"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen" - Maizière, Lothar de

Lothar de Maizière 

"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen"

Meine Geschichte der deutschen Einheit

Unter Mitarb. v. Volker Resing
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"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen"

Lothar de Maizière, der erste frei gewählte und zugleich letzte Ministerpräsident der DDR, erzählt nach zwanzig Jahren ausführlich, offen und persönlich von den Monaten im Jahr 1990, in denen er Weltgeschichte schrieb. Er berichtet von den dramatischen Ereignissen der Wendemonate, bewertet sein Verhältnis zu anderen großen Protagonisten der Zeit wie Helmut Kohl, Margret Thatcher, George Bush und Michail Gorbatschow.
Lothar de Mazières Bericht korrigiert viele Missverständnisse, Mythen und Irrtümer über die aufregendste und wichtigste Phase der europäischen Nachkriegsgeschichte.


Produktinformation

  • Verlag: Herder, Freiburg
  • 2010
  • 2. Auflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 340 S. m. Fotos
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 106mm x 33mm
  • Gewicht: 581g
  • ISBN-13: 9783451303555
  • ISBN-10: 3451303558
  • Best.Nr.: 29851067

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Mit Interesse, aber ohne Begeisterung hat der Politikwissenschaftler und Merkel-Biograf Gerd Langguth diese Erinnerungen Lothar de Maizieres gelesen, der sich darin bemüht, seine eigene Rolle als letzter CDU-Ministerpräsident der DDR in ein besseres Licht zu rücken. Oder zumindest überhaupt erst einmal ins Licht, denn meist habe er - wider Willen natürlich - im Schatten Helmut Kohls stehen müssen. Von "tiefen Verwundungen" spricht Langguth nach seiner Lektüre, offenbar hat de Maiziere dem bundesdeutschen Kanzler sehr übelgenommen, dass er den großen Sieg der CDU bei den DDR-Wahlen als seinen ureigenen Verdienst dargestellt hat, und auch bei den verschiedenen Verhandlungen drängte Kohl sein DDR-Counterpart immer wieder in eine Nebenrolle. Dass der "zartbesaitete Bratschenspieler" bald aufgab, wundert Langguth nicht. Auf die IM-Vorwürfe gegen de Maiziere geht der Rezensent nicht weiter ein, er erwähnt nur, dass der Autor sie zu entkräften versucht. Neue Fakten, konstatiert er abschließend, stehen in den Buch nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH

"De Maizière blickt als Akteur detailliert, faktenreich, analytisch und ohne Eitelkeit zurück auf ein Stückchen Weltgeschichte, das ihn auch 20 jahre später noch staunen lässt." -- dpa - DEUTSCHE PRESSEAGENTUR

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.10.2010

Der Ministerpräsident der Einheit
Lothar de Maizière sorgt sich um seinen Platz in der Geschichte der Wiedervereinigung

Vom Kanzler der Einheit wird oft gesprochen, aber nie vom Ministerpräsidenten der Einheit. Wer weiß denn Substantielles zu sagen über die Rolle des ersten und letzten frei gewählten Regierungschefs der DDR im Prozess der Wiedervereinigung? Das wurmt den 1940 geboren Lothar de Maizière, der an seine Verdienste erinnert. Als es mit dem SED-Unrechtsregime zu Ende ging, war der Rechtsanwalt, der 1956 in die Ost-CDU eingetreten war, im Ehrenamt Vizepräsident des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Am 18. November 1989 trat er als Minister für Kirchenfragen in die Regierung Modrow ein. Vorher hatte er sich beraten mit Bischof Gottfried Forck und mit Gregor Gysi: "Er war mein juristischer Kollege, SED-Mitglied, Vorsitzender des Rechtsanwaltskollegiums und mein Freund. Ich war sein Stellvertreter."

Gleich hier beklagt der Autor, dass heute in der Debatte um die Blockparteien "vieles schief betrachtet" werde. Die Ost-CDU habe "nie wirklich Macht" besessen, "in der Regel eine organisierte Staffage" dargestellt. Das …

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Lothar de Maizière wurde 1940 in Nordhausen geboren. Er studierte Musik und Jura und ist seit 1976 in Berlin als Rechtsanwalt tätig. 1990 war er der erste und zugleich letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR. Er ist Vorsitzender der Stiftung Denkmalschutz Berlin.

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