Alice - Hermann, Judith
Videoclip

Judith Hermann 

Alice

Taschenbuch
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 9,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Alice

»Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben.« Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr - und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Die Autorin von »Sommerhaus, später« und »Nichts als Gespenster« schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit.

"Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben."
Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt.
Die Autorin von "Sommerhaus, später" und "Nichts als Gespenster" schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 188 S. 145 mm
  • Seitenzahl: 192
  • Fischer Taschenbücher Bd.51188
  • Deutsch
  • Abmessung: 144mm x 93mm x 18mm
  • Gewicht: 125g
  • ISBN-13: 9783596511884
  • ISBN-10: 3596511887
  • Best.Nr.: 33375657

Süddeutsche Zeitung Audio-Rezension zu "Alice"

SZ Audio
Um die volle Funktionalität dieser Seite zu erreichen, installieren Sie bitte den Flash-Player:

Get Adobe Flash player

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Mit deutlicher Skepsis nimmt Rezensentin Iris Radisch das neue Buch von Judith Hermann auf. Zwar bescheinigt sie der Autorin makellose Stilsicherheit. Trotzdem heißt das im vorliegenden Fall nichts Gutes, denn die Unerschütterlichkeit dieser "poetischen Ausgeruhtheit" befremdet die Rezensentin eher. Denn sie sieht in diesem "Erzählkranz aus toten und sterbenden Männern" die größte aller existenziellen Prüfungen, den Tod, widerstandslos in die bewährte Hermann-Technik einverleibt, "unsere spätkapitalistischen, großstädtischen Lebenswelten" in "wohlig kalte Idyllen des Banalen umzumalen" - ja, den Tod gar zum "hausfraulichen Versorgungsfall" kleinzuhacken, wo für Sterbende Fencheltee gekocht, am Sterbebett Hände gehalten oder nach Ableben Rotkreuzkartons gepackt werden. Der Tod selbst perle an dieser Autorin ab, wie ein lästiger Ferienhausvermieter, schreibt die Rezensentin in Anspielung an Hermanns legendäres Debüt "Sommerhaus später" und die Protagonistinnen der darin versammelten Erzählungen, die Radisch auch in "Alice" immer noch durchschimmern sieht, samt ihres kaum spürbaren Lebens. Nur eine Erzählung, die Radisch vom Tod des Literaturkritikers Reinhard Baumgart inspiriert sieht, kommt einigermaßen glimpflich davon.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.05.2009

Ist Judith Hermann noch zeit gemäß?
Warum man sich wie in einer Filiale von "Blume 2000" fühlt

Jetzt ist es also passiert: Jahre der Judith-Hermann-Kopierversuche unter jüngeren deutschen Schriftstellerinnen haben dazu geführt, dass jetzt auch Judith Hermann sich selbst kopiert. Vielleicht musste es so kommen. Der Erfolg war einfach zu groß, damals, 1998, als "Sommerhaus, später" erschien und dieser neue Ton in die Welt kam. Dieses wunderbare, reduzierte und stimmungsvolle Deutsch der Judith Hermann. Und ihre Geschichten aus dem neuen Berlin, aus dem Berlin der tausend Möglichkeiten, Mitte der neunziger Jahre, einer Welt im Umbruch, Geschichten aus dem Leben ihrer dreißigjährigen Bewohner, die sich von Leben zu Leben träumten, rauchten, die Frankfurter Allee herunterfuhren und hinauf. Man musste nur warten und leben und im Sommer an die Seen hinausfahren. Das Erscheinen Judith Hermanns auf der Bühne der deutschen Literatur war ein Ereignis. Alle Hoffnung auf das neue Berlin und die Möglichkeiten des gegenwärtigen Schreibens waren darin. Idioten schrieben ihren Erfolg ihrem Autorenfoto mit Pelzkragen zu. Aber es war ihre Sprache. Und ihre …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.05.2009

Das Verfließen des Lebens
Überall Frosthauch, ob in Berlin oder am Gardasee: Judith Hermanns neuer Erzählband „Alice”
Das Autorenfoto zu ihrem neuen Buch „Alice” sieht aus, als habe Judith Hermann diesmal entschlossen der Möglichkeit vorbeugen wollen, dass man von ihrem Äußeren stärker fasziniert sein könnte als von ihrer schriftstellerischen Arbeit. Denn hartnäckig hält sich ja seit über einem Jahrzehnt das Gerücht, am Sensationserfolg ihres Debüts „Sommerhaus, später” (1998) sei die Anmut des seinerzeit mitgelieferten Bildnisses nicht ganz unbeteiligt gewesen.
Wie weit das schon zurückliegt – das literarische Fräuleinwunder, der Kniefall vor einem als unerhört neu bejubelten Prosasound, der Einspruch der Zweifler, die Debatten, die damals noch herrlich fiebrigen Erregungskurven des Betriebs. In den Reaktionen auf den Folgeband „Nichts als Gespenster”, ungeduldig herbeigesehnt und erst nach fünf Jahren erschienen, lebte das alles wieder auf, obwohl inzwischen ein neues Jahrtausend angebrochen war: Man staunt heute, mit welchen Erwartungen jener Zweitling befrachtet wurde, wie heftig er dann die eine Fraktion enthusiasmierte und …

