Die Mittagsfrau, 6 Audio-CDs - Franck, Julia

Julia Franck 

Die Mittagsfrau, 6 Audio-CDs

Franck,Julia
Audio CD
 
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Die Mittagsfrau, 6 Audio-CDs

"Du wartest hier, ich bin gleich zurück", sagt Helene zu ihrem kleinen Sohn Peter, setzt ihn auf eine Bank am Bahnsteig und geht. Geht, um nie mehr zurückzukehren. Erst wenn man Helene und ihrer Lebensgeschichte zwischen zwei Weltkriegen folgt, wenn man sie durch ihre Hoffnung, Einsamkeit und Liebe hindurch begleitet, wird klar, wie diese radikale Entscheidung
möglich wurde.
Julia Franck erzählt in filigranem, klarem Ton ein Leben, das in die Mühlen einer furchtbaren Zeit gerät.



"Mir hat "Die Mittagsfrau" von Julia Franck den Atem geraubt ganz großartig." -- Christian von Zittwitz / BuchMarkt

"Die Sensation des Hörbuchs ist aber die Lesung von Julia Franck selbst. Zärtlich, mit viel Einfühlungsvermögen, hat die Autorin den Hörer sofort gefesselt." -- Durchblick


Produktinformation

  • ISBN-10: 3867174067
  • Best.Nr.: 25645903
  • Laufzeit: 397 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.09.2007

Ein Macho wie die Axt im Walde
Julia Franck hat sich mit ihrem Roman „Die Mittagsfrau” ganz dem historischen Genre verschrieben. Nur warum?
Zunächst einmal muss man es bewundern, dass eine junge Frau fremde Schicksale aus zwei Weltkriegen und der Zeit dazwischen schildert, als wäre sie dabei gewesen. Wie viel Empathie und Phantasie gehört dazu, man könnte auch sagen: wie viel Einfühlungs- und Vorstellungsvermögen, von der Kühnheit des Unterfangens gar nicht zu reden. Dennoch stellt sich die Frage, welchem dunklen Drang die Hinwendung zu einer fiktiven Familiengeschichte aus der deutschen Vergangenheit eigentlich entspringt, wenn sie nicht mit der epischen Überzeugungskraft erzählt wird, die den Stoff für sich selbst sprechen ließe.
Die Mittdreißigerin Julia Franck, die ihre Prosa anfangs in der Gegenwart ansiedelte, um sich dann mit dem Roman „Lagerfeuer” in die späten siebziger Jahre zurückzubegeben, was ihr viel Beifall eintrug, zeigt sich nun ganz dem Historischen verpflichtet. Ihr neues, naturgemäß mit hohen Erwartungen befrachtetes Werk „Die Mittagsfrau” handelt von einer Krankenschwester aus der Lausitz, die in der ersten Hälfte …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2007

Risse, Küsse, Bisse
Bringt das Leid der Dichter das Glück der Buchmesse?

