Wenn der Eukalyptus blüht - Peterson, Susan

Susan Peterson 

Wenn der Eukalyptus blüht

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Wenn der Eukalyptus blüht

Eine junge Deutsche bricht auf in ein neues Leben am anderen Ende der Welt
Dorothea Schumann ist eine Missionarstochter, die alles andere als sanftmütig ist. Als die Familie 1840 nach Südaustralien übersiedelt, erhofft sie sich vor allem größere Freiheit. Tatsächlich erfüllt sich ihr größter Wunsch, als Journalistin Fuß zu fassen, als die Ereignisse sich überstürzen. Dorothea ist schwanger, doch der Vater ihres Kindes denkt nicht daran, sie zu heiraten. Verzweifelt stimmt sie der Hochzeit mit Robert Master zu, einem reichen Viehzüchter. Und begegnet kurze Zeit später dem jungen Ian, der bereits auf der Überfahrt nach Australien ihr Herz erobert hat ...


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 414 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 414
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37688
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 354g
  • ISBN-13: 9783442376889
  • ISBN-10: 3442376882
  • Best.Nr.: 32552253
Susan Petersons Debüt ist ein 400 Seiten Schmöker mit allem, was dazu gehört. Love Letter Magazin

"Susan Petersons Debüt ist ein 400 Seiten Schmöker mit allem, was dazu gehört."

"Susan Petersons Debüt ist ein 400 Seiten Schmöker mit allem, was dazu gehört."
Susan Peterson wurde 1955 in Erlangen geboren und lebt in Süddeutschland. Ihre Recherchen über die Kolonisierung Südaustraliens und die dortigen Aborigines inspirierten die Ethnologin zu der Geschichte der Missionarstochter Dorothea und des geheimnisumwitterten Ian, sodass sie beschloss, ihr Schicksal in einem Roman festzuhalten.

Leseprobe zu "Wenn der Eukalyptus blüht" von Susan Peterson

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Leseprobe zu "Wenn der Eukalyptus blüht" von Susan Peterson

16 (S. 279-280)

Als sie diesen Entschluss beim Abendbrot verkündete, stieß sie damit auf Unverständnis und Heathers entschiedenen Protest. »Ich will noch nicht zurück«, erklärte Heather entschieden. »Erst muss Mr. Rathbone sein Versprechen einlösen und mir ein eigenes kleines Messer machen.« »Daraus wird sowieso nichts, Heather. Mr. Rathbone musste wegen dringender Geschäfte abreisen«, sagte Dorothea. »Was? Und er hat sich noch nicht einmal von mir verabschiedet?« Die Enttäuschung des Mädchens war offensichtlich. »Manchmal muss es sehr schnell gehen«, warf Mutter Schumann begütigend ein.

»Es tut ihm sicher sehr leid, dass er keine Zeit mehr dafür hatte.« »Wieso musste er überhaupt auf einmal abreisen? Als wir ihn vorgestern trafen, hat er nichts davon gesagt.« Lischen warf ihrer Schwester einen argwöhnischen Blick zu. »Habt ihr euch etwa gezankt, Doro?« »Nein, das haben wir nicht. Wie kommst du überhaupt auf eine solche Idee? – Ich habe nur Sehnsucht nach Eden-House und meine, wir können deinen Vater nicht noch länger allein mit Tante Arabella und Mrs. Perkins lassen. Findest du nicht auch, Heather?«, versuchte Dorothea ihrer Stieftochter die neue Wendung schmackhaft zu machen.

»August, könntest du uns dann morgen mit dem Gig hinbringen?« Das Gig war ebenso wie das Kutschpferd in Robert Masters’ bevorzugtem Mietstall in der Wakefield Street untergebracht und wartete dort auf seinen weiteren Gebrauch. »Morgen?« Ihr Bruder wirkte nicht gerade angetan. »Morgen sollte ich mit dem Professor unsere Ausrüstung kaufen gehen. Du weißt doch, dass wir nächste Woche aufbrechen wollen. Ich habe wirklich keine Zeit. Frag im Mietstall. Dort werden sie dir sicher gerne einen Kutscher oder Pferdeknecht vermitteln.« »Das wird nicht nötig sein. Ich kann sie begleiten«, sagte Koar unvermittelt.

»Das ist sehr nett von dir, Koar«, erwiderte Dorothea überrascht von dem unerwarteten Angebot. »Aber hast du nicht Unterricht?« Das Lächeln, das über seine schwarzen Züge glitt, war unmissverständlich ironisch. »Bei einem Kaurna wird nicht erwartet, dass er zuverlässig ist. Karl kann sagen, dass ich auf einem Trail bin. Niemand wird das bezweifeln.« »Kannst du denn kutschieren?« »So gut wie August allemal.« Koars weiße Zähne blitzten auf. »Ich habe hier und da im Mietstall geholfen, weil es mich interessiert hat, wie Pferde funktionieren.« »Na, dann wäre das ja geklärt«, sagte August erleichtert und stand auf.

»Mach’s gut, Schwesterherz. Wir werden uns länger nicht sehen.« Eine feste Umarmung für Dorothea, ein beiläufiges Tätscheln der Schulter für Heather – und weg war er. »Ich bin überaus froh, ihn die nächsten Wochen in guter Gesellschaft zu wissen«, bemerkte Mutter Schumann später zu Dorothea, als sie zu zweit die Reisekiste packten. »In letzter Zeit habe ich manchmal ein ungutes Gefühl gehabt, was den Hang deines Bruders zu zwielichtigem Umgang betrifft.« »Das geht sicher vorüber«, versuchte Dorothea sie zu beruhigen. »Junge Burschen schlagen manchmal über die Stränge. Wenn er erst einmal verheiratet ist, wird er sicher ein Muster an Tugend sein.« »Dein Wort in Gottes Ohr«, gab Mutter Schumann trocken zurück.

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