Die G'schicht von Brandner-Kasper oder Das Spiel ums Leben - Kobell, Franz von

Franz von Kobell 

Die G'schicht von Brandner-Kasper oder Das Spiel ums Leben

Vollständige und ungekürzte Bearbeitung, Mit dem ungekürzten Originaltext in Tegernseer-Mundart von 1871, einer Transskription in heutiges Oberbairisch und einer Transskription in das Hochdeutsche.

Hrsg. u. Mitarbeit v. Walter Rathgeber
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Erscheint vorauss. Juni 2012
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Die G'schicht von Brandner-Kasper oder Das Spiel ums Leben

Das bevorstehende Erscheinen der Neubearbeitung von Franz Ritter von Kobell's ,BRANDNER KASPER' mit den Original-Illustrationen des Partenkirchener Malers und Mitarbeiters von Franz von Kobell bei den ,FLIEGENDEN BLÄTTERN', FERDINAND BARTH (Bildbearbeitung durch W. Rathgeber, Susanne Rathgeber M.A., V. Bonvicini und G.C. Brunelli), aus den FLIEGENDEN BLÄTTERN von 1871 stellt eine Revolutionierung der ,Brandner-Kasper-Rezeptionen' dar. Denn in dieser von dem Tegernseer Germanisten Dr. phil. Walter Rathgeber herausgegebenen, im Bengelmann Verlag (©Bengelmann Verlag GmbH.München,Malta, London 2012) erschienenen Neubearbeitung wird erstmals seit etwa 100 Jahren der tatsächliche unverfälschte Originaltext vom ,Brandner Kasper' wieder veröffentlicht werden. Dies ist nur möglich, weil es dem Herausgeber Dr. phil. Walter Rathgeber und dem Lektorat Susanne Rathgeber M.A., München und London, sowie Dr. phil. Pauline Bengelmann, London, gelungen ist, die derzeit einzige und womöglich letzte vollkommen erhaltene Ausgabe der im Verlag Braun & Schneider in München erschienenen FLIEGENDEN BLÄTTER von 1871 aus altem Familienbesitz aufzuspüren und zu erwerben. ----------------------------------------------------------- Denn die bisherigen Texte vom Brandner Kasper, soweit deren Herausgeber und Bearbeiter stets treuherzig verkündet haben, daß es sich um den Originaltext handele, sind tatsächlich nicht identisch mit der Originalausgabe in den FLIEGENDEN BLÄTERN von 1871, sondern eher identisch mit den Ausgaben des BRANDNER KASPER, die etwa 80 Jahre nach der Erstausgabe von 1871 erschienen sind. Die von Kobell selbst gesetzten Apostrophe und Interpunktionen des Mundarttextes werden meist nie vollständig wiedergegeben, aber schlimmer noch: Die Namen der beiden Hauptakteure werden seit langer Zeit nicht unverfälscht wiedergegeben. Aus dem Originaltext von 1871 geht jedenfalls eindeutig hervor: 1) Der Brandner Kasper heißt mit dem Vornamen ,Kasper' und nicht etwa ,Kaspar'. 2) Der ,Gevatter Tod', der Sensenmann, der Gebeinkramer oder Beinkramer, auch Knochenmann oder Knochenkramer genannt, der die Knochen bzw. Gebeine oder Beine ¿ auch als Deminutiv ,Knöcherl' oder ,Beindl' genannt ¿ der Toten einsammelt oder in diesen ,herumkramt', heißt bei Kobell nicht ,Boandlkramer und auch nicht ,Boanlkramer', sondern --------------------------,Boalkramer',--------------------------- jedenfalls im Originaltext aus der Feder des Schöpfers vom ,Brandner Kasper, Franz Ritter von Kobell! Der Professor Kobell hat das korrekt so geschrieben, denn das hochdeutsche Wort ,Bein' für Knochen wird auf mittelbairisch ,Boa' ausgesprochen. Im Plural heißt das hochdeutsche Wort ,Beine', auf mittelbairisch wird die Pluralbildung von ,Boa' ,Boa'l' ausgesprochen und mundartlich auch so geschrieben. Auch in der Deminutivform ,Beindl' für ,Knöcherl' heißt es auf mittelbairisch ,Boal'. Die nunmehrige Bearbeitung des BRANDNER KASPER durch den Tegernseer Germanisten Dr. phil. Walter Rathgeber enthält "last not least": -------------------1) eine erstmalige, ungekürzte und vollständige, unverfälschte (d.h. frei von erfundenen Ergänzungen) Transskription des Originaltextes in das heutige Oberbairisch bzw. Mittelbairische, wie es im Voralpenland und auch im Bayerischen Rundfunkt gesprochen wird (OBERBAIRISCHE ERSTAUSGABE DES ORIGINALTEXTES VON 1871). ------------------2) eine