Andreas Gursky at Louisiana - Gursky, Andreas
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Andreas Gursky 

Andreas Gursky at Louisiana

Katalog zur Ausstellung im Louisiana Museum of Modern Art. Humlebaek, 2012. Dtsch.-Engl.

Hrsg. v. Michael Juul Holm
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Andreas Gursky at Louisiana

Bereits ein Klassiker der internationalen Fotografieszene: Andreas Gursky.

Der Band konzentriert sich auf die klassischen Kompositionen, die man mit Andreas Gursky verbindet: mit großer Distanz und aus leicht erhöhter Perspektive festgehaltene Aufsichten, die Kamera nach Art der Bechers möglichst zentral vor dem Motiv positioniert. Alle berühmten Gursky-Ikonen werden präsentiert, etwa der 99 Cent Store, die Rennstrecke von Bahrain, die Tokioter und Chicagoer Börse, die Bergwerks-Kaue oder der Boxenstopp, aber auch neueste Bilder wie seine Ocean-Serie (2010) und das Abschlussdefilee einer Show der Modemacher Victor & Rolf (2011). Diese Fotografien illustrieren in idealer Weise die häufig zitierte Bemerkung des Künstlers, er wolle uns unsere Welt aus der Sicht eines Außerirdischen, eines Alien zeigen. Und so offenbart Andreas Gursky in seinen Werken das Unerhörte, das Maßlose, aber auch das Schöne und Erhabene, immer ausgehend vom Verhältnis von Mensch und Raum.


Produktinformation

  • Verlag: Hatje Cantz Verlag
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 136 S. m. 57 Farbabb. 290 mm
  • Seitenzahl: 137
  • Best.Nr. des Verlages: 317, 317/03297
  • Deutsch
  • Abmessung: 300mm x 261mm x 20mm
  • Gewicht: 1079g
  • ISBN-13: 9783775732970
  • ISBN-10: 3775732977
  • Best.Nr.: 34515664
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.03.2012

Pilot. Oder Gott
Neue Bilder des von oben nach unten fotografierenden Künstlers Andreas Gursky

In den Bildern von Andreas Gursky, hat einmal ein kluger Kritiker beobachtet, verhält sich die Perspektive proportional zum Markterfolg: Am Anfang stand der Düsseldorfer Fotograf noch mit beiden Beinen auf der Erde, sein Blick auf die Welt war entschieden frontal. Mit den Preisen hob dann allerdings auch er ab, und zwar buchstäblich, die Kamera begann zu fliegen, sah die Welt von oben, die Menschen unten auf den Wiesen und Spargelfeldern und Autorennstrecken wurden immer kleiner, und zwischendurch, um das Jahr 2010 herum, sah man sogar nur noch klein die Kontinente im tiefblauen Ozean schwimmen. Die Bilder, so wurde mit leichtem Erschaudern bemerkt, hatten die Weltsicht derer eingenommen, die in Privatjets sitzen oder in Spaceshuttles. Oder Gott heißen.

Aber das war nur ein Drittel der Wahrheit: Gleichzeitig traf sich dieser Höhenflug mit der allgemeinen Demokratisierung der Vogelperspektive durch Google Earth et al. Und es löste die Grenzen von Gurskys digital bearbeiteten Fotografien zur Malerei hin endgültig auf. Bisher wurden Gurskys Fotos …

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