Leseprobe zu "Max Beckmann" von Stephan Reimertz
Stephan Reimertz: Max Beckmann
1. Geburt und Familie
Max Beckmann wurde am 12. Februar 1884 in Leipzig geboren.
Er war das dritte Kind von Antoinette, geb. Düber, (1856 bis 1906) und Carl Beckmann (1838-1895). Sein Bruder Richard war sechzehn, die Schwester Margarethe fünfzehn Jahre älter.
Beide Eltern waren Protestanten lutherischen Bekenntnisses und stammten aus dem Braunschweigischen: Die Mutter, der Humor und Erzähltalent nachgesagt wird, von dem Brauereibesitzer und Stärkefabrikanten Johann Heinrich Düber aus Königslutter, der Vater von dem Rademachermeister und Gastwirt Heinrich Beckmann aus Helmstedt.
Die Beckmanns waren ein ostfälisches Bauern- und Bürgergeschlecht. Dank der Bodenständigkeit der Sippe kann man die Ahnen des Künstlers weit zurückverfolgen. Erst im vierzehnten Jahrhundert verliert sich ihre Spur. Fast alle lebten sie im alten Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Auffallend ist der Kinderreichtum dieser Familie, die mit dem Patriziergeschlecht Horn und den Honoratioren der Hansestadt Braunschweig vielfach verwandt und verschwägert war. Unter Beckmanns Vorfahren finden sich vor allem Handwerker und Bauern, aber auch Ärzte und Geistliche.
Max Beckmanns Großvater Johann Heinrich Düber, der Vater seiner Mutter Antoinette, war Bürger von Königslutter, wohnte dort am Markt und wirkte fünfzehn Jahre lang als Stadtverordneter. Er galt als ein Herr, der seine Untergebenen sehr menschlich behandelte. Beckmanns erste Frau Minna Tube vermutete, ihr Mann müsse seine vielfach bewiesene Noblesse von diesem Großvater geerbt haben, der fünf Jahre vor seiner Geburt gestorben war.
Auch ein Kriegsheld findet sich in der Familie. Beckmanns Urgroßvater väterlicherseits, Heinrich Jacob Elias Düber, nahm als Sergeant bei den Totenkopf-Husaren unter dem sogenannten Schwarzen Heldenherzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig an den Befreiungskriegen teil, kämpfte vor Waterloo und starb in hohem Alter als wohlhabender Mann.
Beckmanns Vater Carl besaß eine Mühle in Helmstedt, verkaufte sie, wurde Getreidehändler und ging als Mühlenmakler nach Leipzig. Die sächsische Messestadt war der Mittelpunkt des deutschen Rechts- wie Verlagswesens und neben Dresden das kulturelle und industrielle Zentrum Mitteldeutschlands. Carl Beckmann war ein Mann mit guten botanischen und chemischen Kenntnissen, einem großen Freiheitsbedürfnis und viel Phantasie. In den Gründerjahren brachte er es als Erfinder und Unternehmer zu einem Vermögen.
Die Beckmanns waren eine Familie der selbständigen Mittelschicht. Unternehmungsgeist erfüllte auch Beckmanns Vater Carl. Er war der erste seit Menschengedenken, der die Heimat verließ und in die Großstadt zog. So steht Carl Beckmann zwischen dem traditionalen Milieu seiner Vorfahren und dem individualisierten, in dem sein Sohn Max schon bald leben sollte.
"Daß ich am 12.2.84 in der Nähe des Schwansees zu Leipzig geboren bin kann ich nicht unterschlagen", scherzte der Maler. Max Beckmanns Kindheit und frühe Jugend sind wenig dokumentiert. Die frühe Kindheit verbrachte er an seinem Geburtsort Leipzig, betrachtete ihn später "allerdings nicht als meinen wesentlichen". Doch Großstadtszenen prägten sich ihm ein, und noch gegen Ende des Ersten Weltkriegs bekannte er sich ausdrücklich zum urbanen Künstlertum:
"Bauern und Landschaft ist sicher auch etwas sehr Schönes und gelegentlich eine schöne Erholung. Aber das große Menschenorchester ist doch die Stadt."