erstmalige, ungekürzte und vollständige, unverfälschte (d.h. frei von Ergänzungen) Transskription des Originaltextes in das Hochdeutsche (HOCHDEUTSCHE ERSTAUSGABE DES ORIGINALTEXTES VON 1871). --------------------------------------------------------------------------------------- Dieser Band enthält ----------1) den ungekürzten und vollständigen sowie unverfälschten Originaltext des "Brandner Kasper", wie er in den "Fliegenden Blättern" im Jahre 1871 (Braun & Schneider Verlag München) erschienen ist, in der damaligen Tegernseer Mundart. Der hier vorliegende Originaltext ist tatsächlich in allen Feinheiten identisch mit dem Text der Erstausgabe in den 'Fliegenden Blättern' aus dem Jahre 1871, auch hinsichtlich aller altbairischen Wörter, Apostrophe und anderer Satzzeichen dieses Mundarttextes. Dem Herausgeber und Bearbeiter, dem Germanisten Dr. phil. Walter Rathgeber, war dies nur möglich, weil der Bengelmann Verlag im Besitz der weltweit wohl einzigen völlig erhaltenen Ausgabe der 'Fliegenden Blätter' von 1871 ist! Die bisher allgemein zugänglichen, zu Unrecht als Originaltext ausgegebenen Versionen des 'Brandner Kasper' - in elektronischen Literaturdateien ebenso wie in Print-Ausgaben - stammen aus jüngeren,nicht wirklich unveränderten bzw. unverfälschten Ausgaben des 'Brandner Kasper'. Schon die beiden Hauptdarsteller der Novelle, also der Tegernseer Schlosser Kasper Brandner und sein Kontrahent im Kartenspiel ums Leben, der Sensenmann, werden im allgemeinen nicht unverfälscht, nicht nach dem Originaltext von Kobell aus dem Jahre 1871 mit ihren richtigen Namen bezeichnet. Dies war den Herausgebern mangels einer Originalausgabe von 1871 gar nicht möglich! Denn der Brandner heißt im Original nicht Kaspar, sondern Kasper. Und im Originaltext von Kobell's 'Brandner Kasper' heißt der 'Gevatter Tod' bzw. der 'Sensenmann' bzw. 'Beinkramer',auch 'Gebeinekramer' genannt, nicht etwa 'Boandlkramer' und auch nicht 'Boanlkramer', sondern - entsprechend der damaligen Tegernseer Aussprache des hochdeutschen Wortes 'Beine' für 'Gebeine, Knochen, Beindl' - 'Boalkramer', was bisher weitgehend unbekannt gewesen ist; das 'nd' im Wort 'Boandlkramer' für das hochdeutsche Wort 'Gebeinekramer' wurde und wird auch heute noch oftmals 'verschluckt'. Und Meister Kobell hat zu Recht 'Boalkramer' geschrieben! Denn das hochdeutsche Wort 'Bein' wird auf mittelbairisch 'Boa' ausgesprochen, im Singular. Im Plural heißt es auf hochdeutsch 'Beine', was auf mittelbairisch 'Boa'l' ausgesprochen wird. Der mundartliche Ausdruck 'Boandl' würde auf hochdeutsch 'Gebeindl' als Deminutiv, also im Sinne von 'Gebeinchen' , 'Beinchen' oder 'Beinlein' bedeuten. -----------2) ganzseitige Reproduktionen aller vier berühmten Holzstiche von Ferdinand Barth (1842-92) aus Partenkirchen (Oberbayern) zum "Brandner Kasper" aus den "Fliegenden Blättern" 1871 (Original im Besitz des Bengelmann Verlages), bearbeitet von Dr. phil. Walter Rathgeber. -----------3) eine erstmalige, vollständige und ungekürzte Transskription des Tegernseer Originaltextes von 1871 in das heutige Bairisch, wie es im Alpenvorland und auch im Bayrischen Rundfunk gesprochen wird (also 'Mittel-Bairisch, siehe hierzu: Ludwig Zehetner, Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern, edition vulpes Regensburg 2005, ISBN 3-9807028-7-1). MITTELBAIRISCHE ERSTAUSGABE! ---------- 4) eine erstmalige, vollständige und ungekürzte Transskription des Tegernseer Originaltextes von 1871 in das Hochdeutsche von Dr. phil. Walter Rathgeber (DEUTSCHE ERSTAUSGABE). -----------5) als ANHANG 'SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD - THE DANCE OF DEATH ' ganzseitige Reproduktionen aller 25 Holzstiche zum 'Todtentanz' des Partenkirchener Malers und Bildhauers Ferdinand Barth (1842-92) und allen dazu gehörenden Gedichten von Ferdinand Barth aus dessen ca. 1866 erschienenem Werk 'DIE ARBEIT DES TODES, EIN TODTENTANZ' (Erstausgabe München 1866, Verlag Braun und Schneider, Original im Besitz des Bengelmann Verlages). Das dichterische Werk Ferdinand Barth's ist zu Unrecht vergessen worden, wird der Künstler doch stets lediglich als Bildhauer, Maler und Zeichner charakterisiert. Tatsächlich hat Barth seine 'Todtentanz-Blätter', deren Motive er übrigens völlig neu erfunden hat und keineswegs den Lyoner Todtentanz von Hans Holbein dem Jüngeren (Lyon 1538) nachgeahmt hat, mit eigenen Gedichten zu jeder einzelnen Abbildung versehen. 