Senyoria - Cabré, Jaume

Senyoria

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Mediterranée 2004

Jaume Cabré 

Aus d. Katalan. v. Brandt, Kirsten
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Senyoria

Nach seinem Bestsellerroman Die Stimmen des Flusses entfaltet Jaume Cabré in seinem preisgekrönten und international erfolgreichen Roman Senyoria ein packendes Gesellschaftspanorama und führt uns zurück ins Barcelona des ausklingenden 18. Jahrhunderts.
An nichts ist dem Gerichtspräsidenten von Barcelona, Don Rafel Massó i Pujades, genannt "Senyoria", Euer Gnaden, mehr gelegen, als seine gesellschaftliche Stellung und seinen Reichtum gegen andere Emporkömmlinge zu verteidigen. Doch ein Mord, an dessen Aufklärung niemand besonderes Interesse zeigt, bringt eine Lawine ins Rollen, die Don Rafel trotz bester Beziehungen nicht mehr aufzuhalten vermag. Wer wußte von dem unseligen Vorfall, den er längst aus seiner Erinnerung verbannt hatte? Am letzten Tag des Jahres 1799, an dem das herrschaftliche Barcelona nur das rauschende Fest zur Jahrhundertwende im Sinn hat, ist für Don Rafel jeder Ausweg, den er in seiner Not sucht, von vermeintlichen Verbündeten versperrt.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 443 S.
  • Seitenzahl: 443
  • Best.Nr. des Verlages: 42102
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 138mm x 40mm
  • Gewicht: 616g
  • ISBN-13: 9783518421024
  • ISBN-10: 3518421026
  • Best.Nr.: 26391204

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensentin Annika Müller freut sich, dass mit Jaume Cabres "Senyoria" ein weiterer Roman katalanischen Autors vorliegt. Mit dem korrupten, machthungrigen und eitlen Richters Don Rafel Masso i Pujades, dem der vor Jahren begangene Mord an der Geliebten zum Verhängnis wird, hat der Autor eine so abstoßende wie faszinierende Figur geschaffen, die den Leser trotz der negativen Charakterisierung zur Identifikation zwingt, so die Rezensentin voller Bewunderung. Sie hat gerade die psychologisch vielschichtige Darstellung dieses Richters fasziniert. Ursprünglich, verrät die Rezensentin, sollte der Roman in der Zeit nach Francos Tod spielen, dann habe sich der Autor aber für das Barcelona des ausgehenden 19. Jahrhunderts entschieden, wobei Parallelen auf der Hand lägen. Doch auch ohne den politischen Hintergrund zu kennen, lässt sich der Roman als ausgesprochen anschauliche Schilderung der spanischen vorletzten Jahrhundertwende lesen, so Müller. Nicht wirklich zufrieden ist sie übrigens mit der Übersetzung ins Deutsche. Sie wundert sich nicht nur darüber, dass die Übersetzerin Karin Brandt ganze Absätze weggelassen hat, auch den Wechsel der Sprachebenen findet Müller nicht eben deutlich herausgestellt. Das hält die Rezensentin aber nicht davon ab, sich auf weitere Bücher von Cabre in deutscher Übersetzung zu freuen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.02.2010

Der Richter ist sein eigener Henker

Es ist etwas faul im Staate Spanien: Der katalanische Autor Jaume Cabré spiegelt im Barcelona des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts die Phase des Übergangs nach der Franco-Diktatur und macht einen verschlagenen und korrupten Lüstling zur faszinierenden Hauptfigur.

Ich traue der menschlichen Gerechtigkeit nicht. Sie ist schwach. Sie ist willkürlich", sagt Don Rafel Massò i Pujades, und er weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er Gerichtspräsident von Barcelona und damit nicht nur die höchste juristische Instanz, sondern auch der mächtigste Mann der zivilen städtischen Gesellschaft. Der Leser ahnt bald, dass Don Rafel, der sich seit seinem Aufstieg in der Hierarchie nur noch "Eure Gnaden" - "Sa Senyoria" - nennen lässt und als willkürlich verschrieen ist, selbst alles andere als eine weiße Weste hat. Don Rafel ist nicht nur korrupt, er ist zudem ein Mörder. In eifersüchtiger Raserei hat er seine Geliebte erdrosselt, was sein Gewissen allerdings nur mäßig belastet und ihn auch in seinen Urteilen nicht milder stimmt. Es bereitet Sa Senyoria weitaus mehr Kopfzerbrechen, dass ausgerechnet er ohne …

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Jaume Cabré wurde 1947 in Barcelona geboren. Er studierte katalanische Philologie an der Universität in Barcelona und arbeitete als Studienrat und Professor an der Universität de Lleida. Cabré brachte 1974 seinen ersten Erzählband heraus und arbeitet seit 1989 als Drehbuchautor für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen.


Kundenbewertungen zu "Senyoria" von "Jaume Cabré"

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Bewertung von hasewue am 11.09.2009   sehr gut
Der Präsident des Königlichen Gerichts von Barcelona Don Rafel Massó i Pujades, auch „Senyoria“ genannt versucht eine schnelle Verurteilung des Dichters Andreu Perramon, der einer Gewalttat verdächtigt wird und deswegen im Gefängnis landet, zu erreichen. Der Einzige, der Andreu vor dem Galgen retten kann, ist sein Freund und Musiker Nando Sorts, der sich aber zu dieser Zeit auf einer Reise mit dem Militär befindet.
Jaume Cabré erzählt in drei Teilen die Geschichte von verschiedenen Personen, die in irgendeinem Bezug zu „Sa Senyoria“ stehen.
Zunächst ist unklar, welchen Grund Rafel Massó hätte, dass er Andreu Perramon tot sehen will, oder was die parallel erzählte Geschichte des alten Mannes Ciset mit dem allen zu tun hat. Erst später lichtet sich das Ganze und man ist als Leser sehr über die Zusammenhänge und Hintergründe überrascht.
Durch Komik und Ernsthaftigkeit im Wechsel schafft Cabré es, dass man von der Geschichte völlig gefangen genommen wird und er schafft es mit zusätzlicher Spannung, vor allem zum Ende hin, dass man ganz von der Handlung gefesselt ist.
Cabré gelingt es auch durch detaillierte Beschreibungen Barcelonas eine unglaublich dichte und packende Atmosphäre zu schaffen.
Leider war „Senyoria“ von Jaume Cabré stellenweise etwas zäh durch dessen ausschweifende Schilderungen astrologischer Begebenheiten und Fakten, da Rafel Massó nicht nur Gerichtspräsident, sondern auch Hobbyastrolog ist und des Öfteren seine Angebetete Baronin Donya Gaietana durch sein Teleskop beobachtet – natürlich ganz ohne dem Wissen seiner Ehefrau Donya Marianna!
Nichtsdestotrotz gefiel mir „Senyoria“ sehr gut und ich freue mich schon sehr auf weitere Werke dieses großartigen Autors!

4 von 5 Sternen!

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