Martha im Gepäck - Herwig, Ulrike

Martha im Gepäck

Roman

Ulrike Herwig 

Broschiertes Buch
 
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Martha im Gepäck

Tante Martha liebt geknüpfte Deckchen, kitschige Malerei - und sie ist eine Despotin. Das bekommt auch die Familie ihrer Nichte zu spüren, als sie plötzlich zwischen den Kindern auf der Rückbank des Kombis sitzt: kariertes Reisekostüm, Koffer auf dem Schoß, mit Regenschirm bewaffnet. Selbstverständlich kommt sie mit in den Schottlandurlaub. Tante Martha zockt Truckfahrer beim Kartenspiel ab, bringt die Familie im Castle eines Liebhabers unter und entpuppt sich als Whisky-Expertin. Und Martha hat noch mehr Trümpfe im Ärmel.


Produktinformation

  • Abmessung: 205mm x 136mm x 28mm
  • Gewicht: 454g
  • ISBN-13: 9783547711806
  • ISBN-10: 3547711800
  • Best.Nr.: 33378202
Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin. Seit 2001 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Seattle, USA. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig so oft es geht an ihren Schreibtisch zurück. Außerdem regnet es ganz schön oft in Seattle, und da will man sowieso nicht vor die Tür. Ideal für eine Autorin!


Kundenbewertungen zu "Martha im Gepäck" von "Ulrike Herwig"

18 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 30.03.2013   sehr gut
Ein Urlaub voller Überraschungen

Familie Thieme, als da sind Mutter Karen, Vater Bernd, der pubertierende Mark und die kleine Teresa , freuen sich auf den wohlverdienten Sommerurlaub in den schottischen Highlands. Sie wollen nur raus aus dem täglichen Trott und Stress. Alles ist zur Abreise bereit, man muss sich nur noch schnell von Großtante Martha verabschieden. Doch sie haben die Rechnung ohne Tante Martha gemacht. Die alte Dame besteht darauf, mit nach Schottland zu kommen, da sie dort noch etwas Wichtiges zu erledigen hat. In Schottenrock und mit Reiseköfferchen steht sie fix und fertig in der Tür und der Familie bleibt nichts anderes übrig, als sie - zähneknirschend- mitzunehmen. Sie machen sich auf eine mehr oder weniger anstrengende Reise gefasst. Doch der Urlaub verläuft völlig anders als gedacht. Denn die exzentrische Tante Martha ist bei weitem nicht so hilfsbedürftig, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Im Gegenteil, sie ist ziemlich resolut und weiß sich durchzusetzen. Sie sorgt immer wieder für Überraschungen und die Familie muss erkennen, dass sie ihre unfreiwillige Reisegefährtin eigentlich gar nicht richtig kennen. Martha spricht überraschend gut Englisch, spielt Poker, kennt sich mit Whisky aus und lässt sich sogar als "Jungfrau" von einem Zauberkünstler zersägen. Woher kann sie das alles? Und was hat sie Dringendes in Schottland zu erledigen ? Die Familie steht vor einem Rätsel, dessen Lösung Martha erst am Ende der Reise offenbart.

Das Buch ist leicht und humorvoll geschrieben und lädt häufig zum Schmunzeln ein. Die Charaktere werden anschaulich dargestellt; man kann sich die einzelnen Familienmitglieder lebhaft vorstellen. Man kann sich gut in die geschilderte , zunächst eher stressige und nervenaufreibende Situation hineinversetzen. Manchmal könnte einem die Familie direkt ein bißchen leid tun. Aber dazu besteht überhaupt kein Grund, denn Martha ist zwar ein wenig schrullig, aber sie ist auch eine äußerst warmherzige, selbstbewußte Frau, mit dem Herzen am richtigen Fleck.

Mir hat das Buch recht gut gefallen, auch wenn die Grundidee der Handlung nicht neu ist . Die häufig entstehende Situationskomik hat mich angenehm unterhalten. Es ist eine prima Sommerlektüre mit einem guten Schuss Humor, aber auch mit ein paar kleinen Ansätzen, die zum Nachdenken über den Umgang der verschiedenen Generationen miteinander anregen können.

