Mein Junge - Schrauwen, Olivier

Olivier Schrauwen 

Mein Junge

Herausgeber: Maiwald, Christian; Drescher, Heike / Übersetzer: Lethi, Helge
Broschiertes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 15,00
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Mein Junge

Voller Stolz nimmt der Vater den eigentümlich kleinwüchsigen Filius mit auf einen Ausflug, zeigt ihm die Reize der Architektur von Brügge, spielt Golf mit ihm und präsentiert ihn seinen Freunden die ihr Unbehagen gegenüber dem so klein geratenen Nachwuchs nur schwer verbergen können. Als dieser dann im Bett liegt und schläft, bedauert der Vater sich selbst: Wenn sein Sohn doch nur nicht so klein und hässlich wäre - er würde ihn aufrichtig lieben können. Es ist nicht nur die Spannung, die in dieser nur gespielten, aber umso demonstrativer zur Schau gestellten Vaterliebe mitschwingt, die das erste Album des Belgiers Olivier Schrauwen so einzigartig macht. Um seine vielschichtigen Vater-Sohn-Episoden zu illustrieren, hat Olivier Schrauwen einen an Winsor McCay ("Little Nemo") erinnernden Zeichenstil gewählt. Auch seine Farbgebung erinnert an den Zeitungsdruck des frühen 20. Jahrhunderts

Produktinformation


  • Verlag: Reprodukt
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 64 S. farb. Comics.
  • Seitenzahl: 64
  • Deutsch
  • Abmessung: 260mm x 213mm x 8mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783938511978
  • ISBN-10: 3938511974
  • Best.Nr.: 23447727

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als bloße Hommage an Winsor McCay möchte der Rezensent das Comic-Debüt des Belgiers Olivier Schrauwen nicht verstehen. Zwar entdeckt er auf den Seiten des Albums dieselbe starre Zweidimensionalität der Figuren, dieselbe Gewalttätigkeit des Geschehens. Und auch die sorgsam inszenierte Patina samt Stockflecken weisen für Jan-Frederik Bandel in Richtung Musealisierung des Genres. Dabei möchte es Bandel jedoch nicht bewenden lassen. Wenn Schrauwen den Albtraum hinter der Fassade des sorglosen Bürgertums samt Golfspiel und Zigarre sichtbar macht, indem er einen Zoobesuch in eine aberwitzige Entgrenzungsszenerie verwandelt, erkennt der Rezensent die Kraft des Pasticcios, einmal erschlossenes ästhetisches Potential auf intelligente, erneuernde Weise fruchtbar zu machen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.09.2008

Die Pygmäen proben den Aufstand

Merkwürdigkeiten aus dem Zoo und dem Museum: Junge niest Dame fort, Krokodil frisst Jungen - Olivier Schrauwen und Cyril Pedrosa betreiben mit Pasticcio und Parodie die Erneuerung des Comics.

Wann immer von Comics die Rede ist, lauert eine merkwürdige Apologetik auf ihren Einsatz: Ja, es sind Comics, aber ... Das wahlweise zu preisende, zu analysierende oder zu verkaufende Produkt muss sich dabei entweder als besonders traditionsreich oder aber als schlagende Novität behaupten, um den letzten Verdacht der Trivialität auszuräumen. Im einen Falle wird die Kunst- oder Literaturgeschichte der Bilderzählung flächig ausgerollt, im anderen braucht von der Geschichte keine Rede zu sein, da es einzig um die vermeintliche Innovation geht, die dann gefeiert wird, selten ohne den Verweis, mit dem gängigen Comic habe das selbstredend nichts gemein.

Nimmt man es mit der Historie nicht gar zu leicht, liegen die Anfänge der Genres um die Wende des neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert im amerikanischen Zeitungscomic. Die frühen Strips sind nicht nur grafisch von großer Eleganz; augenfällig sind vor allem ihre …

Weiter lesen
Olivier Schrauwen wurde 1977 in Brügge geboren und hat an der Hochschule Saint Luc in Brüssel studiert. Mit Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien - unter anderem in "Spirou" - verfeinerte er seinen an klassischen amerikanischen Comicstrips geschulten Zeichenstil. "Mein Junge" erschien 2006 zunächst in Frankreich, liegt inzwischen in englischer, finnischer und spanischer Sprache vor, gehörte in Angoulême 2007 in die engere Auswahl für das "Beste Album" und gewann auf dem Comicfestival in Turnhout den Preis für das beste Debüt