Wem auf Erden nicht zu helfen ist, der wird auch auf der Buchmesse nicht glücklich. Wenn wir uns Heinrich von Kleist nur für eine Sekunde in einer der Messehallen vorstellen, fällt uns sofort jener berühmte Satz ein, den Kleist an seinen Schwager schrieb: "Ich bitte Gott um den Tod und dich um Geld." Kürzer und drastischer ist das Künstlerdrama der zwischen Erlösungssehnsucht und Verarmungsangst, zwischen Transzendenz und schnödem Diesseits hin und her geworfenen Dichterseele nicht auf den Punkt zu bringen. Gleich drei Biographien versuchen in diesem Bücherherbst das Phänomen Kleist zu erhellen. Knapp und solide tut dies Herbert Kraft ("Kleist". Leben und Werk, Aschendorff Verlag), während Jens Bisky mit Leidenschaft und feuilletonistischem Schwung Kleist zum "größten politischen Dichter der Deutschen" ausruft und nachzeichnet, welch heikle Konstellationen die Ideale der Aufklärung und der Französischen Revolution in Kleists Leben und Werk eingingen ("Kleist". Rowohlt Berlin). Mehr dem Leben als dem Werk gilt das Interesse von Gerhard Schulz ("Kleist". Eine …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Nun hat Julia Franck also den Deutschen Buchpreis 2007 bekommen. Kein Wunder, denn Buchmarkt und Feuilleton gieren zurzeit nach menschelnden Jahrhundertschauen. Historische Familienromane sind Trendthema - und mit "Die Mittagsfrau" liefert Julia Franck eine Chronik über zwei Weltkriege und die Zeit dazwischen. Bei der Flucht aus Pommern setzt Krankenschwester Helene ihren siebenjährigen Sohn auf einem Bahnsteig aus. Per Rückblende folgt die Biografie einer Mutter, die zu dieser Tat fähig ist: Da ist die Kindheit in der Lausitz, mit einem Vater, der schwer verletzt aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, und einer gefühlskalten Mutter. Es folgt der Umzug zur Tante nach Berlin, wo Helene gemeinsam mit ihrer Schwester Martha die üblichen Ausschweifungen der Goldenen Zwanziger mitnimmt. Als ihre große Liebe, der Philosophiestudent Carl, tödlich verunglückt, zerbricht Helene. Apathisch gibt sie einige Zeit später dem Werben des Nazis Wilhelm nach, durchleidet die Ehehölle - und bekommt einen Sohn. Liest man "Die Mittagsfrau" als Psychogramm einer zerstörten Frau, dann zählt Julia Francks Roman ganz sicher zu den Höhepunkten der Saison. Es sind Detailbeobachtungen, die …

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"Mir hat "Die Mittagsfrau" von Julia Franck den Atem geraubt ganz großartig.

"Die Sensation des Hörbuchs ist aber die Lesung von Julia Franck selbst. Zärtlich, mit viel Einfühlungsvermögen, hat die Autorin den Hörer sofort gefesselt."

