Berlin in einer Hundenacht\Berlin on a Dogs' Night - Schulze Eldowy, Gundula

Gundula Schulze Eldowy 

Berlin in einer Hundenacht\Berlin on a Dogs' Night

Fotografien / Photographs 1977-1990. Dtsch.-Engl.

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Berlin in einer Hundenacht\Berlin on a Dogs' Night

Vierzehn Jahre lang, von 1977 bis 1990, durchstreifte Gundula Schulze Eldowy das alte Ostberlin, fixierte mit ihrer Kamera die Narben, die der Krieg in der Stadt und ihren Bewohnern hinterlassen hatte, und hielt in ihren Bildern die letzten Spuren des im Untergang begriffenen alten Berliner Milieus fest. Ihre Bild-Zyklen lassen niemanden gleichgültig. Sie begeistern oder sie verstören. Die Künstlerin bewegte sich in einem Milieu, dessen Existenzgern verleugnet wurde, und wandte den Blick nicht ab, wenn sie Armut, Elend, Verzweiflung und Einsamkeit begegnete. Doch ihre Tabubrüche waren nie Selbstzweck, sondern dienten der Annäherung an menschliche Tragödien. Ihre erregenden Bilder gingen in den letzten 20 Jahren um die ganze Welt, nun erscheinen sie erstmals gesammelt in einem opulenten Bildband.


Produktinformation

  • Verlag: Lehmstedt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 245 S. m. 160 Fotos.
  • Seitenzahl: 245
  • Deutsch
  • Abmessung: 280mm x 250mm x 35mm
  • Gewicht: 1675g
  • ISBN-13: 9783942473156
  • ISBN-10: 3942473151
  • Best.Nr.: 33559693
Das ist das große Geheimnis dieser Fotografin, daß sie es immer wieder schafft, diese Vertraulichkeit zu schaffen. Niemals werden die Menschen von ihr belauscht, heimlich beobachtet oder zum Objekt einer interessanten Bildkomposition degradiert. So fotografiert nur jemand, der unter denen lebt, die er fotografiert, der wirklich einer von ihnen ist. Nun kehrt diese staunenswert lebendige Fotokunst an den Tatort zurück. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Liebende Wagnisse sind die hier versammelten Fotos der Fotografin Gundula Schulze Eldowy für den hier rezensierenden Schriftsteller Georg Klein. Von Blick und Gegenblick, von Zeitgeschichte und verlorener Menschenwürde erzählt der Bildband ihm, ohne dass Klein dem Ganzen das Etikett "dokumentarisch" anheften würde, weil das nur das Sozialgeschichtliche daran bezeichnete, nicht das Existentielle. Genau das aber ist es, was Klein mitunter über die Maßen erschreckt also beeindruckt, wenn er die Alten und Gezeichneten, die Erniedrigten und Beleidigten der östlichen Berliner Mitte, wie die Fotografin sie festgehalten hat zwischen 1979 und 1989, betrachtet.

© Perlentaucher Medien GmbH

¿Das ist das große Geheimnis dieser Fotografin, daß sie es immer wieder schafft, diese Vertraulichkeit zu schaffen. Niemals werden die Menschen von ihr belauscht, heimlich beobachtet oder zum Objekt einer interessanten Bildkomposition degradiert. So fotografiert nur jemand, der unter denen lebt, die er fotografiert, der wirklich einer von ihnen ist. Nun kehrt diese staunenswert lebendige Fotokunst an den Tatort zurück.¿ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2011

Was schert mich denn der eigene Anblick?
Der erklärte Arbeiter- und Bauernstaat DDR hatte sein eigenes Elendsmilieu: verarmte Alte, Alkoholkranke, Kleinkriminelle, Heiminsassen.
Die Fotografin Gundula Schulze Eldowy hat sie zwischen 1977 und 1989 porträtiert Von Georg Klein
In sentimentalen Momenten gefällt uns der Gedanke, dass jeder Mensch, zumindest eine Zeit lang, ein liebreizendes Kind mit strahlenden Augen gewesen sein muss. Der zynische Zwilling dieser Vorstellung ist allerdings die Einsicht, wie blindlings beiläufig das sogenannte Leben einen jeden von uns in eine Gestalt verwandeln kann, deren Anblick man scheut und deren Blick man meidet.
In Gundula Schulze Eldowys Bildband „Berlin in einer Hundenacht“ finden sich nicht wenige Fotografien, die von einer solchen Probe auf Blick und Gegenblick erzählen. Zwischen 1977 und 1989 hat die damals junge Künstlerin Menschen abgelichtet, die wie sie in den bis auf den blanken Backstein heruntergekommenen, nach Jahrzehnten noch immer kriegsversehrten Straßenzügen der östlichen Stadtmitte von Berlin hausten.
Die lange Agonie des Gemeinwesens, das sich auf den Autobahnwegweisern „Hauptstadt …

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Gundula Schulze Eldowy (geb. 1954), lebt seit 1972 in Berlin. Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, seit 1984 als freie Fotografin tätig, seit 1990 zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt, lebt zur Zeit in Berlin und Peru.

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