Das Buch fokussiert vielfältige Aspekte zum Themenkreis
mittelalterliche Klosterbauten im norddeutschen Raum. Neben einer
profunden Einführung in den ältesten Ebstorfer Klosterbau, das so
genannte Lange Schlafhaus, und in die urkundliche und archivalische
Überlieferung der Gründungsgeschichte des Klosters Ebstorf stehen
Beiträge, die die Bestimmung der verschiedenen klösterlichen
Funktionsräume und deren Zuordnung in den Grundrissen der Klausur
beleuchten. Über den Klosterbereich hinaus gehen Studien, die sich
mit den Kennzeichen und stilistischen Merkmalen, mit der
Konstruktion und dem Dekor mittelalterlicher Backsteinarchitektur
beschäftigen. Zwei abschließende kunsthistorische Interpretationen
führen zum einen mit einer Abhandlung zur Ikonographie nach Ebstorf
zurück und geben zum anderen einen Ausblick in die kulturelle und
künstlerische Vernetzung norddeutscher Schnitzkunst.
Ausstattung/Bilder: 2008. 243 S. m. 50 SW- u. 16 Farbabb.
Seitenzahl: 243
Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen Bd.52
Best.Nr. des Verlages: 702
Deutsch
Abmessung: 254mm x 178mm x 24mm
Gewicht: 640g
ISBN-13: 9783895347023
ISBN-10: 3895347027
Best.Nr.: 23036876
Prof. em. Dr. Ernst Badstübner: Jahrgang 1931, Studium in Berlin bei Richard Hamann sen., Leopold Giese und Edgar Lehmann. Bau- und Kunsthistoriker am Lehrstuhl für Kunstgeschichte des Mittelalters der Universität Greifswald. Tätigkeiten an der Deutschen Akademie der Wissenschaften und am Institut für Denkmalpflege in Berlin. Von 1992 bis 1994 Amt des Burghauptmanns der Wartburg in Eisenach. Publikationen: Christliche Ikonographie in Stichworten, 1973, 9. Aufl. 2005; Kirchen der Mönche, 1980, 2. Aufl. 1992; Das alte Mühlhausen. Kunstgeschichte einer mittelalterlichen Stadt, 1989; Das Land um Berlin - Kunst und Geschichte zwischen Elbe und Oder, 1994, 3. Aufl. 2007; Feldsteinkirchen des Mittelalters, 2002; Ziesterzienserkirchen im nördlichen Mitteleuropa, 2005. Dr.-Ing. Volker Hemmerich: Jahrgang 1948, 1968-1974 Diplom-Studium der Architektur an der TU München. Tätigkeiten in Münchner und Hamburger Architekten- und Ingenieur-Büros sowie im Staatshochbau Niedersachsens. Seit 1984 Dezernatsleiter der Denkmalpflege in der Klosterkammer Hannover, seit 1991 Bauabteilungsleiter. 2001 Promotion mit einer Arbeit zur Baugeschichte des Klosters Ebstorf. Publikationen: Die mittelalterliche Baugeschichte des Langen Schlafhauses im Kloster Ebstorf, Schwerin 2002; baufachliche Beiträge in >Die Bauverwaltung<, in >Niedersachsen< und in den Jahresberichten der Klosterkammer Hannover. Dipl.-Ing. Jens Christian Holst: Jahrgang 1953, Bauhistoriker und Denkmalpfleger, 1974-1980 Diplom-Studium der Architektur an der TU München, 1980-1984 Wiss. Mitarbeiter im Forschungsprojekt >Lübeck< der Universität Hannover, 1986-1991 Bauhistoriker im Amt für Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck, 1991-1993 im Amt für Denkmalpflege der Hansestadt Stralsund. Lehraufträge für Denkmalpflege an der FH Lübeck, der Universität Greifswald und der Universität Hamburg. Seit 1994 selbständiger Bauhistoriker. Publikationen zum mittelalterlichen Hausbau u.a. in Lübeck und Stralsund, zu Klöstern und Burgen in Nordostdeutschland, zu Backsteinbau und Zimmerei des Mittelalters. Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker: Jahrgang 1944, Studium in Oldenburg, Bonn, Münster und Bremen, 1977 Promotion zum Thema Adelsherrschaften im Niederweserraum. Habilitation über Kaiser Otto IV. 1987/88 Mitarbeiter bei den Monumenta Germaniae Historica. Seit 1989 Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte / Mittelalterliche Geschichte an den Universitäten Osnabrück und Vechta. Seit 2002 Gastprofessur für Historische Grundwissenschaften an der lettischen Universität Dünaburg (Daugavpils). Publikationen: Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum, Münster 1978; Kaiser Otto IV., Hannover 1990; Die Grafen von Hoya, Bielefeld 1993; Stift Bassum, Bremen 1995; Drakenburg - Weserburg und Stiftsflecken, Drakenburg 2000; Otto IV. - der wiederentdeckte Kaiser. Eine Biographie, Frankfurt a.M. 2003; Zwischen Hoya und Brooklyn. Neue Beiträge zu Person, Familie und Werk Heinrich Albert Oppermanns (mit H.J. Kusserow), Hoya 2003. Peter Knuevener M.A.: Jahrgang 1976, 1997-2003 Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und mittelalterlichen Geschichte in Münster, Freiburg, Bologna und Berlin (HU), seither Promotion zum Thema Bildende Kunst des Mittelalters in der Mark Brandenburg nach 1450. Publikationen: Die Skulptur des Retabels aus der Berliner Marienkirche im Märkischen Museum und die Kunst in Berlin im späten 15. Jahrhundert, in: Jahrbuch der Stiftung Stadtmuseum Berlin 10 (2004/5); Eine märkische Altarwerkstatt am Ausgang des Mittelalters, in: Brandenburgische Denkmalpflege 14 (2005). Dr. phil. Clemens Kosch: Jahrgang 1947, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und der kath. Theologie an den Universitäten Köln, Paris, Tübingen und Bonn. Promotion über hochmittelalterliche Konventarchitektur. Denkmalpfleger im Amt des Kölner Stadtkonservators, seit 2000 Wissenschaftlicher Referent im LWL-Museum für Klosterkultur in der ehemaligen Abtei Dalheim. Publikationen zur mittelalterlichen Wasserbautechnik, zu romanischen Kölner Kirchen, über Westbauten und Gegenchöre, zum liturgischen Mobiliar ottonischer Sakralbauten, über Zisterzienserinnenkirchen, über mittelalterliche Kirchen Paderborns, zum Grabmal Rudolfs von Rheinfelden in Merseburg. Dr. phil. Rolf Legler: Jahrgang 1945, bis 1969 Studium der Malerei und Graphik an den Akademien für bildende Kunst in Nürnberg und München, 1973 2. Staatsexamen für Kunsterziehung am Gymnasium. Von 1978 bis 1994 Publikation von sechs DuMont-Kunstreiseführern über Frankreich und Italien. 1984 Promotion in Kunstgeschichte zum Thema Kreuzgang. Zahlreiche Fachartikel und Kunstbände zur Klosterbaukunst, zur Gegenwartskunst und zum Thema Porträt. Publikationen: Der Kreuzgang - Ein Bautypus des Mittelalters, Frankfurt a.M. 1989. Sternenstraße und Pilgerweg. Der Jakobskult von Santiago de Compostela, Berg. Gladbach 1999; Tempel des Wassers. Brunnen und Brunnenhäuser in den Klöstern Europas, Stuttgart 2004. Dr. phil. Margit Mersch: Jahrgang 1961, Studium der Mittleren und Neueren Geschichte in Paderborn, Münster und Göttingen. 