Der kleine Bruder - Regener, Sven

Sven Regener 

Der kleine Bruder

Roman

Gebundenes Buch
 
4 Kundenbewertungen
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Der kleine Bruder

Der lang erwartete Mittelteil der Lehmann-Trilogie von Sven Regener"Neues Leben hin, neues Leben her, dachte Frank, es sollte nicht mit der Fahrt durch einen langen, dunklen Tunnel beginnen. Oder vielleicht doch, dachte er, als in der Ferne die hell strahlende Grenzkontrollstelle auftauchte wie ein frisch gelandetes Raumschiff. Oder vielleicht gerade doch."Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine - alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt - Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal nach Berlin - zu seinem großen Bruder Manni, der dort als Künstler lebt und eine große Nummer ist. Dachte er. Doch Manni ist weg. Weder sein Vermieter Erwin Kächele noch dessen Nichte Chrissie oder sein Mitbewohner Karl haben eine Ahnung, wo Manni steckt. Außerdem nennen sie ihn nicht Manni, sondern Freddie. Und haben sofort eine konkrete Idee davon, was Frank zu tun hat: Anstelle seines Bruders an einem kurzfristig anberaumten Krisenplenum teilnehmen.

Damit beginnt eine lange Nacht, in der Frank Lehmann lernt, dass in einer Welt, in der alle Künstler sein wollen, nichts notwendigerweise das ist, als das es erscheint, und in der er mehr über seinen Bruder erfährt, als er wissen will, aber nie das, wonach er fragt.

Und mit einer Nacht ist es nicht getan, denn wie sagt Karl, der Typ, den Frank auf Anhieb nicht mag und der sein bester Freund werden wird: "Das ist wie in der Geisterbahn. Jetzt sind alle eEingestiegen, und der Bügel geht runter, und dann müssen das auch alle bis zu Ende mitmachen ..."


Produktinformation

  • Verlag: Eichborn
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 281 S.
  • Seitenzahl: 281
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 132mm x 26mm
  • Gewicht: 417g
  • ISBN-13: 9783821807447
  • ISBN-10: 382180744X
  • Best.Nr.: 23824409
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die 48 Stunden Handlung und 300 Seiten von "Der kleine Bruder" wurden für Sven Strickers Hörspiel auf zwei Stunden zusammengeschrumpft. Aber da im letzen Teil der Lehmann-Trilogie ohnehin nicht viel passiert, ist die Verkürzung kein Problem: Anfang der 80er verlässt Frank Lehmann Bremen und fährt nach Westberlin, wo er nicht wie erwartet seinen Bruder Manfred, sondern eine für ihn neue Welt aus Hausbesetzern, Künstlern, Punks und haufenweise Dosenbier vorfindet. Lehmanns erste Berlinerfahrungen machen sich gut als Hörspiel, denn auf den nächtlichen Streifzügen der Protagonisten wird vor allem gelabert. Sven Regener ist ja bekannt für seine genial schnoddrigen Dialoge, und gelesen von Hochkarätern wie Florian Lukas (Lehmann) und Bjarne Mädel (Karl) gewinnen sie nochmals hinzu. Auch dann noch empfehlenswert, wenn man das Buch schon kennt. (kat)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.09.2008

Lenin mit h - die spinnen doch!

Kunst ist, wenn einer sagt, dass es Kunst ist - im Zweifelsfall Sven Regener. Zum Abschluss seiner Lehmann-Trilogie lässt er den Helden in Berlin ankommen, wo auch bei Tag alle Katzen grau sind.

Von Edo Reents

Der erste Satz ist kurz, keine Zeile lang: "Irgendwann war es so dunkel, daß Wolli schwieg." Der zweite, dessen erstes Wort ("Frank") die erste Zeile abschließt, geht über die restliche Seite. Was soll das, fragt man sich, will hier einer Kleist spielen? Das wäre einem Schriftsteller wie Sven Regener vermutlich zu albern; albern in dem Sinne, dass er nicht wüsste, wozu er einen fremden Ton nachahmen sollte, wo er doch einen eigenen hat. Der sogenannte Regener-Sound, der seit dem sehr gut verkauften Romandebüt "Herr Lehmann" (2001) nicht nur popaffinen Lesern angenehm in den Ohren klingt, zeichnet sich kaum durch Komplexität aus als vielmehr dadurch, dass an manchen Stellen, an denen ein Komma steht, auch ein Punkt oder ein Semikolon stehen könnte. Ein guter Trick: einfach so tun, als hätte man auch die Hypotaxe drauf. Aber der zweite, parataktische Satz des dritten Sven-Regener-Romans ist in …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Sehr schätzt Edo Reents die Trilogie um Frank Lehmann, die Sven Regener mit diesem - chronologisch zwischen den beiden anderen gelegenen - dritten Band nun abschließt. Regener sei einer, der alles Dramatische entdramatisiert und das Pathos entschlossen "runterkühlt". Das bekomme seinen Figurenporträts bestens - und dem hier gezeichneten Porträt der Stadt Berlin ganz besonders. Das Jahr der Handlung von "Der kleine Bruder" ist 1980, die Ereignisse sind auf zwei Tage verdichtet. Es sind die Tage nach der Ankunft des Titel-Helden in der sagenumwobenen Insel- und Mauerstadt Berlin. Er sucht seinen Bruder und trifft auf allerhand Künstler bzw. Typen, die es gerne wären oder werden wollen oder die einfach behaupten, sie seien Künstler, weil sie sagten, dass sie es sind. "Ironisch", aber nie "gehässig" verhalte sich Regener zu seinem Personal, "geduldig" beschreibe er, ohne sich "in Details zu verlieren". Dies sei nicht der beste Band der Trilogie, resümiert Reents, aber allemal lesenswert sei er auch. Und den Helden Frank Lehmann, den wird er, wie er versichert, vermissen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.11.2009