Weiter lesen

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Sie kann ja schreiben. Ein genauer Blick auf das, worauf es ankommt: ein verlassener, weißer Kiesstrand, ein blauer Bikini, eiskaltes Wasser. Doch, das kann sie: schauen. Und aufschreiben. Judith Hermann hat ihr drittes Buch fertig, zehn Jahre nach "Sommerhaus, später", sechs Jahre nach "Nichts als Gespenster", wieder nicht der von ihr erwartete Generationenroman, wieder nur Erzählungen, fünf an der Zahl. Aber: In jeder die gleiche Protagonistin, Alice, Mittdreißigerin, Berlinerin, einsam und traurig. Und in jeder das gleiche Thema: Tod, Trauer, Abschiednehmen. Man kann den Inhalt so beschreiben, flapsig: Um Alice herum sterben die Männer wie die Fliegen. Der Geliebte, der Freund, der Mann. Krebs, Fieber, Suizid. Nur Malte ist die Ausnahme, der ist Alice' Onkel und bringt sich um, einen Monat vor Alice' Geburt. Im Ergebnis ist "Malte" damit die stillste Geschichte in diesem Buch, das sich ohnehin an der Grenze zum Verstummen bewegt. Man darf Hermann nichts vorwerfen, sie kann ja, was sie macht: schauen. Und aufschreiben. Schweigen, sich durch Berlin schleppen, die Wohnung zu groß, das Auto zu teuer, jetzt wo der Partner fort ist. Das passiert ja wirklich, das stimmt ja alles. Jetzt aufschreiben. (fis)

"Eindringlich und wunderschön." Buchkultur

"Eindringlich und wunderschön."
Judith Hermann, geboren 1970 in Berlin, journalistische Ausbildung und Zeitungspraktikum in New York. 1997 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. Buchveröffentlichungen. Auszeichnungen: 1998 Literaturförderpreis der Stadt Bremen, 1999 Hugo-Ball-Förderpreis, 2001 Kleist-Preis, 2009 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Die Autorin lebt und arbeitet in Berlin.

Videoclip zu "Alice"

Trailer lädt den Film

Kundenbewertungen zu "Alice" von "Judith Hermann"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Alice" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von dermadoc aus UM am 05.04.2012 ***** ausgezeichnet
Judith Hermann scheint ein Ausnahmetalent zu sein. Obwohl noch jung an Jahren, geht sie mit unserer Sprache wohl abgewogen um und schenkt dem Leser durch die Sorgfalt ihrer Wortwahl und ihren Erzählstil höchsten Genuß bei der Lektüre. Dies zieht sich durch alle drei Bücher, die ich bisher von der begabten Autorin gelesen habe. Sie wählt ihren Stoff mit Bedacht und hält den Leser fest in seinem Bann. Wie sie sich mit dem oft verdrängten Thema des Sterbens auseinander setzt, nötigt mir große Bewunderung ab.
Ich wünsche der Autorin ein gelingendes Leben und ihren Lesern weitere gute Bücher.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von hasewue am 29.07.2009 ***** ausgezeichnet
In Judith Hermanns drittem Buch „Alice“, einem Erzählungsband, muss die gleichnamige Hauptprotagonistin in kürzester Zeit den Tod von insgesamt fünf ihr wichtiger Männer verkraften.
In jeder der fünf Geschichten muss sie mit dem Verlust umgehen, der der manchmal unerwartete manchmal herbeigesehnte Tod mit sich bringt.
Zunächst denkt man, dass die ersten vier Erzählungen nicht zusammenhängend sind. Doch durch die letzte Geschichte fließen alle fünf ineinander und man erkennt deutlich den chronologischen Zusammenhang.
Alice ist eine eher blasse und unnahbare Gestalt, wirkt aber trotzdem menschlich.
Nach den ersten Seiten wird man sofort von Judith Hermanns unbeschreiblich authentischen Schreibstil gefangen genommen und will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Hermann schreibt unglaublich detailverliebt und ausgeschmückt, sodass das Lesen von Alltäglichem schon ein Vergnügen ist.
Judith Hermanns Erzählungsband „Alice“ hat solch eine Tiefe und Intensität, dass man ganz in dieser Welt gefangen ist und es einem nach dem Lesen vorkommt, als wenn man lange Zeit unter Wasser gewesen ist. So muss man nämlich nach Beendigung dieser intensiven und atemberaubenden Lektüre erst einmal kräftig Luft holen und alles sacken lassen.
Schon lange habe ich kein so sowohl prägendes und liebevolles als auch distanziertes Buch mehr gelesen!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

4 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Alice" von Judith Hermann ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

Ein Marktplatz-Angebot für "Alice" für EUR 3,95

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
3,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Davids Antiquariat + catch-a-book 99,5% ansehen
Mehr von