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 15.06.2012   ausgezeichnet
Wenn der Sommer immer näher rückt, sind leichte Lektüren bei mir Pflichtprogramm. Bei "Martha im Gepäck" habe ich auf eine humorvolle Geschichte für zwischendurch gehofft und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Ulrike Herwig hat mit "Martha im Gepäck" einen grandiosen Debütroman geschrieben, der mich zum Lachen gebracht und zum Nachdenken angeregt hat.

Der Schreibstil ist wunderbar. Die Geschichte liest sich leicht, flüssig und sehr humorvoll. Stellenweise erinnert mich Ulrike Herwig an Autorinnen wie Dora Heldt und Sofie Cramer, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist, da ich deren Bücher bereits alle verschlungen habe. Die Geschichte entwickelt sich gut, bleibt stets sarkastisch und humorvoll und sorgt für unterhaltsame Lesestunden. Die Charaktere sind sehr authentisch und obwohl jede Person ihre Macken hat, konnte ich diese dennoch schnell ins Herz schließen und ihren Urlaub live miterleben, der so manches Mal anders verläuft, als man es sich erhofft hat.

Das Buch ist nicht unbedingt tiefgründig, dennoch hat es mich an mancher Stelle zum Nachdenken angeregt, wenn Martha in den Vordergrund gerückt ist. Für ihre über 80 Jahre ist sie trotz mancher Krankheit recht fit und für so manche Überraschung gut. Zwar ist sie stellenweise sehr schroff und erpresst auch mal gerne ihre Verwandten, aber dennoch ist sie eine liebenswerte Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe.
Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Karen und ihr Mann Bernd wünschen sich nur eines: Einen ruhigen Urlaub mit ihren Kindern und jede Menge Erholung, allerdings macht Martha dies zunichte, indem sie die Reisepläne immer wieder ändert. Da es zwischen Karen und Bernd stellenweise recht abgekühlt ist, hofft Karen, dass sie sich während des Urlaubes wieder näherkommen. Während er sich in den letzten Jahren einen Bauch angefuttert und sich immer mehr in seine Highlander-Sammlung vertieft hat, ist Karen immer mehr gefrustet und träumt heimlich von ihrem Arbeitskollegen Mike und beneidet ihre Freundin Bettina um ihr Singleleben.
Etwas anstrengend sind die beiden Kinder Mark und Teresa. Mark steckt mitten in der Pubertät und findet grundsätzlich alles blöd und flüchtet lieber in seine eigene kleine Welt. Teresa wirkt dagegen wahnsinnig verwöhnt und neugierig. Sie ist der einzige Charakter, der mir zwischendurch auf die Nerven ging. Allerdings muss gesagt werden, dass auch sie ihre Berechtigung in der Geschichte hat.

Was mir besonders gut gefallen hat: Obwohl die Geschichte stellenweise sehr sarkastisch geschrieben ist, wird nicht sonderlich oft übertrieben. So werden die Probleme von Karen und Bernd weder zu überspitzt, noch zu emotional beschrieben. Es ist vielmehr beiden klar, dass es sich hierbei um ganz alltägliche Probleme handelt, die mit Geduld und ein bisschen Arbeit lösbar sind. Insgesamt ist die Geschichte sehr authentisch und ich hatte auf keiner einzigen Seite das Gefühl, dass bei der Handlung etwas nicht stimmig wäre.

Die Covergestaltung ist ganz hübsch, dennoch habe ich mir ein bisschen mehr erhofft. So hätte ich z.B. Martha im Schottenrock oder den Van mit der kompletten Familie deutlich schöner und passender gefunden. Zwar ist die Möwe auch ganz nett, aber nicht so ganz passend. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen gut und macht Lust auf mehr.

Insgesamt ist "Martha im Gepäck" ein Roman, den man im Liegestuhl am Strand bestens lesen kann. Ulrike Herwig überzeugt durch authentische Charaktere und wunderbare Landschaften, die genauestens beschrieben werden. Eine Pflichtlektüre im Sommer - absolut empfehlenswert!