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensentin Kristina Maidt-Zinke fühlt sich angesichts des opulenten historischen Romans von Julia Franck an ein Brötchen erinnert, dessen krosses Äußeres, sprich Prolog und Schlussteil, zwar durchaus überzeugt, im Inneren aber einen allzu weichen Kern offenbart. Der Roman spielt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und erzählt von einer Lausitzer Krankenschwester, die nach einem schweren Leben den kleinen Sohn im Nachkriegschaos einfach auf einem Bahnhof zurücklässt, fasst die Rezensentin zusammen. Der Roman hebt mit der Innenperspektive dieses Kindes an, und zunächst ist Maidt-Zinke durchaus eingenommen von der atmosphärischen Dichte und der sprachlichen Konzentration, die Franck hier an den Tag legt. Dann aber wird, für die Rezensentin viel zu ausladend und detailgetreu, die Lebensgeschichte der Protagonistin und ihrer Familie nachgeliefert. Klischees werden aufeinander gehäuft, zu intensiv, nämlich bis in die sexuellen Intimitäten spürt die Autorin den Beziehungen der Heldin nach, kritisiert die Rezensentin. Dazu kommen "sprachliche Ausrutscher". Auch wenn Fanck dann im Epilog noch mal zu beeindruckender Dichte in der Erzählung findet, hat Maidt-Zinke insgesamt das ungute Gefühl, hier sei für den Markt und zudem noch unachtsam geschrieben worden.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Die 36-jährige Autorin Julia Franck spannt einen weiten Bogen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, politische Ereignisse, philosophische Strömungen der Zeit grundieren das Buch, doch die große Kunst von Julia Franck liegt in den Schilderungen der Gefühle. Die Liebe der beiden Schwestern füreinander; die Melancholie der Mutter, die sich schließlich völlig in ihre eigne Welt einspinnt; Helenes gleißendhell brennendes erstes Verlieben. So sinnlich, körperlich und klug wie in diesem Roman ist in der deutschen Literatur selten erzählt worden." (Claudia Voigt, Spiegel online, 28.8.2007)<br />»Julia Francks Figuren verdrängen, bis auch dem Leser Hören und Sehen vergeht - Helenes Gedanken verlieren sich mehr und mehr, und die Wirklichkeit wird umso bedrohlicher, je mehr die Protagonistin sie innerlich von sich wegschiebt. (...) Geblieben ist ihr (Helene) eine Abstumpfung der Seele, wie sie intensiver lange nicht beschrieben wurde.« (Susanne Messmer, Literaturen, September 2007)<br />»Dieser Roman hat im Prinzip alles, was es braucht. Talent und Handwerk und etwas zu sagen. Er ist heiß und kalt, grausam und idyllisch, sinnlich und sachlich.« (Katharina Döbler, Die Zeit, 6.9.2007)<br />Julia Franck hat sich mit diesem Buch in eine neue Dimension geschrieben. (...) Sie entwirft ein breites gesellschaftliches Panorama; erzählt detailreich, sinnlich und mit beinahe betäubender Eindringlichkeit.(...) Das Buch kandidiert zu Recht für den Deutschen Buchpreis.« (Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung, 8.9.2007)<br />»Julia Franck beschreibt derart packend und dicht, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann, auch wenn die beklemmende Stimmung immer drückender wird. Ihr Tonfall ist eiskalt und schneidend klar und bietet dem Leser keine geistige Fluchtmöglichkeit.« (Christel Freitag, NDR Kultur, 10.9.2007)<br />»Es ist nicht nur ihr bisher bester Wurf; das erstaunlichste Erzählwerk dieses Bücherherbstes ist auch völlig zu Recht unter die letzten sechs des Deutschen Buchpreises 2007 geraten, auf die sogenannte Shortlist. (...) Wie Julia Franck emotionale Tiefengeschichten und Wechselwirkungen minutiös verwebt und dann fast lustvoll penibel wieder aufdröselt, ist großartig. (...) In diesen Kapiteln aus Peters Sicht gelingt der Autorin ein psychologisches Meisterstück.« (Mathias Schreiber, Der Spiegel, 17.9.2007)<br />»Mit ausgeprägtem Feingefühl zeichnet Julia Franck ihr breit gefächertes Personenensemble. (...) all diese Charaktere wirken absolut stimmig. Mit der "Mittagsfrau" hat Julia Franck eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie die begabteste und reifste Autorin aus der Generation "Fräuleinwunder" ist.« (Peter Mohr, Hamburger Abendblatt, 19.9.2007)<br />»Was sich wie ein Ende einer oft erzählten Geschichte ausnimmt, ist der Prolog zu einem ungewöhnlichen Roman von besonderer Dichte und großer sprachlicher Meisterschaft. (...) Julia Franck erschafft diese Welten und Zeiten, diese Gesellschaften und Personen in großer Intensität, ohne jeden dichterischen Kraftakt, mit tiefen Einblicken in schwierige psychische Verhältnisse und Beziehungen. Effizient baut sie den Spannungsbogen, sicher setzt sie die Motive, stützt sie sich auf Worte, Blicke, Gerüche und Sinne, einfühlsam gestaltet sie Sinnlichkeit, körperliche Nähe und Distanz.« (Klaus Zeyringer, Der Standard, 22./23.09.2007)<br />»Dieser Roman ist raffiniert gebaut und zieht den Leser durch eine sinnliche, auf Details und unmittelbare Wahrnehmungen konzentrierte Prosa immer wieder in seinen Bann. (...) "Die Mittagsfrau" zeigt Julia Franck einmal mehr als mitreissende Erzählerin. Eine Anwärterin auf den Buchpreis? Auf jeden Fall!« (Alf Mentzer, hr-online, 24.9.2007)
Julia Franck wurde 1970 in Berlin (Ost) geboren. 1978 reiste die Familie aus. Sie wurde u. a. mit dem 3sat-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs 2000 ausgezeichnet und mit dem Marie-Luise Kaschnitz-Preis 2004. Julia Franck lebt mit ihren zwei Kindern in Berlin.

