Der einflussreiche mexikanische Künstler Gabriel Orozco (* 1962)
bedient sich einer Vielzahl von Materialien und Techniken. Er hat
Zeichnungen, Fotografien, Tonarbeiten, Gemälde, Installationen und
Skulpturen ausgestellt und war mit seinen Arbeiten auf der
documenta X und 11 und der Biennale von Venedig vertreten.
Orozco eignet sich vorgefundene Objekte an und verwandelt sie durch
seine Eingriffe. Manche seiner Werke haben einen vordergründig
spielerischen Aspekt, wie etwa die verdoppelte Tischtennisplatte
nebst Seerosenteich Ping Pond Table (1998) oder das absurd komische
Schachbrett, Horses Running Endlessly (1995), ausschließlich mit
Springern besetzt. Andere, wie der mit Rauten überzogene
menschliche Schädel in Black Kites (1997), entwickeln sich zu
erschreckenden Artefakten von erhabenem Reiz. Orozco verortet seine
Arbeiten in jenem Zwischenbereich, der Kunst und Realität
verbindet, indem er geistreich die Grenzen zwischen
Alltagsgegenstand und Kunstobjekt verwischt.
Ausstellungen: MoMA, New York 13.12.2009-1.3.2010 · Kunstmuseum
Basel 18.4.-8.8.2010 · Musée national d'art moderne, Centre
Georges Pompidou, Paris 10.9.2010-11.1.2011 Tate Modern, London
16.2.-22.5.2011.
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