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Bewertung von joshi_82 aus Olbersdorf am 04.05.2012   ausgezeichnet
Große Erwartungen hatte ich an "Martha im Gepäck", denn ich liebe solche Geschichten, die mich zum Lachen bringen. Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Martha ist eine wunderbare Protagonistin, die den Urlaub der Familie komplett auf den Kopf stellt. Dabei entpuppt sie sich als ganz anders, als ihre Familie sie bisher kannte, was sicher auch daran lag, dass man kaum Zeit mit ihr verbringen wollte, da sie ja nur die alte schrullige Tante ist, die ja eh total verrückt ist. Dementsprechend geschockt reagieren alle, als Tante Martha spontan mit auf die Reise nach Schottland geht. Nach und nach kommen ihre Gründe dafür zum Vorschein und immer wieder gerät die Familie durch Martha in komische Situationen, die mich stellenweise wirklich laut loslachen ließen, was mir immer mal wieder komische Blicke eingebracht hat. Familie Thieme ist eine ziemlich normale Familie, die ihre großen und kleinen Sorgen hat und mit der man sich so direkt verbunden fühlt, denn man kann ihnen wunderbar nachfühlen, wie sie sich fühlen. Da wäre Karen, die Mutter, die ständig an sich selbst zweifelt, ihren Job und Chef hasst und sich heimlich zu ihrem Kollegen hingezogen fühlt. Bernd, Karen´s Mann, der seine Nase kaum aus dem Reiseführer nehmen kann, alles besser weiß und sich kaum noch um Karen bemüht. Mark, der pubertierende Sohn, dem das Handy schon beinah angewachsen zu sein scheint und der kaum etwas mit seinen Eltern zu tun haben will. Und die kleine Tochter Teresa, die Martha ganz besonders in ihr Herz geschlossen hat und noch so herrlich unschuldig ist. Alle aus dieser Familie machen im Laufe ihrer Reise eine große Veränderung durch, jeder entwickelt sich weiter. Es hat mir unheimlich gut gefallen, zu sehen, wie die Familie plötzlich bestimmte Dinge ganz anders sieht, als vorher und vor allem natürlich, dass sie bemerken, wie sehr sie Martha bisher unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt haben.
Ulrike Herwig hat einen schönen, flüssigen Schreibstil und es macht einfach Spass dieses Buch zu lesen. Auch die Beschreibung der Fahrt nach und in Schottland hat mir total gut gefallen, denn es wirkt gut recherchiert und es hat wirklich Urlaubsfeeling bei mir aufkommen lassen. Deswegen ist "Martha im Gepäck" das perfekte Urlaubs- und/oder Sommerbuch und das war sicher nicht das letzte Buch, dass ich von Ulrike gelesen habe.

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Bewertung von regenbogen aus Altdorf am 02.01.2012   ausgezeichnet
Unterhaltung pur
Mich hat das Buch angesprochen, vor allem das Cover, daß einen schon in gute Laune versetzt. Das Buch ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Buch handelt von Familie Thieme (Vater Mutter zwei Kinder)- könnten wir sein, wenn wir in Urlaub fahren, die einen Urlaub in Schottland geplant haben. Doch als Tante Martha noch überraschenderweise mitfährt, beginnt das ganze erst richtig lustig zu werden. Ich habe mir bei den ersten Seiten schon Tränen gelacht, weil ich mir alles so bildlich vorstellen kann. Der erste Zwischenfall auf dem Parkplatz, die Überfahrt nach Dover (Martha alis Marie Popppins) wo alle Martha um ihrer Umbrella neidisch waren. Der Rehunfall den Martha mit Bravour gemeistert hat. Ursprunglich war ja Cambridge eingeplant, aber Tante Martha bringt die Thiemes dazu nach Schottland zu fahren. Ein tolles Bild, wenn man sich Martha auf dem Rastplatz beim Pokern vorgestellt und damit Karins Einkaufsbummel gerettet ist. Auch der Arztbesuch von Bernd ist nicht ohne, ebenfalls die Dudelsackspieler auf dem Parkplatz. Was es jedoch mit Glen Manor und den Mac Gregors auf sich hat wird nicht verraten. Tante Martha ist jedoch noch für eine weitere Überraschung gut. Ich hoffe, daß noch weitere Roman von Ulrike Herwig folgen, denn ich bin total begeistert. Das Buch hat Spaß gemacht zu lesen und man konnte sich wirklich alles bildlich vorstellen. Weiter so

