Der Bayerische Sprachatlas, in dem die zahlreichen Dialekte ganz
Bayerns erfaßt werden, ist ein Gemeinschaftsprojekt von fünf
bayerischen Universitäten, deren Forschungsergebnisse in sechs
geographischen Teilprojekten veröffentlicht werden. Bei
unabhängiger Datenerhebung in den einzelnen Regionen ist durch die
Koordination der Befragung, durch einheitliche Methode und
weitgehend übereinstimmende Fragebücher, die Vergleichbarkeit der
Teilprojekte gewährleistet. Der Atlas bietet eine repräsentative
Auswahl aus dem Laut-, dem Formenbestand und dem Wortschatz der
Dialekte der jeweiligen Region. Anders als in einem Wörterbuch wird
hier die regionale Verbreitung der einzelnen sprachlichen
Erscheinungen auf ortspunktgenauen Karten optisch eindrucksvoll
dargestellt. Auf diese Weise ist der Atlas ein Werk, das mehr
Information bietet als ein Dialektwörterbuch; er ist ein Archiv für
die aussterbenden Dialekte, ein Nachschlagewerk für alle, die an
der Sprache, Geschichte und Kultur Bayerns interessiert sind. Die
einzelnen Teilprojekte des Bayerischen Sprachatlasses sind: I.
Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (SBS), Universität Augsburg II.
Sprachatlas von Mittelfranken (SMF), Universität Erlangen III.
Sprachatlas von Unterfranken (SUF), Universität Würzburg IV.
Sprachatlas von Nordostbayern (Regionalbezirke Oberfranken und
Oberpfalz (SNOB), Universität Bayreuth V. Sprachatlas von
Niederbayern (SNiB), Universität Passau VI. Sprachatlas von
Oberbayern (SOB), Universität Passau Herausgeber des Bayerischen
Sprachatlas sind: Robert Hinderling, Werner König, Ludwig
Eichinger, Hans-Werner Eroms, Horst Haider Munske und Norbert
Richard Wolf.
Werner König, Werner,geboren in Schwabmünchen 1943, erlangte den Akademischer Rat für deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg und promovierte zum Dr. phil. in Erlagen 1970.
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