Es war eine ganz normale Reise in jenen Augusttagen 1961, als Rita
Mertens im Rostocker Hauptbahnhof in den Zug stieg, um nach Berlin
zu fahren. Noch auf der Ostseite der Stadt, in Berlin-Lichtenberg,
fuhr sie mit der S-Bahn zum Bahnhof Zoo Richtung Westberlin. Eine
alte Verwandte, die in Neukölln wohnte, wollte sie über das
Wochenende besuchen. Rita kam am Freitag, dem 11. August, an und
hatte mitnichten vor, der DDR für immer und ewig den Rücken
zuzukehren.
Zwei Tage später sperrte sie der Arbeiter- und Bauernstaat
aus.
In den frühen Morgenstunden, Rita schlummerte noch tief und fest,
errichtete die DDR die Mauer und veränderte das Leben von Rita und
vielen anderen. Als sie an jenem Sonntag, dem 13. August, im RIAS
die Nachrichten im Radio verfolgte, konnte sie kaum glauben, was
sie da hörte...
Peter Senkstake, ein Bremer Tourist, der im Westteil der nun
gespaltenen Stadt urlaubt, erobert ihr Herz, seine Heimatstadt wird
ihr neues Zuhause - und so beginnt die Familiengeschichte der
Senkstakes.
Ein wundervoller erfrischender Roman des Autors Christoph Elfeldt,
der detailfreudig das gutbürgerlich-spieße Mittelklassetum ein ums
andere Mal auf die Schippe nimmt, dies jedoch mit so viel Liebe,
dass es dem Leser das Herz erfeut.
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