Andere Kunden interessierten sich auch für

Mehr von

Mehr zum Thema

Artikelseite zu "Mein Junge" Drucken

Olivier Schrauwen 

Mein Junge

Mein Junge - Schrauwen, Olivier

Herausgeber: Maiwald, Christian; Drescher, Heike / Übersetzer: Lethi, Helge

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
  • EUR 15,00
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 15 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Produktinformation
  • Verlag: Reprodukt
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 64 S. farb. Comics.
  • Seitenzahl: 64
  • Deutsch
  • Abmessung: 260mm x 213mm x 8mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783938511978
  • ISBN-10: 3938511974
  • Best.Nr.: 23447727

Produktbeschreibung zu "Mein Junge"

Beschreibung

Voller Stolz nimmt der Vater den eigentümlich kleinwüchsigen Filius mit auf einen Ausflug, zeigt ihm die Reize der Architektur von Brügge, spielt Golf mit ihm und präsentiert ihn seinen Freunden die ihr Unbehagen gegenüber dem so klein geratenen Nachwuchs nur schwer verbergen können. Als dieser dann im Bett liegt und schläft, bedauert der Vater sich selbst: Wenn sein Sohn doch nur nicht so klein und hässlich wäre - er würde ihn aufrichtig lieben können. Es ist nicht nur die Spannung, die in dieser nur gespielten, aber umso demonstrativer zur Schau gestellten Vaterliebe mitschwingt, die das erste Album des Belgiers Olivier Schrauwen so einzigartig macht. Um seine vielschichtigen Vater-Sohn-Episoden zu illustrieren, hat Olivier Schrauwen einen an Winsor McCay ("Little Nemo") erinnernden Zeichenstil gewählt. Auch seine Farbgebung erinnert an den Zeitungsdruck des frühen 20. Jahrhunderts

12.09.2008

Die Pygmäen proben den Aufstand

Merkwürdigkeiten aus dem Zoo und dem Museum: Junge niest Dame fort, Krokodil frisst Jungen - Olivier Schrauwen und Cyril Pedrosa betreiben mit Pasticcio und Parodie die Erneuerung des Comics.

Wann immer von Comics die Rede ist, lauert eine merkwürdige Apologetik auf ihren Einsatz: Ja, es sind Comics, aber ... Das wahlweise zu preisende, zu analysierende oder zu verkaufende Produkt muss sich dabei entweder als besonders traditionsreich oder aber als schlagende Novität behaupten, um den letzten Verdacht der Trivialität auszuräumen. Im einen Falle wird die Kunst- oder Literaturgeschichte der Bilderzählung flächig ausgerollt, im anderen braucht von der Geschichte keine Rede zu sein, da es einzig um die vermeintliche Innovation geht, die dann gefeiert wird, selten ohne den Verweis, mit dem gängigen Comic habe das selbstredend nichts gemein.

Nimmt man es mit der Historie nicht gar zu leicht, liegen die Anfänge der Genres um die Wende des neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert im amerikanischen Zeitungscomic. Die frühen Strips sind nicht nur grafisch von großer Eleganz; augenfällig sind vor allem ihre …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

12.09.2008

Als bloße Hommage an Winsor McCay möchte der Rezensent das Comic-Debüt des Belgiers Olivier Schrauwen nicht verstehen. Zwar entdeckt er auf den Seiten des Albums dieselbe starre Zweidimensionalität der Figuren, dieselbe Gewalttätigkeit des Geschehens. Und auch die sorgsam inszenierte Patina samt Stockflecken weisen für Jan-Frederik Bandel in Richtung Musealisierung des Genres. Dabei möchte es Bandel jedoch nicht bewenden lassen. Wenn Schrauwen den Albtraum hinter der Fassade des sorglosen Bürgertums samt Golfspiel und Zigarre sichtbar macht, indem er einen Zoobesuch in eine aberwitzige Entgrenzungsszenerie verwandelt, erkennt der Rezensent die Kraft des Pasticcios, einmal erschlossenes ästhetisches Potential auf intelligente, erneuernde Weise fruchtbar zu machen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Olivier Schrauwen"

Olivier Schrauwen wurde 1977 in Brügge geboren und hat an der Hochschule Saint Luc in Brüssel studiert. Mit Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien - unter anderem in "Spirou" - verfeinerte er seinen an klassischen amerikanischen Comicstrips geschulten Zeichenstil. "Mein Junge" erschien 2006 zunächst in Frankreich, liegt inzwischen in englischer, finnischer und spanischer Sprache vor, gehörte in Angoulême 2007 in die engere Auswahl für das "Beste Album" und gewann auf dem Comicfestival in Turnhout den Preis für das beste Debüt

nach oben

BelletristikHumor, Cartoon, Satire, ComicHumorThemenAlltagArbeit & BerufAutoBibelBush, George W.FamilieFrau & MannFührerscheinGeburtstagHandyJüdischer HumorKircheLiebe & ErotikMedizinMotorradMundartMusikPolitikRechtReiseSchuleSportTiereWeihnachtenWirtschaft