Nach "Basst scho!" erscheint jetzt der neue Band
"Basst scho! Band 2" von Ludwig Zehetner. Auch er basiert
auf der erfolgreichen Serie in der "Mittelbayerischen
Zeitung" und erläutert in altbewährter Weise Bedeutung und
Herkunft von weiteren mehr als tausend Wörtern und Formen des
Bairischen.
An der Universität Regensburg gibt es einen der seltenen Lehrstühle
für bairische Dialektologie. Sein Inhaber, Professor Ludwig
Zehetner, hat schon mit seinem ersten Buch "Bairisches
Deutsch" Ende der neunziger Jahre Aufsehen erregt und Erfolg
geerntet.
Das liegt, neben dem wachsenden Interesse an der bairischen
Sprache, nicht zuletzt auch an Professor Zehetners seltener
Fähigkeit, wissenschaftliche korrekte Detailkenntnis mit einem
lockeren Plauderton zu verbinden.
Er ist sich auch nicht zu schade, mit Vorträgen durch die Lande zu
touren und in Wirtshaussälen vor denen, die noch bairisch reden,
seine Wissenschaft an der Realität zu testen.
Auch in diesem Buch ist das Erfolgsrezept die Mischung aus
detaillierter Erklärung und den zahlreichen Beispielen aus dem
gesprochenen Alltag. Was sich schon beim ersten Hinschauen an den
Kapitelüberschriften des Inhaltsverzeichnisses widerspiegelt. So
macht Spezialwissen Spaß!
Für Altbayern und Anfänger
Es gibt immer wieder Zugereiste, die es sich allzu einfach machen,
wenn sie das Bairische nachäffen. Schwer erträglich sind solche
Versuche ohnehin, fürchterlich peinlich kann es aber werden, wenn
beispielsweise jedes Ei zum Oa umgewandelt wird – etwa in der von
hessischen Sommerfrischlern gegenüber einem oberbayerischen Kind
ausgesprochenen Satz „Da hast an Euro, kauf dir oa Oas“. Im
Bairischen heißt Eis einfach nur Eis. Ein Oass hingegen wünscht
sich niemand, denn ein Oass ist ein Eiterfurunkel. Solche
ekelhaften Missverständnisse kann man vermeiden. Der Regensburger
Dialektologie-Professor Ludwig Zehetner legt Band drei seiner
Mundartreihe „Basst scho!“ (Edition Vulpes, 19 Euro) vor, in der er
die Eigenheiten des Bairischen in allen Facetten erläutert. Auf die
Grammatik geht er ebenso mit vielen hübschen Beispielen ein wie auf
Redensarten, Begriffe und ihre Herkunft. Manche sind schon so gut
wie ausgestorben, sodass auch der geborene Altbayer etwas von den
Lektionen lernt.
rn
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