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Bewertung von Vorleserin aus Berlin am 19.11.2011   sehr gut
Martha im Gepäck ist eine unterhaltsame Geschichte, die den Alltag und die Beziehungen der unterschiedlichen Generationen mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Ausgangspunkt ist der Beginn des gemeinsamen Familienurlaubes, das von einem Ehepaar, deren Beziehung schon leicht abgestumpft ist, sowie von den beiden Kindern, ein Junge im Teenager-Alter und ein Mädchen im Mini-Teenie-Alter getragen wird. Die Konstellation allein verspricht schon reichlich Reibungspunkte, jedoch drängelt sich sozusagen als i-Tüpfelchen die Tante Martha recht rabiat in den Urlaub hinein. Mit der Androhung der Enterbung und dem lapidaren Satz, sie habe in Schottland, dem Reiseziel, etwas zu tun, erobert sie einen Platz im Familienauto.

Da man die Tante für senil und anstrengend hält, droht der Urlaub schon von Anfang an zum Eklat zu geraten. Doch wie sich bald herausstellt, kennt man die Tante nicht gut genug, so dass einige Überraschungen auf die Familie warten.

Der Roman ist locker und unterhaltsam geschrieben, ohne dass der Humor bis zum Überdruss bemüht wird. So lässt sich das Buch bis zum Ende mit einem Schmunzeln auf den Lippen lesen. Das Ende wird betont harmonisch gestaltet, aber wer so ein Buch in die Hand nimmt, erwartet auch keinen Ausgang a la Arte-Film.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Besonders das Ehepaar in den Endvierzigern lässt tiefgründige Blicke in das Seelenleben zu, wobei die Schriftstellerin da genau den Nerv und die Denkweise dieses Jahrgangs trifft.

Insgesamt ist es ein angenehm zu lesendes Buch, das einem ein bisschen glücklicher sein lässt.

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Bewertung von bellalotte am 18.11.2011   ausgezeichnet
Schon das Cover verspricht witzig-spritzige Lektüre und der Eindruck täuscht auch nicht.

Familie Thieme möchte in den Schottlandurlaub und sich nur kurz von Erbtante Martha verabschieden. Doch Martha will mit. Im Verlauf der Reise entpuppt sich die "alte senile gebrechliche Tante" als ganz anderes Format. Eine Frau mit Geheimnissen und vielen Talenten, die mit beiden Beinen im Leben steht und den Jüngeren so manches vormacht.

Wunderbar dargestellt sind die Protagonisten, die Handlung kurzweilig und in gut lesbarem Schreibstil geschrieben. Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch.

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Bewertung von smilofun aus Kiel am 30.10.2011   ausgezeichnet
Roman "Tante Martha im Gepäck" von Ulrike Herwig, erschienen im Verlag Marion von Schröder

264 Seiten für 14,99 € / ISBN 978-3-547-71180-6

Famile Thieme will in den gemeinsamen, wohlverdienten Sommerurlaub fahren, es soll nach Schottland gehen. Im familieneigenen Van soll die Reise von Karen und Bernd sowie den Kindern Mark und Theresa gehen. Kurz vor Abfahrt will Karen noch kurz nach ihrer Großtante Martha sehen und sich verabschieden. Sie hat die Rechnung ohne Martha gemacht, denn die wird die Familie Thieme nach Schottland begleiten, weil sie "noch etwas zu erledigen hat".

Die Familie ist genervt, will aber Tante Martha nicht vor den Kopf stoßen, denn schließlich will man später bei der Erbverteilung nicht leer ausgehen.