DAS HÖRBUCH
Immer zu früh ist auch unpünktlich
Berlinmarketing vom Feinsten: Sven Regeners „Der kleine Bruder”
Frank Lehmann ist hier bekanntlich kein Börsenprofi, sondern ein junger Mann, der ein neues Leben beginnen will. Zu diesem Zweck verlässt er Mitte der achtziger Jahre Bremen, fährt mit Freund Wolli nach Berlin, den Bruder suchend. Ebendieser Manfred wird von seinen dortigen Kumpanen Freddy genannt, während der kleine Bruder ihn Manni ruft. Erst ganz am Ende des Romans von Sven Regener gelingt die Familienzusammenführung. In der Zwischenzeit wird Bier getrunken, Musik gehört und so getan, als halte man ein Haus besetzt. Das nämlich war Mannis größter Beitrag zum Kreuzberger Kulturleben: eine Hausbesetzungssimulation.
Die Handlung von „Der kleine Bruder” ist kaum der Rede wert. Reflexionen sucht man meist vergebens, die Poesie nistet nur zwischen den Zeilen. Dennoch oder deswegen wurde die Kreuzberger Trilogie, der außerdem „Herr Lehmann” und „Neue Vahr Süd” angehören, ein grandioser Publikumserfolg. Woran das lag und warum die Kritik dennoch gut daran tut, hier frohgemut zu …