2005 Promotion über das Zisterzienserinnenkloster Vallis Dei in Brenkhausen. Von 1988 bis 1995 Grabungsleiterin des Westfälischen Museums für Archäologie, Münster. Seit 2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Christliche Archäologie und Kunstgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Publikationen: Gehäuse der Frömmigkeit - Zuhause der Nonnen, in: Studien und Texte zur literarischen und materiellen Kultur der Frauenklöster im späten Mittelalter, hg. von Falk Eisermann u.a., Leiden 2004; Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Vallis Dei in Brenkhausen (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen 45) Mainz 2007; Programmatische Ordensarchitektur an Zisterzienserinnenklöstern, in: Frauen - Kloster - Kunst, hg. von Jeffrey F. Hamburger u.a., Turnhout 2007. Dr. phil. Renate Oldermann: Jahrgang 1950, 1970-1976 Studium der Germanistik und Geschichte in Freiburg und Berlin, 1. und 2. Staatsexamen. Seit 1988 Archivarin in den niedersächsischen Damenstiften Bassum, Börstel, Fischbeck, und dem Kloster Walsrode. 2004 Promotion mit einer Arbeit über das Kloster Walsrode. Publikationen: Christliche Gebet So im Kloster zu Walszrode gebräuchlich. Anno 1649. Gebetbuch des Klosters Walsrode von 1649. Nachdruck mit Kommentar (Schriftenreihe des Bundes der Freunde des Heidemuseums Walsrode 9) Walsrode 1995; Studien zur Geschichte von Stift Börstel (Schriften zur Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes 9) Osnabrück 1999; Evangelisches Damenstift Fischbeck, Kunstführer (gemeinsam mit D. Köhler) München/Berlin 2003; Kloster Walsrode - Vom Kanonissenstift zum evangelischen Damenkloster. Monastisches Frauenleben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Bremen 2004; Evangelisches Damenstift Börstel, Kunstführer, München/Berlin 2005; Stift Fischbeck - Eine geistliche Frauengemeinschaft in mehr als 1000jähriger Kontinuität (Schaumburger Studien 64) Bielefeld 2005. Dr. phil. Jens Rüffer: Jahrgang 1964, Studium der Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Philosophie in Berlin (HU) und an der University of York (England). 1994 M.A. Kulturwissenschaften, Berlin, 1995 M.A. History of Art, York, 1998 Promotion. 2002-2006 Mitarbeiter im Projekt >Visualisierungsstrategien an Figurenportalen des 12. und 13. Jahrhunderts< an der Universität Trier. Zur Zeit wiss. Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Bern. Publikationen: Orbis Cisterciensis. Zur Geschichte der monastischen ästhetischen Kultur im 12. Jahrhundert, Berlin 1999; Fountains Abbeys frühe Klosterkirchen. Zum Stand der Bauforschung, in: Cîteaux 53 (2002); Gedächtnis und Tradition - Der Kapitelsaal als Begräbnisort. Anmerkungen zu zisterziensischen Grablegen in Yorkshire, in: Dirk Schumann (Hg.), Sachkultur und religiöse Praxis, Berlin 2007; Die Goldschmiede Godefroy & Reiner von Huy, in: Wallraf-Richartz Jahrbuch 68 (2007); Die Zisterzienser und ihre Klöster, Darmstadt 2008. Dirk Schumann M.A.: Jahrgang 1964, 1981-1984 Berufsausbildung, 1984-1985 Tätigkeit beim Zentralinstitut für alte Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR, 1986-1988 Arbeit im Kulturhistorischen Museum Prenzlau und im Kupferstichkabinett Berlin, 1988-1997 Studium an der HU-Berlin, Magisterarbeit zum Thema Herrschaft und Architektur. Otto IV. und der Westgiebel von Chorin. Seit 1997 freie berufliche Tätigkeit als Kunsthistoriker und Bauarchäologe, u.a. Arbeit an verschiedenen mittelalterlichen Backsteinbauten im Land Brandenburg, Mecklenburg und Sachsen-Anhalt, Mitarbeit an Ausstellungen, Tagungen und Buchprojekten. 