Sehnsucht nach den Bergen

Sehnsucht nach den Bergen

Schriftstellerinnen im Gebirge

Hrsg. v. Florence Hervé
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Sehnsucht nach den Bergen

?Thomas Mann und der Zauberberg? Nietzsche und das Gebirge um Sils-Maria? Wilhelmine von Hillerns Geier-Wally und die Ötztaler Alpen? Johanna Spyri und Heidi? Nicht nur! Die Berge sind Quelle der Inspiration für viele Schriftstellerinnen. Es reizen sie Herausforderungen und Risiken, die stille Abgeschiedenheit - und die große Schönheit der steinernen Riesen. Es stören sie Touristenrummel und die Zerstörung der Natur, die "staubgesaugten Wiesen und polierten Berge" (Ingeborg Bachmann). Es locken sie Freiheit und Grenzenlosigkeit. Einige, wie Annemarie Schwarzenbach und Elfriede Jelinek, leb(t)en in bergigen und hügeligen Land­schaften. Andere fühlen sich leidenschaftlich von den Höhen und Tiefen angezogen und erzählen vom Rausch, wie George Sand. Berge erscheinen ihnen als Orte des Loslassens und der Ruhe, der Bedrohung und der Gefahr, der Träumerei und Sehnsucht, der Emanzipation und Regenerierung. Orte für innere Reisen.

Thomas Mann und der Zauberberg? Nietzsche und das Gebirge um Sils-Maria? Wilhelmine von Hillerns Geier-Wally und die Ötztaler Alpen? Johanna Spyri und Heidi? Nicht nur!

Die Berge sind Quelle der Inspiration für viele Schriftstellerinnen. Es reizen sie Herausforderungen und Risiken, die stille Abgeschiedenheit und die große Schönheit der steinernen Riesen. Es stören sie Touristenrummel und die Zerstörung der Natur, die »staubgesaugten Wiesen und polierten Berge« (Ingeborg Bachmann). Es locken sie Freiheit und Grenzenlosigkeit.

Einige, wie Annemarie Schwarzenbach und Elfriede Jelinek, leb(t)en in bergigen und hügeligen Landschaften. Andere fühlen sich leidenschaftlich von den Höhen und Tiefen angezogen und erzählen vom Rausch, wie George Sand.

Berge erscheinen ihnen als Orte des Loslassens und der Ruhe, der Bedrohung und der Gefahr, der Träumerei und Sehnsucht, der Emanzipation und Regenerierung.

Orte für innere Reisen.


Produktinformation

  • Verlag: Aviva
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 188 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 188
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 127mm x 18mm
  • Gewicht: 324g
  • ISBN-13: 9783932338335
  • ISBN-10: 3932338332
  • Best.Nr.: 23815748
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2008

Frauen am Abgrund und Abenteurer am Fels: Die Berge in neu erschienenen Büchern
Schwestern der Berge
Im Jahre 1838 schockte Henriette d’Angeville ihre Umgebung mit dem Vorhaben, den Montblanc besteigen zu wollen. „Wenn es die Männer schaffen, so doch die Frauen auch!”, lautete die Losung der unerschrockenen Adeligen, die als erste Frau auf Europas höchstem Gipfel stehen mochte. Das war unerhört! Zur damaligen Zeit ziemte es sich für Damen nicht einmal, alleine Zug zu fahren. Aber die „Schwester der Alpen”, wie sich d’Angeville mit seinerzeit üblichem Pathos nannte, ließ sich nichts vorschreiben. Standesgemäß brach sie auf: mit sechs Bergführern, zehn Kofferträgern, 24 Brathähnchen, zwei Hammelkeulen, zwei Lendenbraten und einem Fass Tafelwein. Sie schaffte es tatsächlich.
Ihr Bericht darüber, wie sie unterwegs vor Erschöpfung alle zehn Schritte für zwei Minuten einschläft und ihre Begleiter anweist, im schlimmsten Fall ihre Leiche auf den Gipfel zu tragen, ist einer der Höhepunkte im Band „Sehnsucht nach den Bergen”. Darin sind 30 literarische Fundstücke von Schriftstellerinnen vom Beginn des …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2009

Picknick auf dem Gipfel

"Frauen-Bergsteigen" klingt fatal nach Frauen-Emanzipation. Doch auch nicht emanzipierte Frauen haben den Weg ins Gebirge und auf die Gipfel gefunden. So Henriette d'Angeville, eine Verehrerin Rousseaus, die im Jahr 1838 als erste Alpinistin den Montblanc bestieg. Sie erreichte ihr hohes Ziel mit Hilfe von sechs Bergführern und zehn Kofferträgern; Letztere schleppten, damit niemand unterwegs Hunger oder Durst leide, unter anderem vierundzwanzig Brathähnchen, zwei Hammelkeulen, zwei Lendenbraten sowie ein Fass Tafelwein auf den höchsten Berg Europas. Schon dreißig Jahre vorher war eine Frau, ein Serviermädchen aus Chamonix, von Freunden "unfreiwillig" zum Gipfel mitgenommen, ja getragen worden. Über ein weniger hochgestecktes Ziel schreibt Ricarda Huch, die sich an Bergwanderungen im Harz erinnert, deren Höhepunkt eine Besteigung des Brockens war. Es gibt eine Reihe hübscher, interessanter und lesenswerter Geschichten in dieser Anthologie. Nicht von alpinistischem Ehrgeiz oder emanzipatorischer Motivation wurden die Frauen bewegt, die über ihre Erlebnisse im Gebirge berichten, sondern von Sehnsucht nach Bergen. Unter den …

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Florence Hervé, geb. 1944 in Frankreich, ist promovierte Germanistin.

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