Bauern und Landschaft sollte der kleine Beckmann zur Genüge kennenlernen. Nach den ersten Schuljahren in Leipzig besuchte er den Unterricht auf einer Landschule in Pommern. Seine Schwester Margarethe Beckmann (1869-1940) war das einzige Mädchen zwischen zwei Jungen. Als Zwanzigjährige heiratete sie den Apotheker Carl Luedecke und folgte ihm etwa 1892 ins pommersche Falkenburg. 1905 malte Max Beckmann ein Portrait seiner Schwester, erzählte jedoch, er habe sich nicht gut mit ihr verstanden. Sie wollte ihn erziehen und erschwerte ihm damit die Kindheit, die ohnehin nicht einfach war, wie er später Minna Tube gestand. Als Achtjähriger mußte er ein halbes Jahr bei der Schwester in Falkenburg verbringen und auf eine der mindestens fünf Schulen gehen, die er besucht hat, bis seine Laufbahn als Schüler ein jähes Ende fand.
"Trotzdem viel da gräßlich war, ich meine im Haus meiner Schwester", so erinnerte sich der Maler nach dem Ersten Weltkrieg an die Falkenburger Zeit, "habe ich doch meine intensivsten Erinnerungen an die Einsamkeit der großen Wälder die da oben sind und die Seen und an die Mittagshitze der weißen staubigen Chausseen die zum Walde führten. [...] Es ist ja etwas Merkwürdiges um diese Jugendzeit. Ich war damals namenlos allein."
Unterdessen beherrschte die Familie in Leipzig eine gewisse Unruhe. Mehrmals wechselte man innerhalb der Stadt die Wohnung, und am 21.Februar 1895, kurz nachdem Beckmann elf Jahre alt geworden war, zogen Beckmanns in die Hansestadt Braunschweig und damit zurück in die Heimat der Familie. Im November 1895 starb der Vater. Max Beckmann behielt ihn in guter Erinnerung.
"Er war ein recht vernünftiger Mensch", schrieb er noch ein Vierteljahrhundert später, im Juni 1921, über seinen Vater. 2. Ein schlechter Schüler
Der Onkel Friedrich Beckmann, zugleich Bruder seines Vaters und Ehemann der Schwester seiner Mutter, wurde zum Vormund bestellt. Er schickte den Jungen auf die "Jahnsche Realschule", eine Höhere Lehranstalt in Braunschweig.
Als Max Beckmann 1923 auf vier Seiten sein Leben rekapitulierte, bemerkte er: "In Braunschweig zeichnete ich mich in der Schule dadurch besonders aus, daß ich in den Stunden eine kleine Bilderfabrik errichtete, deren Erzeugnisse von Hand zu Hand gingen und manchen armen Mitsklaven über sein trübes Schicksal auf einige Minuten hinwegtäuschte. In dieser Zeit hatte ich meine 'großen Passionen'. Ja, ich war sehr verliebt und machte meiner Cousine die 18 Jahre war ernsthaft einen Antrag."
Welcherart die Zeichnungen waren, die der kleine Beckmann anfertigte, hat er später in seinem autobiographisch-symbolischen Triptychon The Beginning angedeutet. Der rechte Seitenflügel gestattet dem Betrachter einen Blick in das Fenster einer Schulstube. Ein Knabe von der letzten Bank reicht seinen Mitschülern ein Blatt mit einer üppigen Schönen weiter.
