Denke braucht kei Zeit, geht ruckzuck. Im Kopf herrsche annere
Verhältnisse wie drauße. Was ma net alles denke kann in ere Sekund!
, stellt eine der vielen Personen in Werner Puschners neuem
Büchlein Mir denke uns nix fest.Um das Gedachte und Gesagte, um
Gesagtes und Unbedachtes, Nichtgesagtes und trotzdem Gedachtes, um
das Innen und Außen, das komplizierte Verhältnis von Denken und
Tun, geht es dieses Mal in Puschners neuen badischen Bagatellen,
diesen literarischen Kleinigkeiten, die dem Alltäglichen das
Überraschende abgewinnen. Sie regen einmal zum Schmunzeln, das
andere Mal zum Nachdenken an. Konkret umkreisen die kleinen
Geschichten und Gedichte zum Beispiel das Reisen und das, was davon
bleibt, nach der Rückkehr. Facetten der Liebe, Höhen und Abgründe
dieses Gefühls werden beleuchtet. Über das Erleben von Zeit,
zwischen Stress und Langeweile drehen die Figuren auf dem Karusell
des Alltags ihre Runden, neben, hinter und vor die sich der
Beobachter und Erzähler in Puschners Texten stellt niemals über sie
: Prägnante Miniaturen, wie immer in bester badischer Mundart.Das
Buch bietet den Stoff für etliche vergnügliche Momente, zum Lesen
und Vorlesen. Er ist verpackt in handlichem Format, für die Hand-
und Hemdenbrusttasche und passt auch auf das filigranste
Nachttischchen.Mit Mir denke uns nix setzt der Karlsruher Autor
seine mit bald 40000 verkauften Exemplaren erfolgreiche Reihe
seiner Minis im Info-Verlag fort.