Weiter lesen

'Trilogie vollendet, Wunder vollbracht: Aus einer mittelmäßigen Existenz wurde eine überragende Romanfigur.“ (stern, 28. August) 'Da ist er wieder, der typische Lehmann-Sound, schnodderig und direkt.“ (Der Spiegel, Jenny Hoch, 35/2008) 'Unglaublich komisch sind wieder die lässigen Beschreibungen der alkoholgeschwängerten Mir-doch-egal-finnich-gut-finnichnichgut-Ethik am Tresen. Das kann Regener. Dieses herrliche Geschwafel nachstricken über Kunst, K-Gruppen, Punk und Pustekuchen.“ (Neue Presse, Henning Queren, 28. August 2008) 'Sven Regener ist ein Virtuose des redundanten Dialogs. Er besitzt die Gabe, den nöligen Udo-Lindenberg-Ton jener Jahre, die gemütvolle Abgebrühtheit, die jeder Zeitökonomie enthobene Umstandskrämerei, die Küchenphilosophie und den pseudobürokratischen Jargon des WG-Milieus mit hohem Wiedererkennungswert zu verschriftlichen.“ (Süddeutsche Zeitung, Kristina Maidt-Zinke, 4. September 2008) 'Auch Sven Regeners neuester Roman der Lehmann-Trilogie offenbart die Qualitäten des seit 1982 in Berlin lebendem Bremer Autors, die schon die vorhergehenden Bücher so erfolgreich machten. Regener ist ein ungewöhnlich präzise beschreibenden Chronist einer Szene, die ihre eigene Sprache und typische Verhaltensweisen kultivierte. Er hat einen wunderbar trockenen, fast schon lapidaren Humor, er gibt seinen Figuren ein klares sprachliches Gesicht.“ (Bremer Nachrichten, Peter Groth, 30. August 2008) 'Herr Lehmann fühlt sich in Geiselhaft genommen. Und genauso geht es dem Leser, von Anfang an. Dieser Roman nimmt einen in Geiselhaft, stundenlang, bis zur letzten Seite, bis die Lichter leuchten, bis sich das Foyer geleert, die Geschichte beruhigt hat und endlich alle beisammen sind. (1LIVE, Jan Drees, 11. September 2008) “Der in seiner Wortkargheit grandios-stimmungsvolle Schluss enthält die einzige weiche, gewissermaßen die charakterliche Sollbruchstelle, die Frank Lehmann endgültig als den guten Kerl ausweist, als den wir ihn schon seit zwei Romanen kannten.' (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Edo Reents, 13. September 2008) 'Es ist, als ob man nach längerer Zeit einen guten Kumpel wiederträfe: Man freut sich aufrichtig, zu hören, wie's ihm so ergangen ist. (...) Er wird uns fehlen. Einer wie Lehmann ist kein großer Held, aber ein ehrlicher Typ. Wir hatten viel Spaß mit ihm.“ (Frankfurter Neue Presse, Michael Kluger, 11. September 2008) 'In Regeners neuem Roman passiert nicht viel, es wird vor allem geredet - und auch das über wenig weltbewegende Themen. Doch wie Lehmann mit staunenden Augen durch das Kreuzberg der frühen 80er Jahre stapft, sich die Nächte um die Ohren schlägt, viel Bier trinkt, Hausbesetzer und abgedrehte Künstler trifft und dabei eigentlich nur seinen großen Bruder sucht, erzählt Regener so glaubwürdig, als wär's seine eigene Geschichte.“ (Deutsche Presse Agentur, Andreas Heimann, 4. September 2008) 'Regener, das ist vielleicht das eigentliche biografische Moment, ist der genaue Antipode zu seinen aufgeplusterten Romanfiguren, die sich samt und sonders einbilden, großartige Künstler zu sein. Regener ist ein großer Künstler - und er bildet sich nichts darauf ein.“ (Stuttgarter Zeitung, Jan Ulrich Welke, 4. September 2008) 'Regeners Kunst ist eine Sprache, die so frisch und natürlich wirkt, als würde alle Dialoge tatsächlich genau so stattfinden - und dennoch würzt er allen trockenen Humor mit Melancholie und Wärme.“ (tz, 3. September 2008) 'Regener hat mit viel Humor und Geist den Charme des Vorwendeberlins eingefangen. Vielleicht der beste Part der Trilogie.“ (Playboy, 1. Oktober 2008) 'Das Wiedersehen mit dem lakonischen Alltagsphilosophen trifft alle Erwartungen, nur mischt sich in die Freude über ein paar äußerst amüsante Lesestunden etwas Wehmut. Schließlich bedeutet dieser Band den Abschied von Lehmann und seinen Kumpels.“ (20cent, Heiko Nemitz, 9. September 2008) 'Skurril und sehr amüsant.“ (Cosmopolitan, Katja Ehinger, 1. Oktober 2008) 'Pflichtlektüre!“ (The Gap. Magazin für Popkultur, 9/2008) 'Wie gewohnt erzählt Regener dialogstark und komisch vom Leben vor dem Fall der Mauer. 'Der kleine Bruder“ ist eine bunte, sozialgeschichtliche Exkursion in eine Zeit, die fast schon in Vergessenheit geraten ist ...“ (NDR, Norbert Bourgeon, 8. September 2008) 'Wie literarisch zugespitzt, wie plastisch prägnant Regener diesen Erinnerungen den Atem jener Zeit einhaucht, ist in seiner unaufgeregten Einfachheit schlicht grandios.“ (Neues Deutschland, Martin Hatzius, 16. September) 'Ein witziges, geistreiches und melancholisches Dialogfeuerwerk, das den Ton der Zeit trifft.“ (Bild am Sonntag, 14. September 2008) 'Großartig komische Dialoge.“ (Musikexpress, Oliver Götz, 1. Oktober 2008) “Und' Ist der letzte Teil der Lehmann-Trilogie so gut wie die Vorgänger' Ist er, wenn auch anders ...“ (bücher, 6/2008) 'Man muss es einfach sagen: So gut wie Regener (...) schreibt in ganz Popdeutschland niemand.“ (In, Rupert Sommer, 25. September 2008) 'Regener hat sich dabei vor allem auf das spezialisiert, was er besonders gut kann: scharfsinnige Dialoge schreiben.“ (Emotion, Heike Kottmann, Oktober 2008) ' ... eine witzige Hommage an das Berlin der 80er-Jahre und das Lebensgefühl damals.“ (Bunte, 16. Oktober 2008) 'Dieser anekdotische, aberwitzige Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.“ (Abendzeitung, 15. Oktober 2008) 'Alltäglich, einfach und doch voll Ironie, literarischer Tiefe und zwischenmenschlichem Witz, dass man nach 282 Seiten einfach nur weiterlesen will, immer weiter, weil es genial ist und so viel Spaß macht.“ (lift, 1. Oktober 2008) ' ... skurril, komisch, klug!“ (TV Movie, 3. Oktober 2008) ' ... das ist ganz großer Lesespaß!“ (express.de, 14. November 2008) 'Der Roman hat einen neuen Stil und ist künstlerischer und stellenweise komischer als die vorangegangenen.“ (Die Welt, Julika Pohle, 14. November 2008)