'DIE ARBEIT DES TODES' wird in dieser KOBELL-AUSGABE DES BRANDNER KASPER vollständig und ungekürzt in der Bearbeitung von Dr. phil. Walter Rathgeber im Anhang veröffentlicht. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Dr. phil. Pauline Bengelmann, London: Ferdinand Barth und seine Holzstiche zu Franz von Kobell's 'Brandner Kasper' (1871, ,Fliegende Blätter', Braun & Schneider Verlag München) und sein künstlerisches und dichterisches Opus Magnum zum Thema ,Tod' und ,Das Spiel ums Leben': Die mit eigenen Gedichten in hochdeutscher Sprache versehenen Holzstiche mit dem Titel ,Die Arbeit des Todes, ein Todtentanz' (Braun & Schneider Verlag, München 1865, Original-Holzstiche in Besitz des Bengelmann Verlages): In der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB) heißt es zu Ferdinand Barth: Barth: Ferdinand B., Historienmaler und Kunstgewerbe-Zeichner. Geboren am 11. November 1842 zu Partenkirchen (heute Garmisch-Partenkirchen), gest. ebenda im Jahre 1892, gab frühzeitige Proben seines Talentes als Schnitzer und Holzbildhauer, suchte als solcher sein Heil zu Nürnberg, besuchte die dortige durch Kreling in große Blüte gebrachte Kunstschule, setzte dann, völlig mittellos auf sich angewiesen, seine Studien bei Ludwig Boltz und Jos. Knabl in München fort, wo er sich in der Piloty-Schule auf die Malerei warf und seine reiche Farbenbegabung glänzend bewies. Kaspar Braun, welcher Barth's originelle Begabung frühzeitig erkannte, beschäftigte ihn mit Zeichnungen für die "Fliegenden Blätter" und die "Münchener Bilderbogen". Für den Verlag von Braun & Schneider entstanden eine Reihe von prächtigen Zeichnungen aus dem Landsknechtleben und in 25 Holzschnittblättern unter dem Titel "Die Arbeit des Todes" dieser aus ganz neuen Motiven aufgebaute moderne Todtentanz (1865). Die Feldzüge des Jahres 1866 und 1870/71 erweiterten den geistigen Gesichtskreis des Künstlers, ohne seine Individualität ganz an dieses ihm sehr zusagende Gebiet zu fesseln. Er wurde kein Kriegs- und Schlachtenmaler. Ein kleines Bild mit einer Soldatenscene aus dem XVI. Jahrhundert erwarb 1869 der Münchener Kunstverein; mehrere meist heitere Genrestücke (En passant; Wenn die Katze ist aus dem Haus; Sonntag Nachmittags) brachten die nächsten Jahre. Im September 1871 war sein "Paganini im Kerker" vollendet, 187s die "Wahl der Kästchen" (Kaufmann von Venedig), eine liebliche aber ganz in die Denk- und Sprechweise der Piloty-Schule getauchte Darstellung, womit Barth für lange Zeit (nur noch 1878 erschien in seltsam überhöhtem Formate ein duftiges "Märchen") von der Malerei Abschied nahm. Er hatte sich schon vor seiner 1873 erfolgten Heirath mit kunstgewerblichen Entwürfen hervorgethan und eine für ihn höchst passende Wirksamkeit als Professor an der Kunstschule erhalten. Mit sprühender Phantasie entwarf Barth nun eine Fülle von Zeichnungen zu Kästchen, Krügen, [218] Schmuckgegenständen, zierlichen Geräthschaften (z. B. ein "Nautilus" in der Zeitschrift des Münchener Kunstgewerbe-Vereins 1879, Bd. 29, Taf. 25), mit einem Worte: zur fröhlichen Gestaltung und Verschönerung des Lebens; er ließ es nicht bei den Erzeugnissen der Kleinkunst bewenden, sondern lieferte viele Cartons zu Glasgemälden, schuf Modelle zu Denkmälern, freskotirte ganze Häuserfaçaden.. Im Deckengewölbe einer Treppe des Münchener Rathhauses malte er sinnig-heitere Compositionen (1887) und vier Bilder im Saale des Gemeindecollegiums (1889).'