I Monografie anlässlich einer Tourneeausstellung des Instituts für
Auslandsbeziehungen I Eindrucksvoller Überblick über alle wichtigen
Werkgruppen des Fotografen
Der 1927 in Berlin geborene Arno Fischer zählt zu den bedeutendsten
deutschen Fotografen. Nach einem Studium der Bildhauerei entschied
er sich in den 1950er-Jahren für die Fotografie. In dieser Zeit
arbeitete er in Ostberlin und reflektierte mit seinen Bildern als
Grenzgänger zwischen Ost und West die Situation der geteilten
Stadt. Es folgten stilprägende Arbeiten, unter anderem als
Modefotograf für die legendäre Zeitschrift Sibylle - Zeitschrift
für Mode und Kultur . Neben ausdrucksstarken Porträtaufnahmen -
etwa von Marlene Dietrich - sind es vor allem die eindringlichen
Reisebilder aus der DDR, Polen, Indien, New York oder Afrika, die
Fischers scharfe Beobachtungsgabe und sein Talent als feinsinniger
Geschichtenerzähler offenbaren. Heute lebt Arno Fischer
zurückgezogen auf dem Land und fotografiert dort lakonisch und wie
zufällig mit der Polaroid-Kamera verfremdete Details seines
Gartens.
Ausstellung: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn 5.11.2009- 3.1.2010
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