Der angehende Maler, der in der Schule nicht aufpaßt und unter der Bank nackte Frauen zeichnet - das ist seit der Antike ein bekanntes Motiv der Künstlerliteratur und kommt noch in Thomas Manns Novelle Der Wille zum Glück von 1896 vor. Die Schulerlebnisse des halbwüchsigen Paolo Hofmann lesen sich wie ein Begleittext zum rechten Flügel des Triptychons The Beginning:
"In der Religionsstunde nämlich schritt plötzlich der betreffende Oberlehrer mit einem lähmenden Blick auf ihn zu und zog unter dem Alten Testament, das vor Paolo lag, ein Blatt hervor, auf welchem eine bis auf den linken Fuß vollendete, sehr weibliche Gestalt sich ohne jedes Schamgefühl den Blicken darbot."
Der Tod des Vaters mag, wie zehn Jahre später der Tod der Mutter, bei Max Beckmann einen Gestaltungsschub ausgelöst haben. Das erste überlieferte Aquarell malte der Knabe 1896, im Todesjahr des Vaters, nach dem Grimmschen Märchen vom Hirtenbüblein, das die drei Fragen löst und vom König an Sohnes Statt angenommen wird.
Die Datierung des ersten Selbstportraits ist nicht verbürgt; Beckmann wird etwa fünfzehn Jahre alt gewesen sein, als er es malte. Das einfache Bildnis eines pausbäckigen, noch ganz ungefestigten blonden Jungen vor dunklem Hintergrund eröffnet eine lange Reihe von 39 überlieferten Selbstportraits und zwei Dutzend Figuren mit selbstbildhaften Zügen allein unter Beckmanns Gemälden; nicht gerechnet die gezeichneten Selbstbildnisse. Zusammengenommen bilden sie Max Beckmanns Autobiographie. Freilich wuchs dieser Künstler in der Zeit jener repräsentativen Neorenaissance- und Jugendstil-Selbstbildnisse auf, wie sie ein Franz von Lenbach, ein Wilhelm von Kaulbach, ein Franz von Stuck malten. Auch Max Beckmanns Selbstportraits schließen das Repräsentative ausdrücklich ein. In der Wahl des Genres, in der klassischen Ausführung wirkte bis in das Todesjahr des Künstlers der repräsentative Anspruch des späten neunzehnten Jahrhunderts weiter. Zugleich aber sollte er diese Arbeiten wie für sich selbst schaffen. Ihr analytischer Charakter ist nicht zu übersehen. Wie August Strindberg in seinen photographischen Selbstportraits hat Max Beckmann sich hier selbst befragt und ergründet.
Der Blick nach innen schnitt ihn indes nicht von der Außenwelt ab. Der Knabe Beckmann interessierte sich für fremde Welten, und er soll sich sogar als Steward auf einem Amazonasdampfer beworben haben. Die Enge der Braunschweiger Realschule machte ihm zu schaffen. Es kam zu Konflikten mit den Lehrern. Bald wurde er auf eine Lehranstalt im achtzehn Kilometer entfernten Städtchen Königslutter geschickt, von wo die Mutter stammte. Aber auch dort bekam er bald Schwierigkeiten. Sein Vormund Friedrich Beckmann war erzürnt und schulte den Jungen ein zweites Mal um. Er schickte ihn auf ein kleines Pensionat, das im Hause eines evangelischen Pfarrers im Wald bei Gandersheim im Harz untergebracht war, etwa sechzig Kilometer von Braunschweig entfernt. Aber auch auf dieser Schule hielt es Beckmann nur ein paar Monate aus. Wie Pablo Picasso, Max Liebermann und viele andere Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler hat er die Schule gehaßt.
Im Pfarrhaus bei Gandersheim mußten die zwölf bis vierzehn Schüler hungern und frieren. Als Beckmann von seiner Tante ein Paket erhielt, bedankte er sich überschwenglich.
"Hier war allgemeine Freude ich habe die Apfelsinen und Bonbons sämtlich verteilt, so daß ich eigentlich nichts bekommen habe."
