Der Vorleser
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Der Vorleser

Regie: Daldry, Stephen; Darsteller: Winslet, Kate; Herzsprung, Hannah; Herfurth, Karoline; Klaußner, Burghart; Groth, Sylvester; Lara, Alexandra Maria; Ferkic, Vijessna; Kross, David; Fiennes, Ralph; Olin, Lena; Ganz, Bruno; Hain, Jeanette; Lothar, Susanne; Habich, Matthias; Tarrach, Jürgen; Buchvorl.: Schlink, Bernhard; Musik: Muhly, Nico; Buch: Hare, David;
DVD
 
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Der Vorleser

Der 15-jährige Schüler Michael lernt auf seinem Nachhauseweg die 20 Jahre ältere Schaffnerin Hanna kennen. Er besucht sie und es entwickelt sich eine ritualisierte erotische Beziehung: Vor dem Sex muss Michael ihr immer vorlesen. Michael, mittlerweile Student, begegnet ihr viele Jahre später wieder - sie sitzt auf der Anklagebank und muss sich als ehemalige KZ-Aufseherin verantworten. Damals schon hat die Analphabetin die Insassen für ihre literarischen Interessen benutzt. Nun stellt sich die Frage nach ihrer Schuld an einer Tragödie.

Bonusmaterial

Hörfilmfassung für Blinde, Audiokommentar von Produzent Henning Molfenter


Produktinformation

  • Hersteller: Senator
  • EAN: 0886977596391
  • Best.Nr.: 31072980
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 22.10.2010
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Deutsch, DD 5.1 ...
  • Kopierschutz: ja
  • Gesamtlaufzeit: 119 Min.
Als Michael (David Kross/Ralph Fiennes) die wesentlich ältere Hanna (Kate Winslet) kennen lernt, ist das eine schicksalhafte Begegnung. Die Schaffnerin kümmert sich um den Jungen, als ihm plötzlich in der Straßenbahn übel wird. Er besucht sie, und schnell sind beide in eine leidenschaftliche Affäre verstrickt, die einem seltsamen Ritual folgt: Vor der Liebe muss Michael der rätselhaften, begehrenswerten Schönen vorlesen.<br/><br/>Dann ist Hanna eines Tages spurlos verschwunden, und erst Jahre später begegnet Michael seiner großen Leidenschaft wieder: Auf der Anklagebank, wo sie sich für ihre eine grausame Vergangenheit verantworten muss ...<br/><br/>Ein perfektes Team<br/><br/>Bernhard Schlinks Weltbestseller "Der Vorleser", in 40 Sprachen übersetzt, hätte kein besseres Team für seine Kinoverfilmung finden können als Regisseur Stephen Daldry, Oscar-nominiert für die Literaturverfilmung "The Hours", und den renommierten britischen Dramatiker David Hare als Autor.<br/><br/>Ihnen gelingt es, die Leidenschaft des jungen Protagonisten und die Zerrissenheit des Erwachsenen emotional greifbar zu machen, eine unmögliche Liebe zu zeigen, die so intensiv ist, dass sie das Leben zweier Menschen für alle Zeit miteinander verbindet.<br/><br/>Schuld und Vergebung<br/><br/>"Der Vorleser" ist aber auch ein Stoff, der sich mit der immer aktuellen Verarbeitung von Schuld und Vergebung beschäftigt und nicht zuletzt zur deutschen Vergangenheitsbewältigung beiträgt - als erzählerische Glanzleistung ebenso wie als aufwühlender Diskussionsstoff.<br/><br/>David Kross ("Krabat") überzeugt - neben einer Riege deutscher Stars - in seinem Hollywood-Debüt auf ganzer Linie. Doch speziell Kate Winslet hat mit ihrer Rolle als Hanna ihr schauspielerisches Meisterstück abgeliefert. Lohn waren zahlreiche Filmpreise - darunter der Oscar als Beste Hauptdarstellerin sowie ein Golden Globe. Kein Wunder, dass die filmische Glanzleistung allein in Deutschland 2.2 Millionen Zuschauer ins Kino lockte - und begeistert wieder entließ.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bernhard Schlink, geboren 1944 in Bielefeld, aufgewachsen in Heidelberg. Jurastudium dort und in Berlin, danach wissenschaftlicher Assistent. Erste Professur für VerfR und VerwR in Bonn, dann in Frankfurt. 1988 Richter des VerfGH für das Land NRW. Nach der Wende 1989 in Berlin tätig. Heute Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Richter am LVerfGH in Münster. Zunächst Fachbuch-, dann Romanveröffentlichungen. Auszeichnungen: 1989 Glauser Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur ("Die gordische Schleife"), 1992 Deutscher Krimi-Preis ("Selbs Betrug"), 1997 Hans-Fallada-Preis der Stadt Münster, Italiens 'Grinzane Cavour' und Prix Laure Bataillon ("Der Vorleser"). 1999 erstmals den "Welt"-Literaturpreis, im Februar 2000 die Ehrengabe der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Gesellschaft.

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Kundenbewertungen zu "Der Vorleser"

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Bewertung von Lisega am 25.10.2010 ***** ausgezeichnet
Es ist sicherlich nicht leicht, einen Weltbestseller wie Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ adäquat zu verfilmen, lebt der Roman doch nicht nur vom provokativen Inhalt, sondern auch vom präzisen und einfühlsamen Erzählstil des Autors. Doch Stephen Daldrys Kinoadaption hält sich, von ganz wenigen Freiheiten abgesehen, genau an die Romanvorlage und schafft es, das schwierige Thema der unkonventionellen und von der Vergangenheit belasteten Liebesbeziehung genauso packend und berührend auf die Leinwand zu bringen. Das ist hauptsächlich den grandiosen Hauptdarstellern Kate Winslet und David Kross zu verdanken, die als ungleiches, hingebungsvolles Paar brillieren und für eine knisternde, erotische Spannung sorgen. Kate Winslet hat für ihre Rolle als Hanna völlig verdient den Oscar gewonnen, aber auch der junge David Kross schlägt sich neben dem Star wacker – dabei waren die außerordentlich freizügigen Sexszenen gerade für den Newcomer sicher nicht leicht. Neben diesen beiden verblasst Ralph Fiennes etwas, der den erwachsenen und immer noch mit den Erinnerungen an seine große Liebe und den KZ-Prozess hadernden Michael Berg spielt. Die Ausstattung des Films ist perfekt und spiegelt die jeweilige Zeit - 1958, 1968, 1976 und 1995 – gut wider, die Zeitblenden sind geschickt gesetzt. Ein packendes Drama um Schuld, Sühne, Recht, Gesetz und Moral, einfach ganz großes Kino mit Gänsehautgarantie!

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