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Kundenbewertungen zu "Die Mittagsfrau, 6 Audio-CDs" von "Julia Franck"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 13.05.2010 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch hat Lieblingsbuch-Qualitäten...

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Bewertung von Nicole T. am 11.11.2009 ***** ausgezeichnet
Julia Frank erhielt für die "Mittagsfrau" den deutschen Buchpreis - und zwar zu recht!
Wirklich wunderschön und mitreißend geschrieben!

Der Charakter von Helene ist vielschichtig. Man kann gar nicht fassen, wie übel das Schicksal dieser jungen, gebildeten Frau mitspielt. Ihr Leben führt sie in eine absolute Sprachlosigkeit und lässt sie emotional abstumpfen. Durch das Kind und die Art wie sie mit ihrem Sohn umgeht, wird erst deutlich, wie sehr das Leben seine Spuren bei ihr hinterlassen hat.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Bittersüß und mit überraschenden Wendungen.

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Bewertung von katzenemily aus essen am 16.03.2009 ***** ausgezeichnet
Ein aufregendes und ein trauriges Buch. Ein Buch, das einen nicht so schnell wieder losläßt. Gut geschrieben, angenehme Sprache sehr authentisch. Übersichtliche Personenbeschreibung, die auch nach einer Pause gleich wieder präsent ist.

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Bewertung von Louisa aus Bruchsal am 23.02.2008 ***** ausgezeichnet
Ich finde, es ist klar, warum Helene ihr Kind "einfach" zurücklässt. Ihre Schwester war ihr schon immer sehr wichtig. Zwar haben´sie sich mittlerweile auseinandergelebt, doch Helene kann es nicht ertragen, dass sie nicht weiß, wie es Martha geht. Leontines letzter Brief hat sie sichtlich erschüttert.
Außerdem kann sie mit ihrem Kind über nichts reden, das wird an mehreren Stellen deutlich. Sie ist praktisch gefangen und kann sich niemandem anvertrauen. Eine solche Situation auszuhalten ist fast unmöglich. Es fällt ihr garantiert nicht leicht, Peter zurückzulassen, aber, wenn sie selber nicht kaputtgehen will, hat sie keine andere Wahl.
Ich fand das Buch äußerst realitätsnah und spannend. Zu deprimierend war es keinesfalls, da die Situation damals nunmal so war.
Dieses Buch gehört zum Besten, was ich in letzter Zeit gelesen habe.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 22.02.2008 ***** schlecht
Eine gute Geschichte schlecht erzählt, spießige gestelzte Sprache, jede Menge Plattheiten, detailwütige Beschreibung körperlicher Vorgänge im Sexualbereich, es fehlt nur noch die Beschreibung des Stuhlgangs.....
bedauerlich, daß man immer wieder auf geschicktes Marketing hereinfällt.

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12 von 26 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Lilligrid aus Frankfurt am 07.12.2007 ***** gut
Es ist eine spannende Geschichte, die erzählt wird. Die Charaktere sind überwiegend glaubwürdig geschildert. Doch letztlich wird für mich nicht überzeugend beschrieben, warum Helene ihr Kind irgendwo einfach aussetzt, warum ihre Schwester wichtiger ist. Warum Helene ihr Leben nur erduldet. Und alle anderen Frauen im Roman ebenfalls.
Es gibt trotz des Aufbruchs und neuer Möglichkeiten in der Weimarer Republik keine wirkliche Freude für Helene - und die anderen Frauengestalten.
So darf ein Roman natürlich sein. Doch ich finde ihn zu deprimierend.
Und manche Passagen lesen sich nicht gut. Wie in einem Dreigroschenroman. Andere wiederum sind hervorragend. Darum ein gutes, aber kein ausgezeichnetes Buch.

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Bewertung von Eric Thomsen aus Husum am 13.11.2007 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist sehr nah dran am wirklichen Leben! Vieles von dem, was mir ältere Verwandte - immer die Frauen übrigens, die Männer glorifizierten gern die Kriegs- und Fluchtzeit - berichteten, fand ich packend und stilistisch souverän erzählt in diesem Buch wieder.

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