Der Schulmeister, Pastor Richard Diestelmann aus Celle (1853 bis 1925), galt nicht nur in seiner Familie als Tyrann und Choleriker. Jeden Tag schlug er die Schüler, unter denen auch seine Söhne waren. "Wenn einer seiner sieben Söhne etwas ausgefressen hatte, verwamste er gleich alle", erzählte der Enkel Dieter Diestelmann. "Nur Ilse blieb verschont." Der Tochter Ilse Diestelmann hat Beckmann 1899 eine Ansichtskarte aus Braunschweig geschrieben.
Diese Karte ist kürzlich zusammen mit einer handgeschriebenen Loseblattsammlung mit dem Titel Extrablatt der Ahlshäuser Zeitung aufgetaucht. Die Blätter tragen die handschriftliche Ergänzung: "Erinnerungen an Ahlshausen, wo neben den Kindern des Hauses zeitweise Haushaltsschülerinnen als Pensionärinnen weilten."
Thomas Döring vom Braunschweiger Kupferstichkabinett erforscht Beckmanns Jahre in Niedersachsen und bezieht einige der satirischen Kommentare der Schülerzeitung, in der häufig der Name Max fällt, auf den jungen Beckmann.
"Leere Tonnen geben großen Schall! sagte Max, da nannte er sich genial!"
"Morgen, morgen, nur nicht heute, sagte Max, da legte er das französische Vokabelbuch beiseite."
"Ich habe mich nie mit Kleinigkeiten abgegeben, sagte Max, da malte er historische Gemälde, ohne geschichtliche Persönlichkeiten und Geschichtszahlen zu kennen."
Die Schülerzeitung enthält auch ein Kapitel "Berühmter Künstler" oder "Worin besteht die Genialität?" Darin heißt es unter anderem:
Genial ist ein junger Mann, wenn er mit möglichst ungekämmten Haaren, ungewaschenen Händen, ungebürstetem und fleckigem Zeuge herumläuft und mit der Zurschautragung dieser äußeren Eigenschaften möglichste Trägheit bei Erlernung positiven Wissens, Oberflächlichkeit im Urteil und selbstüberzogene Sicherheit im Urteil über andere verbindet. [...] Es empfiehlt sich dabei noch, daß er alle Bücher, deren er habhaft werden kann, mit Schmierereien verkleckst, die er als Proben genialischer Kunst selbst anstaunt, und daß er sich selbst frühzeitig als kleiner Gott anhimmelt und bewundert, der Wunderwerke der Schöpfung zu Tage bringen kann.
Mit Wut und Spott überstanden die Schüler die Zeit bei dem strengen Pastor Diestelmann. In den 1901 erschienenen Buddenbrooks ist nachzulesen, daß es auch den Schulkindern eines städtischen Gymnasiums wie dem Lübecker Katharineum nicht besser erging. In seinem frühen Roman erzählt Thomas Mann, wie der Wind, der den Schülern ins Gesicht wehte, nach dem Deutsch-Französischen Krieg und Bismarcks Reichsgründung selbst in der freien Hansestadt Lübeck rauher wurde. Von der preußischen Schulreform unter Hardenberg und Stein war am Ende des Jahrhunderts nicht mehr viel übrig.
Doch wie später im Exil in Amsterdam unter deutscher Besatzung ließ sich Max Beckmann auch als Knabe in der Schule nicht vom Zeichnen und Malen abhalten. Das älteste überlieferte Schriftstück von seiner Hand stammt aus dieser Zeit. Es ist eine Postkarte an die Mutter in Braunschweig, auf den 26. Februar 1899 datiert; sie wurde vor einiger Zeit bei Sotheby's versteigert.
Die Hälfte der Karte nimmt ein Pferdekopf ein. Als kleines Aquarell ausgeführt, vereinigt er barocke, emblematische und Jugendstilelemente. Das Roß ist gezäumt und wiehert. Obwohl man nur den Kopf sieht, erkennt man, daß es von links nach rechts trabt, auf die Worte an die Mutter zu.
