzenbach nach Spanien und porträtiert in Zürich Erika Manns
Kabarett "Die Pfeffermühle". Mit untrüglichem
athmosphärischem Gespür und kompositorischem Einfallsreichtum fängt
sie das Lebensgefühl einer untergehenden Epoche ein.
1936 muss sie Deutschland als Emigrantin endgültig verlassen - das
gesamte Fotomaterial im Gepäck. Ein knappes Jahrzehnt nur gab es
die Fotografin Marianne Breslauer. Nach dem 2. Weltkrieg wurde aus
ihr die Kunsthändlerin Marianne Feilchenfeldt.
Zu ihrem 100. Geburtstag ist die Fotografin nun neu zu entdecken.
In einem reichhaltig illustrierten Ausstellungskatalog werden ihre
unverwechselbaren Bilder endlich wieder sichtbar.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20