Wie kam der König tatsächlich um? Verbirgt der Sarkophag des Königs
ein Geheimnis. Wird es möglich sein,den Sarkophag computergesteuert
röntgen und später öffnen zu lassen? Und was sagen bekannte
Gerichtsmediziner zu der Exhumierung des einbalsamierten Leichnams?
Auch informiert das Buch, warum die Forderung der Sarkophagöffnung
und damit die endgültige Klärung der Todesursache so bedeutungsvoll
für den Mythos und das Ansehen des Königs ist.
Und weiter informiert das Ludwig-Buch über neue Fakten undneueste
Enthüllungen zum Tod des Märchenkönigs:
1. Die "Entmündigung" König Ludwigs
II.von Bayern,die am 9.Juni 1886 in einer Konferenz der
Staatsregierung beschlossen wurde, war rechtswidrig und juristisch
irrelevant Paragr. 593 Satz 1,595 Satz 1,596 Satz 2,598 Satz 1,605
Satz 1,609 Civilprozeßordnung für das Deutsche Reich -CPO vom 1.
Oktober 1879). Dem König wurde in keiner Phase dieses
"Entmündigungs -Verfahrens" irgendwelche den Rechte oder
Verteidigungsmittel zugestanden. In der Nacht vom 11.zum 12.Juni
1886 wurde Ludwig II.schließlich illegal und auf brutalste Weise
zum Verlassen seinesSchlosses Neuschwanstein genötigt und in eine
Kutsche verbracht, deren innere Türgriffe abmontiertwaren. Diese
freiheitsentziehende Maßnahme geschah ohne Rechtsgrundlage. Die
gewaltsame Freiheitsberaubung gipfelte in der Verbringung nach
Schloß Berg, welches schon zuvor in eine provisorische Anstalt
umgewandelt war. . .
Weder dasdamalige Bayerische Polizeistrafgesetzbuch noch das
Bayerische Ausführungsgesetz zur Reichs-Strafprozeßordnung gaben
den Mitgliedern der Staatsregierung, geschweige denn Dr.Gudden und
seiner "Kommission" eine Befugnis, sich in dieser Weise
an der Person Ludwigs zu vergreifen. Diese Vorgehensweise der
Staatsregierung hätte als Hochverrat gestraft werden müssen.
1.2 Die Flucht Ludwigs II.aus Schloß Berg war gut vorbereitet;
Kassiber und Anweisungen für die Flucht erreichten den König. Es
mußte schnell gehandelt werden, denn man plante sogar, am Seeufer
einen langen Bretterzaun und im See selbst eiserne Stangen
anzubringen und diese bis in eine Höhe von zwei Metern mit
Stacheldraht zu verbinden, damit ein Übersteigen unmöglich
wäre.
3. Gendarmen schossen auf den flüchtenden
Märchenkönig und töteten ihn:
4. Ein Enkel des Irrenarztes Dr. Gudden lüftete
auf dem Sterbebett ein bisher strenges Familiengeheimnis; dieser
äußerte gegenüber seinem Freund, einem in Passau noch lebenden
Redakteur: "König Ludwig II. wollte fliehen und ist aus einem
Gebüsch heraus hinterrücks erschossen worden! Ich habe als junger
Mensch das Hemd mit den beiden Löchern im Rücken
gesehen..."
5. Ein in Regensburg lebender Urenkel berichtet
jetzt nach jahrelangen Recherchen über die Erlebnisse und Aussagen
seines Urgroßvaters, der als zwanzigjähriger Gendarm beim Tod
desKönigs am Abend des 13.Juni 1886 dabei gewesen ist; der
Urgroßvater hat seiner Ehefrau anvertraut, daß Ludwig II.
erschossen wurde...
6. Nach den neuesten Erkenntnissen besteht jetzt
der Verdacht, daß auch das Protokoll vom 15.Juni 1886 über die
Sektion der Leichenschau vom 14.Juni 1886 frisiert werden mußte
Erika Brunner wurde 1932 in Darmstadt geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Wiesbaden. Neben einer abgeschlossenen Ausbildung als Schauspielerin studierte sie Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft und entschied sich nach dem Staatsexamen für den bürgerlichen Beruf einer Gymnasiallehrerin. In dieser Eigenschaft leitete sie jahrzehntelang die Theatergruppe der Schule, welcher viel beachtete Aufführungen klassischer und moderner Stücke gelangen. Im Ruhestand ist Erika Brunner als ehrenamtliche Prädikantin der evangelischen Kirche und als Schriftstellerin tätig.
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