So kommt Tante Martha mit auf die turbulente Reise und sorgt dafür, dass die Thiemes nicht den klassischen, langweiligen Familienurlaub erleben, sondern einfach mal etwas völlig anderes machen! Oder in Tante Marthas Worten: "Mach den Kopf zu, du nervst!"

Der Roman "Martha im Gepäck" beginnt sehr heiter, die Wortwahl ist sehr authentisch und der Schreibstil ist unglaublich leicht zu lesen. Von der ersten Seite ist man im Buch gefangen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Man stellt sich eine kleine, adrette, nette alte Dame vor, die sich auch so benimmt. Aber Tante Martha benimmt sich wahrlich nicht so, wie man es erwarten würde, Und genau das macht diesen Roman aus! Tante Martha ist immer für eine Überraschung gut, ist herrlich schmerzfrei und weiß definitiv, was sie will. Ulrike Herwig hat hier wirklich einen sehr heiteren Roman geschrieben, der so herzerfrischend ist, so ehrlich und mit allen Vorurteilen des lieben Familienfriedens aufräumt. Die Probleme, die die einzelnen Generationen miteinander haben, wird ebenfalls aufgegriffen.

Ich habe dieses Buch innerhalb von drei Stunden durchgelesen und konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich war in diesem Buch dabei, ich war in Schottland, ich stand daneben, wenn Tante Martha mal wieder einen ihrer kernigen Sprüche losläßt, andere vor den Kof stößt, verwirrte Menschen hinterlässt, weil sie einfach so ist wie sie ist. Ich habe während des Lesens oft gedacht: Diese Frau ist unglaublich, ich fasse es nicht, dass tut oder sagt sie wirklich! Und die bloße Vorstellung in meinem Kopf hat mich wirklich oft laut loslachen lassen.

Bitte, lest diesen Roman! Vor allen Dingen, wenn das Wetter schlecht ist, wenn es euch schlecht geht, wenn ihr schlechte Laune habt, wenn ihr eigentlich etwas Unangenehmes tun müßt.. ich versichere euch: danach ist das Wetter besser, euch geht es besser, eure Laune ist definitiv besser und alles andere danach läßt sich auch viel leichter ertragen! Dieses Buch werde ICH zumindest noch einige Male lesen, vor allen Dingen die Stellen, an denen Tante Martha loslegt.

Wenn es Tante Martha wirklich gibt, dann will ich sie unbedingt kennenlernen, sie mit in meinen nächsten Urlaub nehmen! Und denkt alle immer daran: gerade die älteren Menschen haben so viele tolle und einzigartige, spannende Geschichten zu erzählen: Fragt sie danach!! Ihr werdet nicht enttäuscht sein, ich weiß das aus eigener Erfahrung.

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Bewertung von melange aus Bonn am 03.10.2011   sehr gut
Die unbekannte Seite von Tante Martha
Zum Inhalt: Martha, ihres Zeichens Erbtante, lädt sich selbst auf die Urlaubsreise der Familie ihrer Großnichte Karen ein. Auf dem Weg nach und in Schottland zeigt sie nicht nur unbekannte Seiten, sondern trägt Einiges zum Familienglück ihrer Verwandten bei.

Zum Cover: Vogel in Gummistiefeln vor tosendem Wasser. Diese Aufmachung lässt zwar auf einen humorvollen Roman schließen, weder Vögel, noch Gummistiefel, noch Meer spielen jedoch eine größere Rolle. Von daher finde ich das Cover nicht sonderlich gelungen, - Zauberer, eine Whiskyflasche oder Spielkarten hätten besser gepasst.