--------------------------------------------------------------- Ergänzend zu diesem ADB-Eintrag muß betont werden, daß Ferdinand Barth auch Dichter war. Entnommen aus: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bearbeitet von Dr. phil. Pauline Bengelmann. ----------------------------------------------------------------------------------------------- Im ,Thieme / Becker', dem ,Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart', Band ¿ (E.A.Seemann), heißt es zu Ferdinand Barth: ,Barth, Ferdinand, vielseitig begabter Bildhauer, Maler und Zeichner, geb. am 11.11.1842 in Partenkirchen (Oberbayern), gest. am 30.08.1892 ebendort. .......Anfertigung von Kartons für Wandgemälde in dem von Berger erbauten Münster zu Partenkirchen'. ------------------------- Nach OPPERMANN ist Barth der dritte und letzte der Rethel-Epigonen, die in liebenswürdiger Weise dem erstarrten Totentanzthema eine der geistigen Haltung ihrer Zeit entsprechende Formulierung zu geben vermochten'. Barth's Motive sind meist neu und frei erfunden; die Holzschnitttechnik beweist des Künstlers Fertigkeit in der Führung des Messsers und sein großes zeichnerisches Talent...'. Hinzu kommt, daß Barth seinen Todtentanz mit eigenen Gedichten ausgestattet hat, welche seither nie mehr zur Veröffentlichung gekommen sind. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ferdinand Barth (1842 - 92, Partenkirchen / Oberbayern) Erstveröffentlichung in: ,Die Arbeit des Todes, ein Todtentanz' (München, Braun & Schneider) zu erwerben. Für den Verlag von Braun & Schneider 1866) Bearbeitet von Dr. phil. Walter Rathgeber, geboren in Bad Wiessee am Tegernsee, Arzt, Germanist und Soziologe in München In meiner stillen Kemenat Ein' Todtentanz ich ersonnen hatt', Auch Reimlein ich dazu erfund', Die Jedermann verstehen kunnt'; Das soll ein Spiegel klärlich sein, Daß wir nur Moder und Gebein, Soll'n leben für die Ewigkeit, Zum Sterben jede Stund' bereit. ------------------------------------- © Bengelmann Verlag Edition Bonvicini München, Malta, London 2011. All Rights Reserved. Nachdruck und Zitieren im Rahmen der buchhändlerischen Usancen und eigenständiger redaktioneller Beiträge ausdrücklich gestattet! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Unverfälschter Auszug aus der Originalfassung des ,Brandner Kasper' in den ,FLIEGENDEN BLÄTTERN' (Braun & Schneider Verlag) von 1871 (Originalausgabe von 1871 im Besitz des Bengelmann Verlages. © Bengelmann Verlag 2012, ALL RIGHTS RESERVED. Der Bengelmann Verlag sowie der Herausgeber Dr. phil. Walter Rathgeber und die Mitarbeiter des Lektorates im Bengelmann Verlag München, Susanne Rathgeber M. A., München, Malta und London, Dr. phil. Pauline Bengelmann, London, beanspruchen ein Leistungschutzrecht für das Wiederauffinden und Zugänglichmachen bzw. Inverkehrbringen der Erstausgabe von 1871 entsprechend dem deutschen Urheberrechtsgesetz für 25 Jahre. Verwendung des nachfolgenden Textauszuges entsprechend den buchhändlerischen Usancen oder im Rahmen des Zitierens bei eigenständigen literarischen Arbeiten nach dem Zitierrecht werden ausdrücklich gestattet! Zitat aus der Originalfassung 1871 in der Bearbeitung durch Dr. phil Walter Rathgeber, Susanne Rathgeber M.A. und Dr. phil. Pauline Bengelmann: ------------------------------------------------------------------------------------- Jetz' sitzt er amal dahoam und hat ih'm an' Rechblatter z'ammg'richt und probirt, und überdem klopft's an der Thür. Denkt er, wer muaß denn da draußt sei', denn dees A'klopfa is bei'n ihm nit Brauch g'west und ruaft nacha »No' eina!« Jetz' kimmt da an' elendiger Loda 'rei, zaundürr, daß er grad 'klappert hat und bloach und hohlauget, an' abscheuliga Kerl. Der Kasper sagt: ,Was geit's, was willst?' Na' der ander': ,Kasper, i' bi' der Boalkramer und ho' Di' frag'n woll'n, ob D' nit ebba mit mir geh' willst?' ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Man beachte: Es heißt ,Kasper' und nicht etwa ,Kaspar', und es heißt ,Boalkramer' und nicht ,Boanlkramer' oder ,Boandlkramer'!