2004 und 2005 Lehraufträge an der HU-Berlin. Zusammen mit Ernst Badstübner Herausgabe der Studien zur Backsteinarchitektur. Dr. des. Olaf Siart: Jahrgang 1970, 1992-1995 Ausbildung zum Schreiner, 1996-2001 Studium der Kunstgeschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Denkmalpflege in Bamberg und Berlin (TU/FU), 2006 Promotion über Kreuzgänge der Frauenklöster im deutschsprachigen Raum. Seit 2005 Wissenschaftlicher Volontär bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam. Publikationen: Das Triangelportal - Die Skulpturen, und: Das Triangelportal - Die farbige Fassung der Skulpturen (mit M. Wortmann und R. Drewello), in: Forschungen zum Erfurter Dom, Altenburg 2005; Bewahrt - Wiederhergestellt - Erneuert. Restaurierungsführer durch die preußischen Schlösser, hg. von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Leipzig 2006 (mit S. Gehlen u.a.); Der Kreuzgang als Ort für Liturgie, Fürbitte und adlige Selbstdarstellung im Spiegel seiner künstlerischen Ausstattung: Das Beispiel Himmelkron (Oberfranken), in: Frauen - Kloster - Kunst, hg. von Jeffrey F. Hamburger u.a., Turnhout 2007. Prof. Dr. Matthias Untermann: Jahrgang 1956, Studium der Kunstgeschichte und Mittelalterarchäologie in Köln und Zürich, 1984 Promotion über Kirchenbauten der Prämonstratenser, 1985-1999 Mittelalterarchäologe und Bauforscher am Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, 1998 Habilitation über die Baukunst der Zisterzienser im Mittelalter, seit 2000 Professor für Europäische Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg. Publikationen: Kirchenbauten der Prämonstratenser, Köln 1984; Kleine Kunstgeschichte der mittelalterlichen Ordensbaukunst in Deutschland, Darmstadt 1985 (mit G. Binding) 3. Aufl. 2001; Der Zentralbau im Mittelalter, Darmstadt 1989; Forma Ordinis, Studien zur Baukunst der Zisterzienser im Mittelalter, München/Berlin 2001; Ausgrabungen und Bauuntersuchungen in Klöstern, Grangien und Stadthöfen, Berlin 2003; Architektur im frühen Mittelalter, Darmstadt 2006. Herausgeber von: Klosterinsel Reichenau, Stuttgart 2001; Centre, Region, Periphery. Medieval Europe, Basel 2002, 3 Bde, Hertingen 2002 (mit G. Helmig und B. Scholkmann); Die vermessene Stadt. Mittelalterliche Stadtplanung zwischen Mythos und Befund, Paderborn 2004 (mit A. Falk).
Inhaltsangabe
VorwortBegrüßungBernd Ulrich Hucker: Ebstorf Chorherrenstift und Benediktinerinnenkloster im Spannungsfeld von Slawenmission und imperialer Politik (12.-13. Jahrhundert)Volker Hemmerich: Die mittelalterliche Baugeschichte des Langen Schlafhauses im Kloster EbstorfMatthias Untermann: Das Nonnenhaus Traditionen eines klösterlichen BautypsJens Rüffer: Refektorien Zisterzienser und Benediktinische Tradition. Anmerkungen zur Liturgie- und Funktionsgeschichte eines Raumes.Clemens Kosch: Orte der ÄbtissinnenMargit Mersch: Conversi und conversae in den Nonnenklöstern der ZisterzienserRolf Legler: Klosterbaukunst des Mittelalters als hypätrales Perspektivsystem, oder: Bringt mittelalterliche Klosterarchitektur eine eigene Mönchsästhetik zum Ausdruck?Ernst Badstübner: Kennzeichen und stilistische Merkmale der mittelalterlichen Backsteinarchitektur im Norden Mitteleuropas.Jens Christian Holst: Mauerwerk und Konstruktion des mittelalterlichen Backsteinbaues an Beispielen im südlichen OstseeraumDirk Schumann: Dekor und Funktion Beispiele der Formsteingestaltung in klösterlicher Backsteinarchitektur des 13. und 14. JahrhundertsOlaf Siart: Heilsspiegel und Liturgie der Glasfensterzyklus im Ebstorfer KreuzgangPeter Knüvener: Das Einhornretabel aus dem Benediktinerinnenkloster Dambeck von 1474. Aspekte zu Stiftung, Ikonographie und Stil Abbildungsverzeichnis.
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