Das fliegende Klassenzimmer
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Das fliegende Klassenzimmer

Regie: Wigand, Tomy; Darsteller: Noethen, Ulrich; Vilsmaier, Theresa; Koch, Sebastian; Klocke, Piet; Kling, Anja; Diekamp, Hauke; Peter-Arnolds, Philipp; Lau, Frederick; Broich-Wuttke, Hans; Goeske, François; Buchvorl.: Kästner, Erich; Musik: Reiser, Niki; Freise, Moritz; Gullatz, Biber; Buch: Piper, Henriette; Kunka, Hermine;
DVD
 
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Das fliegende Klassenzimmer

Nach acht Rausschmissen landet Trotzkopf Jonathan im Internat des Thomanerchors. Dort nimmt sich Anstaltsleiter Justus Boekh seiner an. So findet Jonathan im ruhigen Martin, dem schmächtigen Uli, dem klugen Kreuzkamm junior und dem Kraftprotz Matz neue Freunde. Zusammen verbringen sie in ihrem Geheimtreff, einem alten Eisenbahnwaggon, viel Zeit. Doch zu dem besitzt auch der mysteriöse Nichtraucher einen Schlüssel. Und der hat eine geheimnisvolle Verbindung zu Justus Boekh - die an Weihnachten turbulent enthüllt wird. Mit dem Deutschen Filmpreis 2003 als bester Kinderfilm ausgezeichnet, überzeugt Tomy Wigands ("Fußball ist unser Leben") gelungene Erich-Kästner-Verfilmung auf allen Ebenen. Herausragende Kinderdarsteller - vor allem Hauke Diekamp als Jonathan - werden flankiert von souverän aufspielenden Profis wie Ulrich Noethen als Boekh, Sebastian Koch als Nichtraucher oder Komiker Piet Klocke als schrulligem Direktor. Nichts für die ganz Kleinen, doch Kids ab dem Grundschulalter werden sich bei dem Klassiker bestens amüsieren.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Jonathan ist schon von acht Internaten geflogen. Als er in Leipzig ins Internat kommt, nimmt sich der Internatsleiter Justus seiner an. Und auch die Jungs aus seinem Schlafsaal werden schnell seine Freunde: der besonnene Martin und der schmächtige Uli ebenso wie der experimentierfreudige Kreuzkamm junior und der stets hungrige Kraftprotz Matz. Die vier zeigen Jonathan ihren Geheimtreff, einen alten Eisenbahnwaggon auf einem Brachgrundstück, als sie von einem mysteriösen Mann, dem "Nichtraucher" überrascht werden, der ebenfalls einen Schlüssel zu ihrem Eisenbahnwaggon besitzt...
Der "Nichtraucher" ist aber nicht der einzige, der Jonathan und seine Freunde in Atem hält. Da gibt es auch noch die Externen, mit denen die Internatsschüler ständig im Clinch liegen und deren hübsche Bandenchefin Mona. Und schließlich ist da noch der Text zu einem Theaterstück namens "Das fliegende Klassenzimmer", den die Jungs zufällig im Eisenbahnwaggon gefunden haben. Als sie sich mit Begeisterung auf die Proben für die anstehende Weihnachtsaufführung stürzen, ahnen sie noch nicht, dass sie damit in alten Wunden bohren und eine Kette turbulenter Ereignisse auslösen.

Bonusmaterial

Interviews, Making of, Musikvideo, B-Roll, DVD-ROM-Teil mit PC-Spiel


Produktinformation

  • Hersteller: EuroVideo
  • EAN: 4009750218822
  • Best.Nr.: 20118670
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2003
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 109 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.05.2010

Herr Lehrer, was haben Sie im Krieg gemacht?
Eine Edition von Kästner-Verfilmungen der fünfziger Jahre

Erich-Kästner-Komplett-Box.

Universum. 5 DVDs. Emil und die Detektive, Das doppelte Lottchen, Das fliegende Klassenzimmer, Pünktchen und Anton, Die Konferenz der Tiere.

