Die Zwanziger Jahre in Berlin - Bienert, Michael; Buchholz, Elke L.

Michael Bienert Elke L. Buchholz 

Die Zwanziger Jahre in Berlin

Ein Wegweiser durch die Stadt

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Die Zwanziger Jahre in Berlin

Dreigroschenoper, Bubikopf, Dada, Bauhausarchitektur, Metropolis, Straßenkämpfe - der Mythos der Zwanziger Jahre prägt bis heute das Bild Berlins in der ganzen Welt. Er zieht Touristen in die Stadt und inspiriert die Berliner Stadtplanung und Architektur, das Theater, das Kino und die Literatur. An manchen Orten ist der Geist der Weimarer Republik noch greifbar: an Baustellen wie dem Alexanderplatz, auf S-und U-Bahn-Strecken oder in Wohnanlagen der Zwanziger Jahre, die in jüngster Zeit sorgfältig restauriert wurden. Die Umgestaltung der Museumslandschaft seit der Wiedervereinigung hat neue Anlaufpunkte geschaffen, an denen man sich über Film, Malerei, Design, Geschichte und Stadtentwicklung zwischen 1918 und 1933 informieren kann. Zum ersten Mal liegt nun ein Stadtführer vor, der hilft, die Zwanziger Jahre mit all ihren Facetten im wiedervereinigten Berlin wiederzuentdecken. Zahlreiche Abbildungen, Register und ein Serviceteil erleichtern die Orientierung.


Produktinformation

  • Abmessung: 208mm x 127mm x 28mm
  • Gewicht: 377g
  • ISBN-13: 9783929829280
  • ISBN-10: 3929829282
  • Best.Nr.: 14684753
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.01.2006

Mit der Kutsche bis Paris

Im Jahr 1928 machte sich Gustav Hartmann mit seiner Pferdedroschke auf den Weg von Berlin nach Paris und zurück. Zweitausend Kilometer reiste er in 165 Tagen. Berlin fand so zu einem Symbol für den Übergang von der Kaiserzeit zum schnellen zwanzigsten Jahrhundert. Denn zu diesem Zeitpunkt fuhren schon Autos und Busse. Vier Jahre zuvor war am Potsdamer Platz die erste Ampel installiert worden. Gustav Hartmann wurde - auch das Zeichen der neuen Zeit - zu einem Medienstar. Der Ullstein-Verlag, damals einer der großen Zeitungsverlage, hatte einen Reporter mitgeschickt. Später widmete ihm Hans Fallada den Roman "Der eiserne Gustav". Michael Bienert und Elke Linda Buchholz gehen in ihrem Stadtführer auch diesem Mythos nach - vor allem aber dem Mythos Berlin. Sie beginnen bei der Novemberrevolution 1918/19, widmen sich dann der Entwicklung des Stadtverkehrs, den Bauten, der Kunst, der Großstadtpresse. Der Kurfürstendamm bekommt ein eigenes Kapitel wie auch die "Metropole des Verbrechens". Das letzte Kapitel erzählt unter anderem vom reichen jüdischen Leben bis 1933. Bienert und Buchholz erzählen davon, was damals berühmt war oder wurde …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als "klugen" und "wohlgeordneten" Wegweiser durch das Berlin von heute auf den Spuren von einst lobt Rezensent "F.P." diesen historischen Stadtführer. Seine Autoren gehen den Informationen des Rezensenten zufolge darin dem Mythos der Berliner Roaring Twenties nach. Es beginne mit der Novemberrevolution 1918/19, behandelten neben historischen Figuren wie dem Eisernen Gustav auch die Entwicklung des Verkehrs samt erster Ampel am Potsdamer Platz, Architektur, Kunst und Zeitungswesens ab. Ein eigenes Kapitel sei dem Kurfürstendamm sowie Berlin als "Metropole des Verbrechens" gewidmet. Das letzte Kapitel ende 1933 und erzähle unter anderem vom jüdischen Leben in der Stadt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Michael Bienert, Jahrgang 1964, lebt seit 20 Jahren in Berlin. Seit 1990 leitet er literarische Stadtspaziergänge für »StattReisen«. Er schreibt unter anderem für den Tagesspiegel, die Stuttgarter Zeitung, die Wiener Zeitung und das Literaturblatt und hat neben Beiträgen für Reiseführer auch drei Bücher über die literarische Topographie Berlins veröffentlicht.

Leseprobe zu "Die Zwanziger Jahre in Berlin"

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