Der nasse Fisch / Gereon Raths erster Fall  - Kutscher, Volker

Volker Kutscher 

Der nasse Fisch / Gereon Raths erster Fall

Roman

Broschiertes Buch
 
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Der nasse Fisch / Gereon Raths erster Fall

Die große Krimi-Entdeckung - jetzt in KiWi. "Der beste deutsche Hardboiler des Jahres" Bücher. Mit diesem Roman beginnt eine sensationelle Serie, mit der Volker Kutscher den Kriminalkommissar Gereon Rath durch das Berlin der 20er- und frühen 30er-Jahre und mitten in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit schickt.Volker Kutscher lässt das Berlin des Jahres 1929 lebendig werden. Sein Held Gereon Rath erlebt eine Stadt im Rausch. Kokain, illegale Nachtclubs, politische Straßenschlachten - ein Tanz auf dem Vulkan. Der junge, ehrgeizige Kommissar, neu in der Stadt und abgestellt beim Sittendezernat, schaltet sich ungefragt in Ermittlungender Mordkommission ein - und ahnt nicht, dass er in ein Wespennest gestoßen hat."Weitere Gereon-Rath-Romane sind in Planung. Hoffentlich erscheinen sie bald!" Brigitte"An zeithistorischen Krimis besteht derzeit großes Interesse, wie vor allem die Bestseller-Erfolge von Anna Maria Schenkel zeigen. Zu diesen schmalen Büchern bildet 'Der nasse Fisch' nicht nur hinsichtlich des Umfangs eine Art Gegenpol. In 'Tannöd' wird Zeitgeschichte nur in homöopathischen Dosen verabreicht. Kutschers Projekt, den Untergang der Weimarer Republik im Medium des Kriminalromans darzustellen, ist ungleich ambitionierter und dabei ganz und gar schlüssig. Es bleibt zu hoffen, dass es die verdiente Beachtung findet." Hardy Reich, FAS"Ein höchst lesenswertes Stück Kriminalliteratur vor politisch-historischem Hintergrund." ORF"Spannung bis zum Schluss!" Kölner Illustrierte


Produktinformation

  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 542 S.
  • Seitenzahl: 542
  • KiWi Taschenbücher Nr.1059
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 404g
  • ISBN-13: 9783462040227
  • ISBN-10: 3462040227
  • Best.Nr.: 23844514
"Ebenso präzise recherchiert wie unprätentiös formuliert, vor allem aber gut ausgedacht, macht Volker Kutschers Roman um Komissar Gereon Rath Lust auf mehr." (Die Welt)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.02.2008

Die Machenschaften des Dr. Schmincke

Krimis, die Zeitgeschichte in homöopathischen Dosen verabreichen, haben Konjunktur. Volker Kutschers Roman über das Ende der Weimarer Republik geht es gewichtiger an.

Das Jahr 1929 gehört nicht unbedingt zu den markanten Geschichtsdaten, die sich im kollektiven Bewusstsein eingegraben haben. Und doch muss es im Rückblick wohl als das Jahr gelten, in dem sich das Schicksal der ersten deutschen Republik entschied. Noch im Vorjahr schien der junge Staat vergleichsweise gefestigt: Die Turbulenzen der Inflation lagen einige Jahre zurück, und nach den Reichstagswahlen, die den Sozialdemokraten starke Gewinne brachten, wurde eine große Koalition aus SPD, Zentrum, DDP und DVP gebildet. Im Herbst 1929 verlor die Republik durch den frühen Tod des Außenministers Gustav Stresemann ihren vermutlich begabtesten Politiker. Wenige Wochen später brach die Weltwirtschaftskrise aus.

