Persepolis - Satrapi, Marjane

Marjane Satrapi 

Persepolis

Jugendjahre. Ausgezeichnet als Comic des Jahres 2004

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Persepolis

"Ich erzähle die große Geschichte anhand der kleinen Geschichte", sagt Marjane Satrapi, die wegen des iranisch-irakischen Kriegs von ihren Eltern nach Wien geschickt wurde. Nach vier Jahren kehrt sie aus Heimweh nach Teheran zurück und wird dort mit dem täglichen Grauen des islamischen Regimes konfrontiert. Nachdem sie Kunst studiert und geheiratet hat, beschließt sie, Land und Mann zu verlassen, um nach Europa zurückzukehren. Marjane Satrapi lebt heute in Paris. Und zwischen den Welten.


Produktinformation

  • Bd.2
  • Verlag: Ueberreuter
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 191 S. SW-Comics.
  • Seitenzahl: 191
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 242mm x 167mm x 24mm
  • Gewicht: 481g
  • ISBN-13: 9783800051922
  • ISBN-10: 3800051923
  • Best.Nr.: 20770412
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.09.2006

Unter dem Schleier: Ich
Elektrisierend: Marjane Satrapis Comicroman "Jugendjahre"

Jetzt ist die Geschichte komplett. Der zweite Teil des Comicromans "Persepolis" der Iranerin Marjane Satrapi ist nun auch in broschierter Form erschienen. Es lohnt sich, dieser außergewöhnlichen Bild-Geschichte noch einmal einen aufmerksamen Blick zu schenken. Nach der "Kindheit im Iran" (F.A.Z. vom 11. März 2004) erzählen nun die "Jugendjahre" von Marji, die als vierzehn Jahre altes Mädchen auf eine französische Schule nach Wien geschickt wird. Der Iran scheint den Eltern für ihre freiheitsliebende Tochter kein sicherer Ort zu sein. Vier Jahre verbringt Marji allein in der Fremde, erlebt den Kontrast der Kulturen am eigenen Leibe und kehrt schließlich um einen guten Kopf größer, mit gewachsenem Busen und voller Heimweh nach Teheran zurück. Doch dort prallen alte und neue Wertvorstellungen aufeinander. Nach dem Krieg mit dem Irak sind die Kontrollsysteme der Machthaber noch radikaler geworden. Da braucht gerade eine junge Frau Selbstbewußtsein und Mut, um das eigene Ich unter dem Schleier lebendig werden zu lassen. Im Spannungsfeld zwischen Integration und …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.03.2011

Süddeutsche Zeitung Bibliothek
Graphic Novels Band 2

Unkeusche
Bewegungen
„Persepolis“ von
Marjane Satrapi
Da hasten Verfolger mit Käppi und Schlagstock die Treppe hinauf. Einem Mann hinterher, der über die Dächer flieht, von Haus zu Haus springt, bis er fällt, fast meint man, ihn nach dem Mond greifen zu sehen, bevor er stürzt. Dieser Albtraum – ein Freund wird von Polizisten zu Tode gehetzt, weil er verbotenerweise zusammen mit Frauen auf einer Party war – wird von Marjane Satrapi als Abfolge von Scherenschnitten gezeichnet. Das rennende, ins Leere springende Männchen ist winzig und ohne Individualität, wie bei einem Piktogramm. Auf dem letzten Bild ist nur der Mond über dem Schacht zwischen zwei Häusern zu sehen. Und in diesem leeren, fast schon abstrakten Bild können sich Entsetzen und Sprachlosigkeit ausbreiten. Die Annäherung an etwas so Ungeheuerliches funktioniert nur aus der Distanz.
Art Spiegelman hatte es vorgemacht in seinem Holocaust-Comic „Maus“, wie man vom Unbeschreiblichen erzählen kann mit den Mitteln des Comics. Marjane Satrapi hat in „Persepolis“ ihre …

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Marjane Satrapi, Jg. 1969, ist in Teheran aufgewachsen. Als 14-Jährige wurde sie von ihren Eltern nach Wien geschickt, um vor dem repressiven Regime sicher zu sein. Nach einem Kunststudium in Straßburg zog sie 1994 nach Paris, wo sie begann, ihre Lebensgeschichte aufzuzeichnen.

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