"Anhören und kringelig lachen!" Life & Style

Die Trilogie ist komplett, mit "Der kleine Bruder" erscheint der missing link zwischen "Neue Vahr Süd" und "Herr Lehmann". Frank Lehmann lässt Elternhaus, Kaserne und sein Bremer WG-Zimmer hinter sich, um in Westberlin seinen Bruder und einen Neuanfang zu finden. Autor Sven Regener gibt seinem Helden für beides nur knapp 48 Stunden und gut 300 Seiten. Erstaunlich, wie schnell sich der muffelige Lehmann in einem ihm komplett fremden Paralleluniversum akklimatisiert, in dem Regener alles auffährt, wofür das Kreuberg von 1980 berüchtigt ist: Punks, Künstler, Hausbesetzer und Dosenbier. Allerdings ist es in seiner Erwartbarkeit schon fast langweilig, wie souverän er auch ein drittes Mal groteske Situationen baut, brillante Dialoge entwirft und mit lapidarem Witz unterhält. Natürlich lässt sich auch die Gegenwart in dem Roman spiegeln. Wer allerdings den heutigen Karrierismus bejammern und mit Hilfe von "Der kleine Bruder" nicht mehr vorhandenen Freiräumen nachtrauern will, dem stopft Regener das Maul. Etwa wenn er eine Hausbesetzung als gefaked enttarnt, weil der vermeintliche Besetzer und eigentliche Besitzer PR für sein Kunstprojekt will. (cs)
Sven Regener wurde 1961 in Bremen geboren. 1985 gründete er die Band "Element of Crime", die mit deutschsprachigen Alben wie "Damals hinterm Mond" und "Weißes Papier" eine große Popularität erlangte. Sven Regener ist Sänger und Texter der Gruppe. 2011 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik.

Leseprobe zu "Der kleine Bruder"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Der kleine Bruder zu blättern!



Leseprobe zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

1. PATTY HEARST

Irgendwann war es so dunkel, daß Wolli schwieg. Frank Lehmann bemerkte das erst gar nicht, weil er schon lange nicht mehr hinhörte, schon kurz hinter der Grenze bei Helmstedt hatte er die Ohren auf Durchzug gestellt und sich aufs Fahren konzentriert, vor allem darauf, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h nicht zu überschreiten, denn das war ja schon Wollis Hauptthema zwischen Bremen und Hannover gewesen, daß die einen fertigmachen würden, wenn sie einen dabei erwischten, wie man ihre Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h ignorierte, das hatte, allein schon durch die Sturheit, mit der Wolli dieses Thema zwischen Achim und Allertal in einem unaufhörlichen Redefluß wieder und wieder zu Tode geritten hatte, irgendwann dann doch Eindruck auf Frank gemacht, nicht so sehr, daß er Wollis Erzählungen, die immer Erzählungen von Leuten wiedergaben, die Leute kannten, denen das Erzählte einst widerfahren war, und die zusammengefaßt darauf hinausliefen, daß ein allzu sorgloser rechter Fuß sie direkt in den Gulag bringen würde, für wirklich bare Münze genommen hätte, aber er war immerhin so weit davon eingeschüchtert, daß er um seine Ersparnisse zu fürchten begann, jene paar hundert Mark, die er von seinem Postsparbuch abgehoben hatte, um nach Berlin zu seinem Bruder zu fahren und ein neues Leben anzufangen, denn das war sein Plan.

Kein besonders ausgefeilter Plan, dachte er gerade, als Wolli aufhörte zu reden und sie gemeinsam schweigend in das sehr dunkle Dunkel der Transitstrecke durch die DDR starrten, hat ein paar Schönheitsfehler, der Plan, dachte er, aber dann fiel ihm auf, daß Wolli nicht mehr redete, und die Stille hatte, zusammen mit der sie umgebenden Finsternis, eine beruhigende, einlullende Wirkung, der er sich gerne hingab. Scheiß drauf, ob der Plan Schönheitsfehler hat, dachte er, Hauptsache, es ist mal Ruhe im Schiff, und dann sah er nur noch der Straße dabei zu, wie sie sich in das funzlige Licht seiner Scheinwerfer schob wie ein alter, harter Teppich. Leider hatte er keinen Vordermann mehr, dem er folgen konnte, der letzte war vor einer Viertelstunde abgebogen in das Land um sie herum, von dem man nichts sah oder hörte, und Wolli hatte sich danach noch eine Weile darüber ausgelassen, daß das ein Trabant gewesen sei und was das zu bedeuten habe und so weiter und so fort, aber wenigstens war dieser Trabant, wenn es denn einer gewesen war, nicht so schnell gewesen, daß Frank ihn hatte ziehen lassen müssen wie all die anderen Autos, die sie in der Zwischenzeit überholt hatten, der Trabant hatte genau die richtige, risikoarme, von Wolli dringend empfohlene Geschwindigkeit gehabt, und er hatte sie sicher durch die Finsternis geführt. Nun war er fort, aber dafür hielt Wolli mal die Klappe, und das war doch auch schon was, fand Frank.