Aber schon im Mai hatte sich etwas ereignet, was typisch für die Selbstschwächung der Weimarer Republik erscheint. Berlins sozialdemokratischer Polizeipräsident Karl Zörgiebel hatte, gestützt auf ein seit Ende 1928 geltendes …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Mit offensichtlichem Vergnügen hat Rezensent Oliver Pfohlmann diesen Krimi vor der Kulisse der Weimarer Republik gelesen. Dem Autor Volker Kutscher bescheinigt er einiges handwerkliches Können, genaue historische und milieusichere Recherche sowie die Fähigkeit, meist treffsichere Dialoge zu schreiben. Die knapp 500 Krimiseiten fand der Rezensent "trotz gelegentlicher Längen" insgesamt ziemlich spannend. Nur der Schluss gefiel ihm nicht, zu sehr fühlte er sich an James Ellroys Los-Angeles-Krimi "L. A. Confidential" erinnert. Auch hätten dem Roman aus Rezensentensicht ein paar mehr politisch unkorrekte Ecken und Kanten, Juden und Nazis gut getan. So ist der Roman eine Spur zu solide, meint der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Das fängt ja gut an. Gleich in seinem ersten Kriminalroman über den jungen Ermittler Gereon Rath lässt Volker Kutscher seinen Helden einen Mord begehen, die ein oder andere Linie Koks ziehen, korrupte Geschäfte mit Gangsterbossen machen. Sind halt andere Zeiten! "Der nasse Fisch" spielt im Berlin des Jahres 1929, das Nachtleben boomt, immer mehr politische Splittergruppen formieren sich, die Stadtbewohner führen ein Leben zwischen ausschweifendem Vergnügen und politischen Ausschreitungen. Präzise beschreibt der Kölner Autor in seinem Debüt das Leben zwischen den Weltkriegen, zeichnet so ein gelungenes Sittengemälde, dem man nur selten anmerkt, dass es aus der Sicht eines im 21. Jahrhundert Lebenden geschrieben ist. Kommissar Rath will inmitten dieses rastlosen Treibens mehrere Mordfälle aufklären, in die verschiedene politische Gruppierungen, die Berliner Unterwelt und auch Beamte der Polizei verwickelt sind. Der Fall selbst ist etwas zäh - zu viele Ereignisse passieren in zu kurzer Zeit, so dass die Beschreibungen der Ermittlungen oft oberflächlich bleiben. (jul)
Volker Kutscher, geb. 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln.

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Bewertung von tassieteufel am 22.09.2011 ***** sehr gut
Berlin Ende 20ger Jahre, ein Toter mit grausamen Folterspuren wird aus einem Auto aus dem Landwehrkanal gezogen. Obwohl die Polizei sofort zu ermittel beginnt, gelingt es nicht, die Identität des Toten zu klären, geschweige denn wer ihn ermodet hat.
Kommissar Gereon Rath, neu in Berlin und eigentlich dem Sittendezernat zugeteilt, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Das Buch läßt mich ein wenig zwiespältig zurück, einerseits hat mir gut gefallen, wie der Autor hier den historischen Hintergrund schildert, zum einen das schillerde Nachtleben mit illegalen achtclubs,Kokain und Prostitution und im Gegensatz dazu die Straßenschlachten die sich Kommunisten mit der Polizei liefern und die Anfänge des Nationalsozialismus.
Der Krimifall war allerdings ein wenig enttäuschend für mich, so spannend und vielver sprechend er auch begann, so sehr zieht er sich dann in die Länge. Im Prinzip mag ich es ja, wenn man einen Fall nicht gleich zu Anfang durchschaut und sagen kann, in welche Richtung er steuert und da bietet der Autor ja auch jede Menge Möglichkeiten zum Rätseln, aber der eigentliche Fall verstrickt sich zu sehr in Nebenschauplätzen, die zwar nicht un interessant sind, aber dem "Hauptfall" auch nicht weiterhelfen. Auf Seite 300 weiß die Polizei immer noch nichts und der für sich ermittelnde Rath hat auch kaum mehr heraus gefunden, als er am Anfang schon wußte.
Zum Ende hin wird das Buch allerdings recht spannend, bis auf ein paar kleine Ungereimt heiten werden alle losen Fäden recht gekonnt miteinander verdröselt und Kommissar Rath, der mir anfangs noch nicht so recht sympathisch war,hat mich dann doch noch überrascht

Fazit: orginelle Story mit einem toll geschilderten historischen Hintergrund, man fühlt sich geradezu ins Berlin Ende der 20ger Jahre versetzt, obwohl der Krimifall für mich am Anfang doch einige Längen hatte, wird's zum Ende hin noch richtig spannend und Gereon Rath ist auf jeden Fall eine Perosn mit Potential für weitere Teile.

