Es war in Berlin - Beyerlein, Gabriele

Gabriele Beyerlein 

Es war in Berlin

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Es war in Berlin

Zwei Leben, zwei Perspektiven, eine Geschichte. Deutsche Geschichte um 1895. Die 17-jährige Arbeiterin Clara Bloos und die junge Baronesse Margarethe von Zug sind die beiden Protagonistinnen, die in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche ihren Weg suchen zwischen politischem Engagement und der Hoffnung auf das persönliche Glück. Auch in ihrem letzten Teil der Berlin-Trilogie (nach "In Berlin vielleicht" und "Bülowstraße 80 a) gelingt Gabriele Beyerlein meisterlich die Verknüpfung von Geschichte und individueller Biografie.
Ab 13 Jahren


Produktinformation

  • Verlag: Thienemann Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 718 S.
  • Seitenzahl: 718
  • Best.Nr. des Verlages: 20043
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 224mm x 149mm x 46mm
  • Gewicht: 944g
  • ISBN-13: 9783522200431
  • ISBN-10: 3522200438
  • Best.Nr.: 25646110
Im Zentrum des Romans, der um 1900 spielt, stehen zwei Frauengestalten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Clara Bloos, eine Fabrikarbeiterin, und Margarethe von Zug, Bankierstochter aus besten Kreisen. Die beiden Lebensgeschichten und Handlungsstränge laufen zunächst scheinbar nebeneinander her, ohne sich zu berühren. Was beide Frauen jedoch eint, ist ihre gesellschaftlich nicht akzeptierte Liebe zu dem Dichter Johann Nietnagel, der aus einer bürgerlichen Karriere ausgebrochen und bekennender Sozialist ist. Für die beiden jungen Frauen bringt diese Liebe eine Erschütterung und eine entscheidende Wende in ihrem Leben. Während Clara ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, um die nackte Existenz und die Rettung ihrer vom Hauswart der Mietskaserne missbrauchten kleinen Schwester kämpft, geht es für Margarethe um den Ausbruch aus gesellschaftlichen Konventionen und um den Verzicht von bislang nicht in Frage gestellten Privilegien. Sie begibt sich auf die Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Dieses "Werde, wer Du bist!" findet sie in der entstehenden Frauenbewegung, im Kampf um eine gerechtere Welt. Damit verbunden ist ihre Hoffnung, dass eines Tages alle Frauen "gemeinsam an ihre Hälfte des Himmels kommen". Der Hintergrund dieses spannenden Romans ist kenntnisreich, gut recherchiert, sprachlich differenziert und eindringlich, emotional wachrüttelnd und mit authentischen Milieuschilderungen durchzogen. Die Autorin benutzt Quellen und historische Fakten, um die sozialen Verhältnisse, die Arbeitsbedingungen in den Fabriken, die hygienischen Zustände in den Wohnungen der Arbeiter und das ungerechte "ständische" Rechtssystem zu schildern. Damit ist dieser Roman eine nicht nur fesselnde, sondern ebenso informative Lektüre für jugendliche Leser, die sie ermutigt, schlechte Gegebenheiten nicht einfach hinzunehmen, sondern ihre Veränderung mitzugestalten. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)
Gabriele Beyerlein wurde 1949 in der Oberpfalz geboren und wuchs in Franken auf. Sie studierte Psychologie in Erlangen und Wien, promovierte an der Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitete in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Sie lebt mit ihrem Mann in Darmstadt und hat zwei inzwischen erwachsene Kinder. Aus ihrem Hobby Archäologie wurde nach und nach ihr zweiter Beruf. Seit 1987 ist sie freie Schriftstellerin.

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