Das ging etwa fünf Minuten so, draußen war alles dunkel und drinnen war es still, wenn man vom gleichmäßigen Röhren von Franks altem Kadett einmal absah. Das waren fünf spannende Minuten, denn Frank konnte direkt spüren, wie sich in Wolli der Druck aufbaute, etwas zu sagen, und wie er zugleich davor zurückschreckte, das Schweigen zu durchbrechen, wie dieses Schweigen also unter Wollis innerem Druck immer mehr anschwoll wie ein Ballon, den ein maßloses Kind manisch aufpustete und der jeden Moment platzen mußte, so daß man die Augen zusammenkniff, das Gesicht verzog und in den Schultern verkrampfte in Erwartung des Knalls, so kam ihm, Frank, das jedenfalls vor während dieser fünf Minuten schweigender Fahrt durch die von keinerlei Licht in der Landschaft gemilderte Dunkelheit, die sie mit knapp hundert Sachen durchröhrten, das sind ganz schön neurotische Gedanken, dachte er, Kinder, Luftballons, schlimm, dachte er, aber was Wunder, wenn man seit Stunden durch Wollis Gelaber zermürbt wird, dachte er, so sehr zermürbt, daß man es sich zurückwünscht, wenn es aufhört, das kennt man sonst nur von Geiseln, die sich irgendwann mit ihren Geiselnehmern identifizieren, dachte er, Patty Hearst, Patty Hearst war so ein Fall gewesen, dachte Frank, er hatte viel darüber gelesen damals, vor Jahren, als das ein großes Ding gewesen war, ihn hatte das sehr fasziniert, dieser ganze Kidnapping-, Geisel- und Gehirnwäschekram, das hatte ihm gefallen, er war noch in der Schule gewesen damals, als Schüler steht man auf sowas, dachte er, er hatte sich sogar ein bißchen in Patty Hearst verliebt damals, weil sie auf dem Bild von dem Banküberfall so sexy ausgesehen hatte, und deshalb sagte er nun, um Wolli nicht weiterhin diesen Qualen ausgesetzt zu wissen, von denen er, als Wollis Geisel, ihn im Patty Hearstschen Sinne natürlich erlöst wissen wollte, einfach das Nächstbeste, was ihm einfiel: "Patty Hearst!"

"Genau", sagte Wolli. "Symbionese Liberation Army.

Keine Ahnung, was die eigentlich wirklich wollten, da hat ja nun echt keiner durchgeblickt."

"Ja, ich auch nicht", sagte Frank. Man darf Wolli nicht unterschätzen, dachte er.

"Lehnin!" rief Wolli und zeigte in die Dunkelheit, in der ein schmutziges, nichtreflektierendes Hinweisschild auftauchte, "Lehnin! Mit h! Die spinnen doch!"

Plötzlich waren sie nicht mehr allein auf der Straße. Von hinten kamen Autos, die sie nicht überholten, sondern sich damit begnügten, bis zu ihnen aufzuschließen und Frank im Rückspiegel zu blenden. Und auch vor ihnen tauchte bald eine größere Ansammlung von Autos auf, die wie auf eine Schnur gefädelt auf der rechten Spur dahinkrochen.

"Warum sind die jetzt plötzlich alle so langsam?" fragte Frank.

"Da kommt jetzt gleich die Abfahrt", sagte Wolli und rutschte nervös auf seinem Sitz hin und her, "da kommt gleich die Abfahrt, bloß nicht überholen, da mußt du aufpassen, so ein Schild mit ?Transit Westberlin?, das darfst du auf keinen Fall verpassen."

Wie um ihn zu bestätigen, fing die Schlange vor ihnen geschlossen an zu blinken, und dann tauchte auch schon das von Wolli angekündigte Schild auf, und sie bogen alle zusammen ab auf eine andere Autobahn.

"Jetzt sind wir gleich da, jetzt sind wir gleich da", sagte Wolli.

"Aber es ist doch überhaupt nichts zu sehen", sagte Frank.

"Das ist immer so", sagte Wolli, "das hat nichts zu sagen.

Aber das merkst du ja schon dadurch, wie voll das hier ist, daß wir gleich da sind!" Er starrte unruhig hinaus auf die Straße, mal aus dem Seitenfenster, mal durch die Frontscheibe.

"Da kommt auch gleich nochmal ein Schild mit ?Transit Westberlin?. Das dürfen wir auch auf keinen Fall verpassen!"

"Okay", sagte Frank. Man kann kein neues Leben anfangen und einen wie Wolli dabeihaben, dachte er, während Wolli neben ihm immer mal wieder "Achtung, gleich!" rief, nichts gegen Wolli, dachte Frank, er ist ein netter Kerl, aber man kann froh sein, wenn man ihn jetzt mal ein paar Wochen lang nicht sieht.

"Jetzt, jetzt!" schrie Wolli wie von Sinnen. "Jetzt raus hier, raus hier, Transit!"

Frank nahm die Ausfahrt nach Westberlin. Oder was Wolli dafür hielt. Denn sie gelangten zwar auf eine andere Autobahn, aber von der Stadt war immer noch nichts zu sehen.

