Meine Geschichte der DDR - Leonhard, Wolfgang

Wolfgang Leonhard 

Meine Geschichte der DDR

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Meine Geschichte der DDR

Beeindruckender Rückblick eines Jahrhundertzeugen.

Wolfgang Leonhard kehrte 1945 mit der «Gruppe Ulbricht» aus Moskau in die spätere DDR zurück, um den Sozialismus aufzubauen. Fünf Jahre später überwarf er sich mit den Stalinisten und floh in den Westen. 1955 erschien sein Bestseller «Die Revolution entlässt ihre Kinder», der ihn weltberühmt machte. Jetzt zieht der anerkannte Kommunismusexperte die Bilanz einer Staatsgeschichte, die er in jungen Jahren mitgeschrieben hat.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 266 S., 16 Fototaf.
  • Seitenzahl: 272
  • rororo Taschenbücher Nr.62242
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 23mm
  • Gewicht: 288g
  • ISBN-13: 9783499622427
  • ISBN-10: 3499622424
  • Best.Nr.: 23333578
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.06.2007

Streitbar verfasst
Wolfgang Leonhard zieht seine politische Lebensbilanz

Wer kennt ihn nicht in Politik und Publizistik, den Ost-Experten, der 1945 als jüngstes Mitglied der legendären "Gruppe Ulbricht" aus dem sowjetischen Exil nach Deutschland heimkehrte, ein hoffnungsvoller Nachwuchskader der Partei, bis er im März 1949 mit der SED brach? Fortan war er im Osten verfemt, ein "Verräter", ein "Renegat". 1955 legt er den Bestseller "Die Revolution entlässt ihre Kinder" vor. Ein großer Wurf. Mit seinem jüngsten Buch knüpft Wolfgang Leonhard daran an, fasst aus heutiger Perspektive Wesentliches daraus zusammen, schildert noch einmal Schulbesuch und Sozialisation im Russland Stalins und die ersten Schritte eines Genossen der KPD auf dem Wege zu einer Parteikarriere. Indem er sein Enthüllungsbuch fortschreibt, gibt er auch Antworten auf Fragen, die er damals unbeantwortet ließ oder unbeantwortet lassen musste - Hintergründe seiner Flucht etwa in das Jugoslawien Josip Broz-Titos, bei der ihm Diplomaten des Balkanstaates in Prag halfen. Wäre das seinerzeit publik geworden, hätte es politische Komplikationen gegeben. Im November 1950 wechselt …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.09.2007

Glück ist etwas Relatives
Das DDR-Bild des „Republik-Flüchtlings” Wolfgang Leonhard
Die Operation trug den Decknamen „Drilling”. Clara sollte das Bier präparieren, Karin und Arthur Pfannkuchen und Hackepeter mittels „Einspritzen in die Füllung” vorbereiten. Alle Betäubungsmittel sollten so dosiert werden, dass „W.L.” schon nach einem Schluck oder Bissen „genug habe”.
„W.L.”: Diese Buchstaben stehen für Wolfgang Leonhard. Clara, Karin und Arthur sind Decknamen von FDJ-Funktionären, die 1952 den Auftrag hatten, den verhassten Republikflüchtling zu entführen. Jahrzehnte später liest Leonhard all dies in seiner Stasiakte. Zu Recht also, so wird ihm jetzt klar, hatte er in der BRD anfangs in ständiger Angst gelebt. Niemals ging er auf der rechten Straßenseite: Es hätte ja immer ein Auto von hinten kommen können. Wohl nur jemand, der so viel erlebt hat wie Wolfgang Leonhard, kann eine derart gruselige Episode so beiläufig erzählen: „Die wussten offensichtlich, was ich gerne aß.” Am Ende, so schreibt er, sei das Ganze ja auch „glücklich ausgegangen”: Stalins Tod und der Aufstand vom 17. Juni 1953 drängten die …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

"Christoph Dieckmann hat Wolfgang Leonhards neues Buch vor allem mit Blick auf seinen großen Erinnerungsbericht "Die Revolution entlässt ihre Kinder" gelesen, und im Vergleich dazu kann "Meine Geschichte der DDR" natürlich nicht sehr gut abschneiden. Auch wenn Dieckmann den  "Urdissidenten" Leonhard und seine ein wenig "jungromantische" Menschengläubigkeit und Versöhnungsbereitschaft durchaus schätzt, muss er bei ihm als DDR-Historiographen Abstriche machen. Schließlich hat Leonhard die DDR zum ersten Mal im Dezember 1989 betreten (die SBZ hat er 1950 verlassen). Und so kann der Rezensent vielen Urteilen Leonhards einfach nicht zustimmen, und rein erzählerisch fehlen ihm in diesem Buch die episodischen Pointen, die "Die Revolution entlässt ihre Kinder" noch zum wahren Erinnerungsthriller machten.

© Perlentaucher Medien GmbH"
Wolfgang Leonhard, geboren 1921 in Wien, lebte als Junge mit seiner Mutter im Moskauer Exil. Nach seiner Rückkehr ins besiegte Deutschland wirkte er als KPD-Spitzenfunktionär und später als Dozent an der SED-Parteihochschule. 1949 floh er über Jugoslawien in die Bundesrepublik. Danach lehrte er mehr als zwanzig Jahre als Professor für die Geschichte des Kommunismus an der Universität Yale. Heute lebt er als Historiker und Publizist in Maderscheid (Eifel).

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Kundenbewertungen zu "Meine Geschichte der DDR" von "Wolfgang Leonhard"

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Bewertung von History Buff aus Berlin am 30.05.2007 ***** ausgezeichnet
Wolfgang Leonhard beschreibt die Geschichte der DDR aus seiner höchstpersönlichen Sicht. Wer "Die Revolution entlässt ihre Kinder" gelesen hat, wird viel Bekanntes aus Leonhards Biographie wieder erkennen. Seine persönlichen Erfahrungen aus den Anfangsjahren der DDR in neuen Kontext zu stellen ist die Leistung dieses Buches. Bei allen Fakten, die Leonhard liefert, scheut er sich nicht, die Ereignisse im Rückblick und aus heutiger Sicht eingehend zu kommentieren. Ein wirklich wichtiges Buch für jeden, der sich für deutsche Geschichte interessiert und der nicht bereit ist, sich mit schnellen, allgemeingültigen Fakten zufrieden zu geben.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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