Heimliches Berlin - Hessel, Franz

Franz Hessel 

Heimliches Berlin

Roman

Nachwort: Flügge, Manfred
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Heimliches Berlin

Ein Tag im Leben Berlins, das Lebensgefühl der zwanziger Jahre: Franz Hessel entführt mit seinem bekannten kleinen Roman in die Welt der Salons, Bars und Pensionszimmer, zu verarmten Adeligen, Künstlern und Neureichen und zeichnet das beeindruckende Porträt einer Stadt in wilder Armut.

1924 befindet sich die Gesellschaft Berlins im wirtschaftlichen und sozialen Durcheinander, kein Geld, kein Status, nichts mehr da, nur das Gefühl, etwas Großes und Schönes erreichen zu müssen. Der Freundeskreis des verarmten jungen Mannes Wendelin aus gutem Hause besteht aus Menschen, die sich deshalb einem ironisch gefärbten Bohemeleben hingeben. Eines Tages aber flüchtet nach einer Partynacht Karola, die Frau eines älteren guten Freundes, zu ihm und will mit ihm fliehen Bevor es zur Entscheidung kommt, führt dieser Tag dann in einem wild-melancholischen Reigen durch das so graue wie schillernde Berlin jener Zeit. Das Nachwort zu dieser neuen Ausgabe von Hessels Roman stammt von dem Berliner Schriftsteller Manfred Flügge.


Produktinformation

  • Verlag: Lilienfeld Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 150 S.
  • Seitenzahl: 152
  • Lilienfeldiana Bd.12
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 110mm x 18mm
  • Gewicht: 176g
  • ISBN-13: 9783940357236
  • ISBN-10: 3940357235
  • Best.Nr.: 33569853

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Katharina Teutsch freut sich, dass Franz Hessels Schriften wieder gelesen werden. Zu verdanken ist dies den frei gewordenen Rechten siebzig Jahre nach seinem Tod. "Heimliches Berlin" erzählt in dreizehn Fragmenten die Geschichte der berühmten Menage a trois, zwischen Hessel, seiner Frau Helene Grund und dem Schriftsteller Henri-Pierre Roche, und von vielen anderen Ausschweifungen im Berlin der "verbrecherisch schönen Inflationszeit". Bourgeoises und Bohemiens treffen sich in den Nachtclubs des alten Westens, aristokratische Dandys und Mäzene, Sängerinnen und Sekretärinnen. Teutsch liest es fasziniert, wie sich die Trennung der Stände aufhebt, die alten Eliten verschwinden und die "missvergnügte Noblesse in Potsdam" bleibt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Franz Hessel, geb. 1880 in Stettin als Sohn einer großbürgerlichen jüdischen Familie, aufgewachsen im 'Alten Westen' Berlins, lebte Anfang des 20. Jahrhunderts im München des George-Kreises, am Vorabend des ersten Weltkriegs im Paris der Künstler und Kunstgenossen im Umkreis des Café du Dôme am Montparnasse und im Berlin der 1920er Jahre: der Erzähler, Feuilletonist, Herausgeber, Casanova-, Balzac- und zusammen mit Walter Benjamin Proust-Übersetzer, Kritiker und Lektor (im Verlag von Ernst Rowohlt) war im Jahrzehnt vor 1933 eine Institution im literarischen Berlin. Und er war ein Meister der 'Kunst des geselligen Lebens' (nach dem Vorbild des von ihm so gern zitierten Wahlverwandten K. A. Varnhagen): nahe literarische und menschliche Freundschaften verbanden ihn mit Karl Wolfskehl,Walter Benjamin, Alfred Polgar, Ringelnatz, Hans Siemsen, Mascha Kaléko, dem Typographen E. R. Weiß, der Bildhauerin Renée Sintenis, dem Zeichner Rudolf Großmann Franz Hessel flüchtete 1938 nach Paris und starb 1941 im Exil in Sanary-sur-Mer.

Blick ins Buch "Heimliches Berlin"


Leseprobe zu "Heimliches Berlin" von Franz Hessel

Ich habe keine Zeit, das zu verstehen. Meine Erfahrung ist: Mangel im Alltäglichen, schäbige Kleider, unwürdige Trambahnfahrten, minderwertige Menüs, überhaupt die billigen Qualitäten schädigen meine unsterbliche Seele. Ich will möglichst mühelos von dem heiß servierten Reichtum von heute meinen Tribut haben. Und das will ich auch für Wendelin. In welcher Weise es geschieht, ist ganz gleichgültig, wie es heute gleichgültig ist, womit man handelt. Ein Junge wie Wendelin muß sein Reitpferd haben, ein hübsches pied-à-terre, den besten Schneider. Und das alles so bequem wie möglich.

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