Vollständige und ungekürzte Bearbeitung, herausgegeben von Dr. phil. Walter Rathgeber, einem gebürtigen Tegernseer. Mit dem ungekürzten Originaltext in Tegernseer-Mundart von 1871 sowie den ganzseitigen Reproduktionen aller vier Original-Holzstiche von Ferdinand Barth (1842 -92) zum "Brandner Kasper" aus den "Fliegenden Blättern" 1871, einer Transskription in heutiges Oberbairisch und einer Transskription in das Hochdeutsche von Dr. phil. Walter Rathgeber. Mit mehreren ganzseitigen Reproduktionen von seltenen Original-Holzstichen und Stahlstichen mit dem Portrait oder dem Brustbild KOBELL's sowie einem ANHANG 'SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD - THE DANCE OF DEATH' mit ganzseitigen Reproduktionen aller 25 Holzstiche Ferdinand Barths aus seinem Werk 'DIE ARBEIT DES TODES - EIN TODTENTANZ' (1866) mit den dazu gehörenden Gedichten von Ferdinand Barth.


Produktinformation

  • Verlag: Bengelmann, M.
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 100 S. m. Abb. 210 mm
  • Seitenzahl: 100
  • Bengelmann Bavarica Bd.2
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 150mm
  • ISBN-13: 9783930177257
  • ISBN-10: 3930177250
  • Best.Nr.: 34416851
Franz von Kobell ist Dichter, Naturwissenschaftler und Jäger aus Bayern.

Leseprobe zu "Die G'schicht von Brandner-Kasper oder Das Spiel..."

Original-Version in Tegernseermundart 1871 (C) Bengelmann Verlag:
Der Brandner-Kasper is a' Schlosser g'west und hat bei Tegernsee a' kloa's Häusl g'habt, hübsch hoch ob'n a'm Albach, wo mar auf Schliersee 'nübergeht. Da hat er g'haust mit sein' Wei', die Traudl g'hoaß'n hat und mit seini zwoa Buab'n, mi'n Toni und mi'n Girgl; die san zeiti' Seldat'n wor'n und hamm in an' Artollerie-Regiment 'dient in' Land d'raußt.
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