Unvollständige Erinnerungen, 4 Audio-CDs - Jens, Inge

Inge Jens 

Unvollständige Erinnerungen, 4 Audio-CDs

Gekürzte Autorenlesung. 273 Min.

Sprecher: Jens, Inge
Audio CD
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Unvollständige Erinnerungen, 4 Audio-CDs

Inge Jens erzählt erstmals aus ihrem eigenen Leben. Die Literaturwissenschaftlerin berichtet in dieser Autorenlesung über Kindheit und Jugend in Hamburg, die Studienzeit in Tübingen und die Familiengründung mit dem berühmten Schriftsteller und Gelehrten Walter Jens. Sie beschreibt ihren Weg von der Rolle als Frau an seiner Seite zu einer erfolgreichen Autorin.
Begegnungen mit Zeitgenossen wie Katia und Golo Mann oder Johannes Rau kommen zur Sprache. Mit großer Offenheit erzählt Inge Jens auch von der Demenzerkrankung ihres Mannes: "Ich sehe seinem Entschwinden zu."


Produktinformation

  • Verlag: Audiobuch
  • Seitenzahl: 4
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-13: 9783899643749
  • ISBN-10: 3899643747
  • Best.Nr.: 27967421
  • Laufzeit: 273 Min.

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Klaus Harpprecht erweist dem Erinnerungsbuch von Inge Jens als "Zeugnis einer großen Lebenstapferkeit und des simplen Anstands" seine Reverenz, die ihn auch als kritischen Leser nicht unberührt ließ. Allerdings liest man zwischen den Zeilen dieser Respektbekundung doch einiges an vorsichtiger Kritik: an Inge Jens' wohl recht unreflektiert- naiver Darstellung ihrer Kindheit und Jugend in der Nazizeit, an der etwas unverhältnismäßigen Gleichsetzung einer Flüchtlingsgeschichte von Anna Seghers vor dem Hintergrund des Naziterrors und der eines amerikanischen Deserteurs vor dem Golfkrieg. Auch hätte Harpprecht sich manchmal etwas intensivere Schilderungen der Beziehungen zu Freunden und Zeitgenossen beispielsweise zu Ernst Bloch gewünscht, wiewohl er andererseits froh ist, dass hier keine eitle Prominentenparade betrieben wird. Die verschiedenen umstrittenen Sohnesaktionen, bis hin zum Demenzbuch werden ihm auch zu dröhnend beschwiegen. Doch wiegen Inge Jens' eigene Beschreibungen der Krankheit von Walter Jens für Harpprecht wohl einiges auf. Im Übrigen verweist er den Kritiker in sich auf den "klugen Titel" dieses Buchs: Unvollständige Erinnerungen eben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.07.2009

Sachbücher des Monats August
Empfohlen werden nach einer monatlicherstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. CORRADA AUGIAS: Die Geheimnisse Roms. Eine andere Geschichte der ewigen Stadt. Übersetzt von Sabine Heymann. Osburg Verlag, 544 S., 26,90 Euro.
2. LWL RÖMERMUSEUM: 2000 Jahre Varusschlacht. Imperium – Konflikt – Mythos. Theiss Verlag, 3 Bände, ca. 1200 S., 79,90 Euro.
3. EVA ILLOUZ: Die Errettung der modernen Seele. Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe. Übers. von Michael Adrian. Suhrkamp Verlag, 412 S., 26,80 Euro.
4.-5. ALEXANDER BAHAR: Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter? dtv, 300 Seiten, 16,90 Euro.
INGE JENS: Unvollständige Erinnerungen. Rowohlt Verlag, 320 Seiten, 19,90 Euro.
6.-8. ALEXANDER VON HUMBOLDT: Die Entdeckung der Neuen Welt. Übers. von Julius Ludwig Ideler, Nachwort von Ottmar Ette. Insel Verlag, 2 Bände, 781 S., 98 Euro.
WALTER MUSCHG: Die Zerstörung der deutschen Literatur und andere Essays. Diogenes Verlag, 956 S., 32,90 Euro.
HARRO ZIMMERMANN: Friedrich Schlegel oder Die Sehnsucht …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.07.2009

Dieses plötzliche Vergnügen am eigenen Leben

Eine schicksalhafte Begegnung mit der Familie Mann: Inge Jens, die als Gefährtin des großen Gelehrten erst spät zu ihrer eigenen Autorschaft fand, erzählt die Geschichte einer Emanzipation.

Von Hubert Spiegel

Was Thomas Mann konstatierte, als er im Sommer des Jahres 1953 von einer England-Reise zurückgekehrt war, darf auch die Herausgeberin seiner Tagebücher für sich in Anspruch nehmen: "Zufriedenheit nach bestandenen Abenteuern". Inge Jens, der nichts fremder sein dürfte als saturierte Selbstgefälligkeit, blickt mit zweiundachtzig Jahren auf ein Leben zurück, das über Jahrzehnte hinweg in fast schon ehern festgefügten Bahnen verlief: ein Leben als Professorengattin in einem Provinzstädtchen. So könnte man es sagen, und vermutlich hat es Zeiten gegeben, in denen Inge Jens ihr Leben selbst auf diese Formel gebracht hat. Aber zugleich wäre nichts falscher.

Denn das Provinzstädtchen ist das "kleine große Tübingen", die mehr als fünfhundert Jahre alte Universitäts- und Gelehrtenrepublik. Der Ehemann, Walter Jens, gehörte über Jahrzehnte zur Handvoll führender intellektueller …

Weiter lesen

Inge Jens ist die Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns, Autorin erfolgreicher Biographien und Ehefrau von Walter Jens. Ihre Rückschau auf ein fleissiges, hauptsächlich in Tübingen verbrachtes Leben ist eine durchweg angenehme und anregende, am Ende auch anrührende Lektüre, die höchstens wie Tübingen selbst ein wenig darunter leidet, daß sie auf die großen Zumutungen des Lebens, seien es der Tod, die 68er oder die Eitelkeit Hans Mayers, mit zu großer Freundlichkeit reagiert.<br />(Denis Scheck in der ARD-Sendung "Druckfrisch " vom 6.9.09)
Inge Jens, geboren 1927 in Hamburg, Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik in Hamburg und Tübingen. Promotion 1953 mit einer Arbeit über die expressionistische Novelle.
Mehr von