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Bewertung von joze aus Haar am 29.05.2010 ***** ausgezeichnet
Einer der besten Kriminalromane mit historischen Hintergrund - deutscher Geschichte - die ich je gelesen habe; konnte gar nicht zu lesen aufhören. Man kann schon spüren, dass es in Deutschland bald zu epochalen Ereignissen kommen wird. Empfehle zum Buch einen Berliner Stadtplan der "zwanziger - dreißiger Jahre".

mit freundlichen Grüßen
J. Zehetner

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Bewertung von tomatenfisch aus am Waldesrand am 15.03.2010 ***** weniger gut
Für mich ein sehr langweiliger Krimi, die Story zieht sich ewig hin, die Zeit in der der Roman spielt kann ihren Schrecken zu keinem Zeitpunkt entfalten. Ich hatte leider viel mehr erwartet und bin dementsprechend enttäuscht. Von diesem Autor werde ich keinen Roman mehr lesen.

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Bewertung von Sillesoeren aus Hürth am 29.01.2009 ***** ausgezeichnet
Ich bin Kölnerin, liebe Berlin, historische Romane und Regionalkrimis - besser könnte es ein Buch nicht treffen, das als Protagonisten einen Kölner Kriminalkommissar hat, der 1929 nach Berlin versetzt wird. Volker Kutscher hat es nicht nur geschafft, mich dazu zu bringen, dieses verflixt schwere Buch über 200 km wandernd durch halb Frankreich zu schleppen, sondern auch dazu, nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung zu warten.

Wenn deutschen Romanautoren im internationalen Vergleich mitunter vorgehalten wird, zu wenig Spannung aufzubauen, zu einspurig zu sein oder es an Komplexität fehlen zu lassen: Auf Volker Kutscher und seinen kalten Fisch trifft das nun gar nicht zu. Beim Lesen, Spekulieren und Nachdenken kann man sich ganz schön das Hirn verknoten. Und nicht einmal das gibt - trotz vieler entsprechender Hinweise im Text - die Gewähr, als Leser schon vor dem Protagonisten auf der Rätsel Lösung zu kommen.

Gereon Rath, der je nach Situation liebenswerte, voreilige, chaotische, tappige, unbeholfene, mutige und vor allem überehrgeizige ist ein Protagonist, über den ich mich beim Lesen herrlich aufregen kann - und auf dessen neue Abenteuer ich nun schon warte.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von Polar aus Aachen am 23.10.2007 ***** ausgezeichnet
War Volker Kutscher in seinen Krimis bisher dem Bergischen zugewandt, rückt er mit Der nasse Fisch das Berlin der frühen dreißiger Jahre in den Mittelpunkt seiner Geschichte. Er versteht es, nicht nur den Stallgeruch jener Jahre zu beschwören, auch vernetzt er die politischen Ereignisse, die Wirren der einzelnen Strömungen zu einem spannenden Fall über Waffenschieberei, verstecktes Gold, dem Kampf der Roten gegen die Stahlhelm-Fraktion, den Interessen der Unterwelt durch nutzbringende Morde. Es ist die Geschichte des Kriminalkommissars Gereon Raths, der sich nach Berlin versetzen läßt, um dubiosen Vorkommnissen seiner Amtszeit in Köln zu entkommen, die Geschichte eines Vater-Sohn-Konflikts, wo der Vater ein berühmter Polizist ist, der Sohn seinen übersteigerten Ehrgeiz daraus bezieht, es ihm einerseits gleich tun, andererseits sich ihm entziehen will. Daß Rath nicht mal in der Liebe Grenzen kennt, sich auf Grund seiner Heimlichtuerei plötzlich zwischen alle Stühle gesetzt sieht, ist ebenso ein geschickter Schachzug des Autors, wie das überzeugende Ende, wo die gute Seite sich gezwungen sieht, vieles unter den Teppich zu kehren, um ihrer Sache nicht zu schaden. Kutscher vermag, den großen wie den kleinen Bogen zu ziehen, indem er seine Figuren mit soviel Eigenschaften ausschmückt, daß deren Verhalten, Schweigen überzeugend und nicht konstruiert erscheint. Man kann nur hoffen, daß uns Kommissar Rath wieder einmal begegnet. Ein spannender Kriminalroman, der abseits des Alexanderplatzes Berlin entstehen läßt, als habe es nie eine Mauer, nie zwei Staaten gegeben.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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