Mein Eindruck: Wunderbar warmherzig und mit viel Humor schildert Ulrike Herwig die Annäherung zwischen Großtante und Familie und den Weg zum gegenseitigen Verständnis sämtlicher Familienmitglieder untereinander. Wenn auch in der dritten Person geschrieben, wird dabei Karens Sicht auf die Dinge zur Beschreibung von Reise, äußerer Umstände und Urlaubsbekanntschaften genutzt. Dadurch kann sich der Leser sehr leicht einfühlen und erlebt allen Unbill (Hitze und Medizingeruch im Auto), Überraschungen (Martha spielt fantastisch gut Poker), Umdenkprozesse (doch, Karens Mann hat durchaus noch positive Seiten) und letztendlich das große Glück hautnah mit. Frau Herwig beachtet immer den Grundsatz Agatha Christies: Der Leser darf nicht mehr wissen, als der Detektiv (oder hier Karen). Tante Marthas verblüffende Fähigkeiten und das Geheimnis um ihre Vergangenheit erschließen sich erst nach und nach, bei allem Humor bleibt die Geschichte dennoch glaubhaft, die Handlungen der Personen stimmig und der Abschluss liebenswert.

Fazit: Eine Wohlfühllektüre, wunderbar geeignet für Liegestuhl, Couch und als Geschenk für Erbtanten.

4 Sterne

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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 25.09.2011   sehr gut
Gestresst bricht Karen Thieme mit ihrem Mann Bernd, Teenagersohn Mark und Töchterchen Teresa zu einer Urlaubsreise auf. Diesmal soll es nach Schottland gehen. Aufgrund der gerade herrschenden Hitzewelle, erscheint das kühle Schottland Karen geradezu paradiesisch. Bevor die lange Autofahrt dorthin losgehen kann, möchte Karen sich noch ganz schnell von ihrer Großtante Martha verabschieden. Die alte Dame hat jedoch ganz andere Pläne. Sie möchte die Familie in den Urlaub begleiten und hat bereits die Koffer gepackt. Alle Versuche Karens, Martha von diesem Plan abzubringen, scheitern und so sitzt die Großtante bei der Abfahrt des Familienvans schließlich auf der Rückbank. Während der Fahrt stellt sich heraus, dass Martha sich deutlich vom Klischee einer verstaubten Rentnerin unterscheidet und an Demenz scheint sie auch noch nicht zu leiden. Im Gegenteil - sie entwickelt ungeahnte Talente und stellt die gesamte Reiseplanung auf den Kopf....

Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben und in einzelne Kapitel unterteilt. Durch den flüssigen Schreibstil und die recht kurzen Kapitel wird man zum Weiterlesen animiert, sodass sich das Buch quasi von allein liest. "Martha im Gepäck" ist eine humorvolle Erzählung die wunderbar als Urlaubslektüre geeignet ist. Die lustige Möwe auf dem Cover passt zwar nicht zum Inhalt des Buchs, aber trotzdem sorgt sie, durch ihr niedliches Aussehen, schon mal für ein erstes Schmunzeln.

Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, da man sich die gestresste Karen Thieme gut vorstellen kann. Ihr Vorhaben, nur noch kurz bei Tante Martha vorbeizufahren und sich von der Erbtante für die nächsten zwei Wochen zu verabschieden, wird von der alten Dame mit einfachen Mitteln zum Scheitern gebracht. Zunächst wirkt Tante Martha etwas zerbrechlich und eher schrullig. Doch das Blatt wendet sich im Verlauf der Handlung schnell zu ihren Gunsten. Denn scheinbar gibt es nichts, was sie nicht kann oder weiß. Durch spontanes Engagement, Sprachkenntnisse, Navigationstalente oder ganz besonderen Fähigkeiten, die Urlaubskasse aufzustocken, entkräftet Tante Martha mühelos die Vorurteile, die Karen ihr gegenüber insgeheim hatte. Denn Inkontinenzeinlagen gehören nicht zu Marthas Reisegepäck und es macht auch nicht den Eindruck, als ob die Tante an Demenz leiden würde. Schon bald wirkt sie deutlich patenter als die weitaus jüngeren Familienmitglieder und lässt diese ziemlich alt aussehen. Mit einem Augenzwinkern beschreibt Ulrike Herwig die unterschiedlichen Urlaubserlebnisse der Familie.