"Ich mein, Wolli, ich war ja noch nie in Berlin, aber das ist doch so eine große Stadt, warum sieht man denn davon nichts?"

"Das ist immer so", sagte Wolli, "da kommt gleich erstmal der Grenzübergang."

"Den sehe ich auch nicht", sagte Frank.

"Der kommt aber", beharrte Wolli. "Der muß ja kommen.

Die können den ja nicht plötzlich abgebaut haben."

Der ist ziemlich mit den Nerven fertig, dachte Frank, und er selbst, soviel war mal klar, war das mittlerweile auch. Neues Leben hin, neues Leben her, dachte er, es sollte nicht mit der Fahrt durch einen langen, dunklen Tunnel beginnen.

Oder vielleicht doch, dachte er, als in der Ferne die hell strahlende Grenzkontrollstelle auftauchte wie ein frisch gelandetes Raumschiff. Oder vielleicht gerade doch.

Leseprobe zu "Der kleine Bruder" von Sven Regener

1. PATTY HEARST

Irgendwann war es so dunkel, daß Wolli schwieg. Frank Lehmann bemerkte das erst gar nicht, weil er schon lange nicht mehr hinhörte, schon kurz hinter der Grenze bei Helmstedt hatte er die Ohren auf Durchzug gestellt und sich aufs Fahren konzentriert, vor allem darauf, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h nicht zu überschreiten, denn das war ja schon Wollis Hauptthema zwischen Bremen und Hannover gewesen, daß die einen fertigmachen würden, wenn sie einen dabei erwischten, wie man ihre Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h ignorierte, das hatte, allein schon durch die Sturheit, mit der Wolli dieses Thema zwischen Achim und Allertal in einem unaufhörlichen Redefluß wieder und wieder zu Tode geritten hatte, irgendwann dann doch Eindruck auf Frank gemacht, nicht so sehr, daß er Wollis Erzählungen, die immer Erzählungen von Leuten wiedergaben, die Leute kannten, denen das Erzählte einst widerfahren war, und die zusammengefaßt darauf hinausliefen, daß ein allzu sorgloser rechter Fuß sie direkt in den Gulag bringen würde, für wirklich bare Münze genommen hätte, aber er war immerhin so weit davon eingeschüchtert, daß er um seine Ersparnisse zu fürchten begann, jene paar hundert Mark, die er von seinem Postsparbuch abgehoben hatte, um nach Berlin zu seinem Bruder zu fahren und ein neues Leben anzufangen, denn das war sein Plan.

Kein besonders ausgefeilter Plan, dachte er gerade, als Wolli aufhörte zu reden und sie gemeinsam schweigend in das sehr dunkle Dunkel der Transitstrecke durch die DDR starrten, hat ein paar Schönheitsfehler, der Plan, dachte er, aber dann fiel ihm auf, daß Wolli nicht mehr redete, und die Stille hatte, zusammen mit der sie umgebenden Finsternis, eine beruhigende, einlullende Wirkung, der er sich gerne hingab. Scheiß drauf, ob der Plan Schönheitsfehler hat, dachte er, Hauptsache, es ist mal Ruhe im Schiff, und dann sah er nur noch der Straße dabei zu, wie sie sich in das funzlige Licht seiner Scheinwerfer schob wie ein alter, harter Teppich. Leider hatte er keinen Vordermann mehr, dem er folgen konnte, der letzte war vor einer Viertelstunde abgebogen in das Land um sie herum, von dem man nichts sah oder hörte, und Wolli hatte sich danach noch eine Weile darüber ausgelassen, daß das ein Trabant gewesen sei und was das zu bedeuten habe und so weiter und so fort, aber wenigstens war dieser Trabant, wenn es denn einer gewesen war, nicht so schnell gewesen, daß Frank ihn hatte ziehen lassen müssen wie all die anderen Autos, die sie in der Zwischenzeit überholt hatten, der Trabant hatte genau die richtige, risikoarme, von Wolli dringend empfohlene Geschwindigkeit gehabt, und er hatte sie sicher durch die Finsternis geführt. Nun war er fort, aber dafür hielt Wolli mal die Klappe, und das war doch auch schon was, fand Frank.