Wenn wir ehrlich sind, haben wir den monströsen, gespenstischen, halb versunkenen Kontinent des deutschen Films der fünfziger Jahre noch nicht annähernd begriffen. Es ist, als wären die Wege dorthin verriegelt wie die Türen zu Blaubarts Turmzimmern; und wenn irgendwo eine Perspektive sich auftut, ein Blick in die Abgründe der Vorvergangenheit, wird die Aussicht gleich wieder von Begriffen verstellt, mit denen in den sechziger Jahren eine ebenso geschichtsbegierige wie geschichtsvergessene Generation ihre eigene filmische Zukunft freikämpfte.

Aber gerade weil Papas Kino tot und begraben ist, muss man es wiederentdecken. Es ist wie ein ferner Spiegel der neuen Filmwunderkinder, die seit einigen Jahren, mit Förderfonds und Fernsehgeld gepäppelt, den deutschen Marktanteil in den Kinos steigern und den Kulturstaatsministern Grund zum Feiern geben: …

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Es gab Zeiten, da hieß es, die Deutschen könnten "nur" erfolgreiche Komödien machen. Doch inzwischen haben unsere Regisseure ein weiteres Genre für sich entdeckt und zu Blockbuster-Reife geführt - den Kinderfilm.<br/><br/>Ob Animationsabenteuer wie "Der kleine Eisbär", Kinderbuchadaptionen wie "Das Sams" oder verfilmte Hörspiele wie "Bibi Blocksberg" - allesamt erreichten sie ein Millionenpublikum. Der Boom mit Werken für unseren Nachwuchs lässt sich außerdem an zwei Namen festmachen: Erich Kästner und Ulrich Noethen.<br/><br/>Während Ersterer für die Vorlagen einer ganzen Reihe von Remakes wie Franziska Buchs "Emil und die Detektive" oder Caroline Links "Pünktchen und Anton" verantwortlich zeichnet, hat sich Letzterer mit unwiderstehlichen Auftritten als Herr Taschenbier in "Das Sams" und als Bernhard Blocksberg im gleichnamigen Hexenspaß in beinahe jedes deutsche Kinderherz gespielt.<br/><br/>Mit "Das fliegende Klassenzimmer" treffen nun die beiden Künstler, die den deutschen Kinderfilm in den letzten Jahren entscheidend geprägt haben, aufeinander.<br/><br/>Der große Literat Kästner lieferte die Roman-Vorlage, und Noethen gibt in Tomy Wigands Neuverfilmung die zentrale Lehrerfigur des Dr. Justus Bökh, den Liebling aller Schüler des Thomaner-Internats in Leipzig. Und er tut dies so unaufdringlich-zurückhaltend und dennoch stets präsent, wie es dieser Charakter von ihm verlangt.<br/><br/>Dabei überlässt er großzügig das Feld den eigentlichen Hauptdarstellern, den jungen Pennälern: Da ist zum Beispiel Jonathan (Hauke Diekamp), der schon aus acht Schulen geflogen ist, aber bei den Thomanern wider Erwarten schnell Anschluss findet.<br/><br/>Oder Kreuzkamm Junior (François Göske), der sich mit seinem Vater (höchst überzeugend: Komiker Piet Klocke mit seinem Leinwand- Debüt) - zufällig Direktor des Internats - herrlich gewitzte Rededuelle liefert. Oder auch der kleine Uli (Hans Broich Wuttke), den mangelndes Selbstbewusstsein zu einer beinahe selbstmörderischen Mutprobe verleitet.<br/><br/>Aber nicht nur die von herausragenden Jungmimen verkörperten Rollen machen dieses "fliegende Klassenzimmer" besonders sehenswert. Der rätselhaft-legendäre "Nichtraucher" Eisenbahn-Waggon, ein Theaterstück, das alte Wunden wieder aufreißt, oder auch die unvermeidliche Schneeballschlacht mit den verhassten Externen zeigen, dass hier das Unmögliche möglich gemacht wurde - nämlich den Spagat, einen Stoff zu modernisieren, ohne dessen Geist zu manipulieren.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
"Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug." (Marcel Reich-Ranicki)

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Bewertung von lockenwilli aus Dresden am 23.06.2010 ***** ausgezeichnet
Man kennt das Buch von Erich Kästner. Diese Umsetzung ist einfach nur Klasse und ich hab mich köstlichst amüsiert. Kann den Film nur weiter empfehlen. Hab den Film deshalb auch gleich mehrmals geschaut und immer wieder aufs Neue gelacht.

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