Eine Hand voll Staub - Haag, Lina

Lina Haag 

Eine Hand voll Staub

Widerstand einer Frau 1933 bis 1945. Nachw. v. Barbara Distel

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Eine Hand voll Staub

Lina Haags Buch zeugt vom Widerstandswillen einer Einzelnen und ist aber auch eine Liebesgeschichte ganz eigener Art. In Form eines Briefes hat Lina Haag 1944 ihre Erinnerungen an die Zeit ab 1933 festgehalten. Es ist die Lebensgeschichte einer mutigen Frau, Kommunistin und verheiratet mit dem Journalisten Alfred Haag (1904 - 1982), der 1930 als jüngster KPD-Abgeordneter in den Stuttgarter Landtag gewählt worden war. 1933 wurde Alfred Haag von den Nationalsozialisten verhaftet. Aus dem KZ Oberer Kuhberg bei Ulm kam er 1935 nach Dachau und von dort ins berüchtigte KZ Mauthausen. Lina Haag wurde ebenfalls jahrelang in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern festgehalten und gepeinigt. Nach ihrer Freilassung schaffte sie es mit dem Mut der Verzweiflung, zu Heinrich Himmler vorzudringen, dem Reichs-führer SS und Chef der Deutschen Polizei, und dort für die Freilassung ihres Mannes zu kämpfen. Sie hatte Erfolg - doch wurde ihr Mann zur "Bewährung" an die Ostfront geschickt. Er kehrte erst 1948 aus einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager zurück.

1947 wurde "Eine Hand voll Staub" als eines der ersten Dokumente des Widerstandes veröffentlicht. Bis in die Neunzigerjahre sind Ausgaben in England, Ungarn und Russland erschienen. Diese Neuausgabe macht das Buch endlich auch wieder in Deutschland zugänglich.


Produktinformation

  • Verlag: Silberburg-Verlag
  • 2004
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2004. 252 S. m. 9 Fotos, Dok. u. Faks. auf Taf.
  • Seitenzahl: 252
  • Best.Nr. des Verlages: 581
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 129mm x 24mm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9783874075817
  • ISBN-10: 3874075818
  • Best.Nr.: 12570266

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Für Rezensent Hans Holzhaider ist die Neuauflage von Lina Haags Bericht "ein beglückendes Ereignis". Es gebe kaum Texte, die die Zeit der Nazi-Diktatur "so unmittelbar und doch zu Herzen gehend" schildern. 1944 in Form eines langen Briefes an ihren im Krieg verschollenen Mann geschrieben, reflektiert die Kommunistin Lina Haag ihre Zeit in Zuchthaus und Konzentrationslager, die Sehnsucht nach ihrem Mann, ihre Einsamkeit und ihr Entsetzen über ihre den Nazis ergebenen Mitmenschen. Rezensent Holzhaider ist sichtlich bewegt von diesem Schicksal und legt das Buch wärmstens ans Herz.

© Perlentaucher Medien GmbH

Leseprobe zu "Eine Hand voll Staub"

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