Das ging etwa fünf Minuten so, draußen war alles dunkel und drinnen war es still, wenn man vom gleichmäßigen Röhren von Franks altem Kadett einmal absah. Das waren fünf spannende Minuten, denn Frank konnte direkt spüren, wie sich in Wolli der Druck aufbaute, etwas zu sagen, und wie er zugleich davor zurückschreckte, das Schweigen zu durchbrechen, wie dieses Schweigen also unter Wollis innerem Druck immer mehr anschwoll wie ein Ballon, den ein maßloses Kind manisch aufpustete und der jeden Moment platzen mußte, so daß man die Augen zusammenkniff, das Gesicht verzog und in den Schultern verkrampfte in Erwartung des Knalls, so kam ihm, Frank, das jedenfalls vor während dieser fünf Minuten schweigender Fahrt durch die von keinerlei Licht in der Landschaft gemilderte Dunkelheit, die sie mit knapp hundert Sachen durchröhrten, das sind ganz schön neurotische Gedanken, dachte er, Kinder, Luftballons, schlimm, dachte er, aber was Wunder, wenn man seit Stunden durch Wollis Gelaber zermürbt wird, dachte er, so sehr zermürbt, daß man es sich zurückwünscht, wenn es aufhört, das kennt man sonst nur von Geiseln, die sich irgendwann mit ihren Geiselnehmern identifizieren, dachte er, Patty Hearst, Patty Hearst war so ein Fall gewesen, dachte Frank, er hatte viel darüber gelesen damals, vor Jahren, als das ein großes Ding gewesen war, ihn hatte das sehr fasziniert, dieser ganze Kidnapping-, Geisel- und Gehirnwäschekram, das hatte ihm gefallen, er war noch in der Schule gewesen damals, als Schüler steht man auf sowas, dachte er, er hatte sich sogar ein bißchen in Patty Hearst verliebt damals, weil sie auf dem Bild von dem Banküberfall so sexy ausgesehen hatte, und deshalb sagte er nun, um Wolli nicht weiterhin diesen Qualen ausgesetzt zu wissen, von denen er, als Wollis Geisel, ihn im Patty Hearstschen Sinne natürlich erlöst wissen wollte, einfach das Nächstbeste, was ihm einfiel: "Patty Hearst!"

"Genau", sagte Wolli. "Symbionese Liberation Army.

Keine Ahnung, was die eigentlich wirklich wollten, da hat ja nun echt keiner durchgeblickt."

"Ja, ich auch nicht", sagte Frank. Man darf Wolli nicht unterschätzen, dachte er.

"Lehnin!" rief Wolli und zeigte in die Dunkelheit, in der ein schmutziges, nichtreflektierendes Hinweisschild auftauchte, "Lehnin! Mit h! Die spinnen doch!"

Plötzlich waren sie nicht mehr allein auf der Straße. Von hinten kamen Autos, die sie nicht überholten, sondern sich damit begnügten, bis zu ihnen aufzuschließen und Frank im Rückspiegel zu blenden. Und auch vor ihnen tauchte bald eine größere Ansammlung von Autos auf, die wie auf eine Schnur gefädelt auf der rechten Spur dahinkrochen.

"Warum sind die jetzt plötzlich alle so langsam?" fragte Frank.

"Da kommt jetzt gleich die Abfahrt", sagte Wolli und rutschte nervös auf seinem Sitz hin und her, "da kommt gleich die Abfahrt, bloß nicht überholen, da mußt du aufpassen, so ein Schild mit ?Transit Westberlin?, das darfst du auf keinen Fall verpassen."

Wie um ihn zu bestätigen, fing die Schlange vor ihnen geschlossen an zu blinken, und dann tauchte auch schon das von Wolli angekündigte Schild auf, und sie bogen alle zusammen ab auf eine andere Autobahn.

"Jetzt sind wir gleich da, jetzt sind wir gleich da", sagte Wolli.

"Aber es ist doch überhaupt nichts zu sehen", sagte Frank.

"Das ist immer so", sagte Wolli, "das hat nichts zu sagen.

Aber das merkst du ja schon dadurch, wie voll das hier ist, daß wir gleich da sind!" Er starrte unruhig hinaus auf die Straße, mal aus dem Seitenfenster, mal durch die Frontscheibe.

"Da kommt auch gleich nochmal ein Schild mit ?Transit Westberlin?. Das dürfen wir auch auf keinen Fall verpassen!"

"Okay", sagte Frank. Man kann kein neues Leben anfangen und einen wie Wolli dabeihaben, dachte er, während Wolli neben ihm immer mal wieder "Achtung, gleich!" rief, nichts gegen Wolli, dachte Frank, er ist ein netter Kerl, aber man kann froh sein, wenn man ihn jetzt mal ein paar Wochen lang nicht sieht.

"Jetzt, jetzt!" schrie Wolli wie von Sinnen. "Jetzt raus hier, raus hier, Transit!"

Frank nahm die Ausfahrt nach Westberlin. Oder was Wolli dafür hielt. Denn sie gelangten zwar auf eine andere Autobahn, aber von der Stadt war immer noch nichts zu sehen.

"Ich mein, Wolli, ich war ja noch nie in Berlin, aber das ist doch so eine große Stadt, warum sieht man denn davon nichts?"

"Das ist immer so", sagte Wolli, "da kommt gleich erstmal der Grenzübergang."

"Den sehe ich auch nicht", sagte Frank.

"Der kommt aber", beharrte Wolli. "Der muß ja kommen.

Die können den ja nicht plötzlich abgebaut haben."

Der ist ziemlich mit den Nerven fertig, dachte Frank, und er selbst, soviel war mal klar, war das mittlerweile auch. Neues Leben hin, neues Leben her, dachte er, es sollte nicht mit der Fahrt durch einen langen, dunklen Tunnel beginnen.