Der gerade Fünfzehnjährige zeigt eine erhebliche Sicherheit der Strichführung und Schattierung, und er ist sich dessen bewußt: "Ich glaube, das Bild ist mir ganz gut gelungen" - mit solchem Understatement sollte er auch später seine Produktion kommentieren. Die wenigen Worte verraten einiges über sein Verhältnis zur Mutter. Er versichert ihr, er übe sich in der Handschrift. Zugleich baut er offenbar schon seinem Wunsch vor, Künstler werden zu dürfen.
Aber warum wählt Beckmann einen Pferdekopf zur Illustration der Postkarte? Die Welt der Wappen lag im Erfahrungshorizont des Kindes. Viele Kinder sind im neunzehnten Jahrhundert in Wappen und Flaggen, in Heliogravüren, in Bild- und Jubiläumsbänden mit goldgeprägten Einbänden der bildenden Kunst zum ersten Mal begegnet. Ja, es gab Künstler der Moderne, man denke nur an Balthus, die der phantastischen Bilderwelt der Holzstiche in alten Kinderbüchern nie entronnen sind.
Zudem kann man aus dem Pferdekopf eine geheime Botschaft lesen. Der Knabe versagt sich jede Klage über die Verhältnisse im Internat. Aber er vertraut sie einem Pferdekopf Falada an, der wie im Grimmschen Märchen von der Gänsemagd ein offenes Ohr für alle Sorgen hat. Noch 1919 wollte er "Kinder in Schaukeln und Kinder auf den großen Holzpferden, die erregten Kinderaugen hinter den glotzenden gläsernen Pferdeaugen" malen, die er in einem Vergnügungspark in Frankfurt sah.
Eine Schaukel bestimmte noch im selben Nachkriegsjahr das Frauenbad und 1922/23 das hochformatige Gemälde Das Trapez: Die Schaukel zeigt den Irrsinn der Welt, ihren schwankenden Boden; zugleich ist sie ein Sujet, das ein Gemälde dynamisiert. Das Schaukelpferd findet sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelbild des symbolisch stark befrachteten Triptychons The Beginning. Es ist das Zentrum der gesamten Komposition, vereinigt die ikonographischen Traditionen der Pferdedarstellung mit denen der Schaukel und tritt zudem mit den umlagernden Figuren wie der Verführerin, dem Clown, dem Gestiefelten Kater, der alten weisen Frau und der Figur eines weisen Mannes oder Lehrers in Beziehungen, die vielfältig zu deuten sind. Auch die Seifenblasen sind in diesem Triptychon wieder da; in ihrer Größe nähern sie sich hier allerdings der Glaskugel an. Vergleicht man die frühesten Zeichnungen mit den Werken der Reife, zeigt sich, daß es immer dieselben Motive waren, die Beckmann ein Leben lang beschäftigt haben und in seiner Kunst in die unterschiedlichsten Zusammenhänge eingetreten sind.
Auf der frühen Postkarte jedenfalls hat der kleine Beckmann die Situation des Künstlers im Knabenalter sowohl inhaltlich als auch formal zum Ausdruck gebracht. Die entscheidenden Merkmale des künstlerischen Selbstverständnisses und der Selbstpräsentation, wie sie auf den Künstler der Jahrhundertwende überkommen waren, sind in wenigen Strichen und Worten formuliert.
Auch sein Konservatismus deutet sich schon an. Nicht künstlerisches Aufbegehren steckt hier in den Anfängen, sondern ein altmeisterlicher Gestus, wie ihn die berühmten Zeitgenossen Wilhelm Leibl, Max Liebermann, Anton von Werner und Franz von Stuck pflogen, die am Ende einer Tradition europäischen Meistertums in der Kunst standen.
Beckmanns weitere Zeichnungen aus den Briefen an die Mutter verraten, wenn nicht den angehenden Künstler, so doch in ihrem Anekdotenhaften den Erzähler. Allein wie er die Hosen am Kleiderrechen skizziert, zeigt jenen spezifisch niederdeutschen Witz, den Beckmann sein Lebtag bewahren sollte. Es könnten die Hosen von Max und Moritz sein.
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