Es macht Spaß, die Familie auf ihrer Reise zu begleiten und die teilweise skurril wirkenden Ereignisse zu verfolgen. Diese dürften für manch unverhofften Schmunzler und das ein oder andere Lachen verantwortlich sein. Sonst wirkt die Reiseroute der Familie allerdings eher eintönig, denn die Fahrt durch die Highlands ist leider nur spärlich beschrieben. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Familie, die langsam begreift, was für eine interessante Person Tante Martha ist und die Frage, aus welchem Grund Martha die lange Reise eigentlich auf sich nimmt.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieses Romans wirklich gut unterhalten und Tante Martha wurde mir mit jeder gelesenen Seite sympathischer. Die anderen Familienmitglieder verblassen dadurch allerdings etwas, da sie einfach nicht mit der alten Dame mithalten können. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen. Den einen ziehe ich ab, da die Geschichte manchmal etwas vorhersehbar war.

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Bewertung von horseshoe28 aus Hamburg am 25.09.2011   gut
Urlaubsmärchen
Ein Ehepaar mit zwei Kindern will nach Schottland in Urlaub fahren und vorher nur kurz bei der Großtante nach dem Rechten schauen. Überraschenderweise sitzt die auf gepackten Koffern und will mitkommen. Tante Martha behauptet in Schottland etwas Wichtiges erledigen zu müssen und erpresst sich ihren Platz im Auto, indem sie mit Enterbung droht. Ihrer Nichte gefällt es nicht sich um eine demente alte Frau kümmern zu müssen, sie hat mit Kindern, Ehemann und ihrem Chef schon genug Probleme am Hals. Die Tagträume über ihren Reichtum nach der Erbschaft sind aber fast das Einzige, dass ihr Freude bereitet – mal abgesehen von der Schwärmerei für einen Kollegen.

In Laufe der Reise stellt sich heraus, dass Tante Martha mit über 80 keineswegs hilfsbedürftig ist, sondern extrem unternehmenslustig. Sie ist gut auf die Reise vorbereitet, kennt Land und Leute und gewinnt mal eben beim Poker. Auch ihre Familie kann sie sehr gut einschätzen und gibt ihrer Nichte und deren Mann mehrmals wohlmeinende, aber wenig willkommene Ratschläge. Erst langsam erfährt man Details über die ziemlich wilde Vergangenheit von Tante Martha und was sie in Schottland erledigen will.

Die Erzählperspektive ist zwar nicht die einer Ich- Erzählerin, aber der Leser erfährt trotzdem fast alles aus Sicht der Nichte. Und von dieser Nichte ist man teilweise genervt, weil sie ein sehr festgefahrenes Bild von Tante Martha hat: dement oder zumindest verwirrt und definitiv nicht in der Lage auf sich selbst aufzupassen. Daran hält sie halsstarrig fest, egal wie viele Beweise es für das Gegenteil gibt und wie abenteuerlustig die Tante geschildert wird. Erst am Ende vom Buch ändert sich das, die Nichte ist ehrlich besorgt um ihre Tante (und nicht mehr um die Erbschaft), außerdem entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden. Leider wird aber eine finale Aussprache nicht geschildert, nur erwähnt, das ist ein großer Minuspunkt.

Der Fokus der Geschichte ist immer auf der Nichte und Tante Martha, weder vom Ehemann noch von den beiden Kindern bekommt man ein richtig klares Bild. Die Ehe der Nichte schien am Anfang vom Urlaub fast im Eimer zu sein und läuft am Ende plötzlich wieder richtig gut – wenig realistisch, wenn in Wirklichkeit häufig ein gemeinsamer Urlaub zum Trennungsgrund wird. Auch sonst endet das Buch viel zu sehr wie ein Märchen, alle Probleme und Konflikte lösen sich in Luft auf. Zu den überspitzt geschilderten, tragischen Figuren (mit denen man anfangs oft Mitleid hatte) passt das nicht so recht. Insofern würde ich das Buch nur als Urlaubslektüre empfehlen, und zwar weil man häufig schmunzeln und manchmal sogar laut loslachen kann, wenn Tante Martha ihr Unwesen treibt.

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