Oder vielleicht doch, dachte er, als in der Ferne die hell strahlende Grenzkontrollstelle auftauchte wie ein frisch gelandetes Raumschiff. Oder vielleicht gerade doch.

Kundenbewertungen zu "Der kleine Bruder" von "Sven Regener"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der kleine Bruder" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von nimm aus Hannover am 05.08.2010 ***** sehr gut
Es geht um einen Mann, der seinen Bruder sucht, ihn aber nicht findet und seine "Freunde" wissen nichts. Also sucht Frank nicht, sondern beschließt bei den Freunden seines Bruders zu bleiben und taucht in das Nachtleben von Berlin ein...
Mir gefällt das Buch, weil es so geheimnisvoll ist. Ich empfehle es an ältere Menschen weiter.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von hel aus Bad Honnef am 15.05.2010 ***** ausgezeichnet
Sven Regeners Held Frank Lehmann kommt 1980 mit seinem Freund Wolli nach Berlin. Doch lernt er er eine bemerkenswerte Welt kennen, die geprägt wird vor allem vom bierseligen Argumentieren, von Überzeugungen und Idealen, von politischen und künstlerischen Standpunkten, von Freunden und Verrätern, vom wilden Treiben in WG´s, in besetzten Häusern, in Künstlerkneipen. Frank irrt durchs geteilte dekadente Berlin-West, um schließlich seine großen Bruder Manni zu finden. Das alles wird mit soviel Witz und Ironie erzählt, dass es einem den Atem verschlägt.
Die Schnodder-Sprache und die skurrile Handlung begeistern alle, die jemals - ob in Berlin oder anderswo - studiert und sich gleichzeitig für die werktätige Bevölkerung interessiert haben. Intelligent und geistreich taucht der Leser ab in diese jugendliche Welt, deren Probleme und Problemchen so völlig anders sind als das, was heute Jugend so ausmacht. Achtung Warnung! Zu brave Kids kapieren das nicht!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Lammert aus Paderborn am 28.10.2008 ***** weniger gut
Sven Regener bleibt bei seinem dritten Werk deutlich hinter seinen sprachlichen Möglichkeiten zurück. Absolut kein Vergleich zu Herr Lehmann und Neue Vahr Süd. Habe mir insgesamt wesentlich mehr von dieser Lektüre versprochen.

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von M.P. aus Kassel am 29.08.2008 ***** ausgezeichnet
Heute durchgelesen. Herr Lehmann und neue Vahr Süd waren schon klasse und der kleine bruder ist auch gut.
Auf jeden fall kaufenswert um vom leben von Frank lehmann mehr zu erfahren.
Viel spaß beim Lesen.

8 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der kleine Bruder" von Sven Regener ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

35 Marktplatz-Angebote für "Der kleine Bruder" ab EUR 1,98

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 1,98 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,30 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung bücherfreak71 99,8% ansehen
Opbd. 2,13 2,80 Lastschrift, offene Rechnung, Banküberweisung, PayPal Antiquariat Bernd Pressler 99,3% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,14 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,25 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 1,10 Banküberweisung van_loehten 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 1,20 Banküberweisung Duesabel 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Mein Buchshop 99,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,99 1,80 Banküberweisung rübe1 100,0% ansehen
wie neu 4,00 1,20 Banküberweisung jono-stridi 99,4% ansehen
4,89 2,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Rehlinger Bücherzelt 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,00 1,20 Banküberweisung livre21 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 5,95 2,99 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Buchladen Lensahn 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 6,90 1,20 Banküberweisung tplieni 98,3% ansehen
fast neuwertig, nur geringe Spuren 7,50 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Nachnahme, Banküberweisung Evis-Buecher 100,0% ansehen
wie neu 8,00 0,85 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung mea*mare 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,00 1,20 Banküberweisung kilivi 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,16 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Antiquariat Kisch & Co. 99,7% ansehen
wie neu 8,50 1,20 Banküberweisung mandrilena 100,0% ansehen
9,00 2,20 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Ballmert 100,0% ansehen
wie neu 9,90 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung bon_apart 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,95 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
Sehr gut, Umschlag: Original-SU,gut 10,00 2,00 Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat de profundis 100,0% ansehen
10,00 2,20 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Galerie Joy 97,1% ansehen
gebraucht; sehr gut 10,00 3,00 Banküberweisung Internetantiqua riat 100,0% ansehen
wie neu 11,50 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung bbs-tuning 100,0% ansehen
wie neu 12,00 1,20 Banküberweisung Banaei 90,0% ansehen
wie neu 12,00 1,20 Banküberweisung tello 100,0% ansehen
wie neu 15,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung 1aMedien 100,0% ansehen
wie neu 15,19 0,00 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen
wie neu 18,70 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,9% ansehen


Alle Marktplatz-Angebote ansehen

Mehr von
Andere Kunden kauften auch