Fiasko eines Bruderbundes - König, Gerd

Gerd König 

Fiasko eines Bruderbundes

Erinnerungen des letzten DDR-Botschafters in Moskau

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Fiasko eines Bruderbundes

Entwicklung und Zerrüttung des Verhältnisses Sowjetunion-DDR.

König war Botschafter in Moskau von 1987 bis 1990. Er war an den meisten Gesprächen und Begegnungen zwischen den Spitzenpolitikern Moskaus und Berlins beteiligt und erlebte das spannungsreiche Verhältnis von innen. Seine ehemaligen Kollegen Fehlberg und Schünemann, die das nachgelassene 800-Seiten-Manuskript des 2009 verstorbenen Autors redigierten, meinen, dass Königs Erinnerungen "zur Aufklärung von bis heute mitunter umstrittenen Fragen, z._B. der sowjetischen Haltung zum Restitutionsverbot", beitragen.


Produktinformation

  • Abmessung: 210mm x 125mm x 43mm
  • Gewicht: 564g
  • ISBN-13: 9783360018304
  • ISBN-10: 3360018303
  • Best.Nr.: 33364015
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.12.2011

Maßlos enttäuscht, ideologisch verblendet
Posthume Erinnerungen von Gerd König, dem letzten Botschafter der DDR in Moskau

Gerd König gehörte zu einer Gruppe von zwölf jungen Leuten aus der DDR, die 1953 als Erste zum Studium an das Moskauer Staatliche Institut für Internationale Beziehungen, die noch heute bestehende Kaderschmiede für Diplomaten, geschickt wurden. Sechs Jahre blieb der Sohn eines Bergmanns aus der Niederlausitz dort zur Ausbildung. Es wird niemanden überraschen, dass ihn diese Zeit besonders geprägt hat. Die Sowjetunion, bekennt König in seinen postum erschienenen Erinnerungen, sei für ihn immer ein Vorbild gewesen: "An dieses Land hatte ich stets geglaubt, der Politik seiner Führung vertraut, sie zum größten Teil verteidigt und aktiv daran mitgewirkt, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern unserer beiden Staaten zu erhalten und zu vertiefen. Und plötzlich brach alles zusammen."

Der Zusammenbruch - das war (nicht nur für ihn) der sich schon abzeichnende Untergang der Sowjetunion, der "Zerfall des sozialistischen Systems", das Verschwinden der DDR von der Landkarte Europas. Die Ironie des …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Gerd König war der letzte Botschafter der DDR, in seinem Buch "Fiasko eines Bruderbundes" untersucht er lang und breit, wer am Ende der DDR die Schuld trägt und wie Gorbatschows Reformen zum Zusammenbruch des kommunistischen Systems führten. Rezensent Horst Bacia zeigt sich tatsächlich enttäuscht, dass er hier keinen spannenden Bericht über die letzten Tage der Sowjetunion gelesen hat, sondern die rückwärtsgewandte Klage eines Apparatschiks, der die Inkompetenz eines Gorbatschows geißelt. Besonders übel nimmt König ihm offenbar, dass er die DDR-Führung für total unwichtig gehalten und sie deshalb auch sehr schnell fallen gelassen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
Gerd König (1931-2009), Studium am Institut für Internationale Beziehungen in Moskau (IMO), Botschafter in Prag 1973, dann Stellvertretender Außenminister und ZK-Mitglied, Botschafter in Moskau von 1987 bis 1990. War einer der drei ehemaligen ZK-Mitglieder, die in der Vorstand der PDS gewählt wurden.

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